
Samariterbund: Pflegekompetenzzentren werden zu Energie-Pionieren
Von Photovoltaik über Green Garden Care bis hin zu saisonaler, regionaler Ernährung: Die Pflegekompetenzzentren zeigen, wie Nachhaltigkeit im Alltag konkret gelebt wird.
Wenn Pflegekompetenzzentren ihren eigenen Strom produzieren, Biodiversität fördern und sich zu Energiegemeinschaften zusammenschließen, dann entsteht mehr als nur ein Trend: Es entsteht ein neues System. Der Samariterbund zeigt mit seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, wie Pflege zum Motor der Energiewende wird – und warum dieses Modell weit über den Gesundheitsbereich hinaus Signalwirkung hat.
PFLEGE ALS TREIBER DER ENERGIEWENDE
In den zwölf Pflegekompetenzzentren des Samariterbundes ist Nachhaltigkeit strategisch verankert. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck systematisch zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensqualität zu steigern – für Bewohner:innen, Mitarbeiter:innen und die gesamte Region. Was dabei entsteht, ist ein ganzheitlicher Ansatz: Pflege wird nicht nur als soziale Aufgabe verstanden, sondern als aktiver Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
„Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz, sondern Teil unseres Auftrags – wir übernehmen Verantwortung für das Wohl unserer Bewohner:innen und auch mit Blick auf kommende Generationen. Unser Handeln ist auf langfristige Wirkung ausgerichtet: mit erneuerbarer Energie, bewusstem Ressourceneinsatz und nachhaltigen Lebensräumen“, erklärt Mag. Andreas Balog, Geschäftsführer Samariterbund, Bereichsleitung Pflege.
VON DER PHOTOVOLTAIK ZUR ENERGIEGEMEINSCHAFT
Ein zentraler Hebel ist der Ausbau erneuerbarer Energie. Bereits heute stammt ein Großteil des Energieverbrauchs aus nachhaltigen Quellen, während eigene Photovoltaikanlagen einen stetig wachsenden Anteil des Strombedarfs decken. Doch der Samariterbund geht einen Schritt weiter: Mit der geplanten „BÜRGERENERGIEGEMEINSCHAFT SAMARITERKRAFT“ entsteht ein Modell, das Energie erstmals standortübergreifend nutzbar macht.
DAS PRINZIP DAHINTER:
* Einrichtungen mit Photovoltaikanlagen speisen Strom ein
* Andere Standorte beziehen diesen innerhalb der Gemeinschaft
* Energie wird effizient verteilt
So profitieren auch Häuser ohne eigene PV-Flächen – ein entscheidender Schritt in Richtung Energieautarkie und Klimaneutralität. Parallel wird der Ausbau von Photovoltaikanlagen weiter vorangetrieben, um den Eigenversorgungsgrad kontinuierlich zu erhöhen.
„Mit der Kooperation zwischen Samariterbund und Burgenland Energie werden Österreichs erste energieunabhängige und klimaneutrale Pflegeeinrichtungen entstehen. Das Energieunabhängigkeitskonzept enthält PV-Anlagen am Dach, Speicher im Gebäude, um den Strom auch am Abend nutzen zu können, sowie Notstromfunktion für den Fall eines Blackouts und die Möglichkeit zum Laden von Elektroautos und E-Fahrrädern. Die neue „Samariterkraft“ wird das Energie-Herzstück sein. Alle Pflegeeinrichtungen sollen in einer gemeinsamen Energiegemeinschaft „Samariterkraft“ vernetzt werden. So wird der selbsterzeugte Strom zu 100 Prozent von den Pflegeeinrichtungen zu jeder Zeit selbst genutzt“, erklärt Mag. Dr. Stephan Sharma, CEO Burgenland Energie.
NACHHALTIGKEIT, DIE IM ALLTAG DER MENSCHEN WIRKT
Nachhaltigkeit wird dort besonders sichtbar, wo sie unmittelbar erlebbar ist. Mit dem Projekt „GREEN GARDEN CARE” werden Außenflächen gezielt zu naturnahen Lebensräumen umgestaltet. Blühstreifen, Wildsträucher, Hochbeete und sogenannte Biodiversitätsinseln schaffen Rückzugsorte für Insekten, Vögel und Kleintiere. Gleichzeitig entsteht ein therapeutischer Mehrwert: Gartenarbeit, Aussaat und Ernte fördern Motorik, Erinnerungsarbeit und soziale Interaktion. Selbst kleine Tätigkeiten – wie Pflanzen gießen oder Kräuter ernten – werden zu sinnstiftenden Momenten im Alltag. Natur wird damit nicht nur geschützt, sondern aktiv in die Pflege integriert – mit messbaren Effekten auf Wohlbefinden und Lebensqualität der Bewohner:innen.
REGIONALE, SAISONALE LEBENSMITTEL
Auch in der Küche und im laufenden Betrieb zeigt sich, wie konsequent Nachhaltigkeit umgesetzt wird. Die Verpflegung basiert auf regionalen, biologischen und saisonalen Lebensmitteln – kurze Transportwege reduzieren Emissionen und stärken gleichzeitig die lokale Wirtschaft.
Ein zentraler Bestandteil ist dabei eine bewusste Speiseplanung: Zwei fleischfreie Tage pro Woche leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Lebensmittel werden möglichst vollständig verwertet. Zudem werden Bioabfälle kompostiert und in natürliche Kreisläufe zurückgeführt.
Doch Ressourcenschonung geht weit über die Küche hinaus:
* WÄSCHETROCKNEN IM FREIEN ersetzt energieintensive Trocknung und nutzt natürliche Ressourcen effizient
* Innovative REINIGUNGSSYSTEME kommen OHNE CHEMISCHE ZUSÄTZE aus und schonen Umwelt sowie Gesundheit
* Durch klare ABFALLTRENNUNG und Sensibilisierung werden Ressourcenverluste minimiert
„Diese vielen kleinen Maßnahmen zeigen: Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Einzelprojekte, sondern durch konsequentes Handeln im Alltag“, hält Monika Pimzker, MSc fest.
MEHR ALS PFLEGE: EIN MODELL MIT ZUKUNFT
Der Samariterbund versteht Nachhaltigkeit als umfassenden Auftrag – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Die Orientierung an internationalen Klimazielen sowie den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen unterstreicht diesen Anspruch.
Gleichzeitig wird deutlich: Pflegekompetenzzentren sind längst mehr als klassische Betreuungseinrichtungen. Sie sind Energieproduzenten, regionale Wirtschaftspartner und soziale Treffpunkte. Mit innovativen Energiekonzepten, gelebter Biodiversität und konsequenter Ressourcenschonung setzt der Samariterbund ein klares Signal: Pflege kann nicht nur Teil der Gesellschaft sein – sondern Teil der Lösung für die größten Herausforderungen unserer Zeit.
Der Nachhaltigkeitsbericht zum Downloaden unter https://www.samariterbund.net/nachhaltigkeitsbericht-pflege
Fotos senden wir gerne nach.
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Mag. Martina Vitek-Neumayer
Telefon: 06643582386
E-Mail: martina.vitek@samariterbund.net
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender