UNOS: KU2-Senkung in den Bundesländern ist längst überfällig, aber viel zu klein gedacht

UNOS-Bernhard: „Drei Euro im Monat retten keinen Betrieb, es braucht eine vollständige Abschaffung der KU2 bis 2029“

Nach dem Beschluss im Wirtschaftsparlament Wien, die Kammerumlage 2 (KU2) schrittweise zu senken, sollen nun auch weitere Bundesländer nachziehen. Für UNOS – Unternehmerisches Österreich ist das ein längst überfälliger Schritt, der zeigt, dass der politische Druck Wirkung entfaltet. Unklar ist dabei jedoch, ob diese Maßnahmen zusätzlich zu den von WKÖ-Präsidentin Martha Schultz angekündigten Einsparungen von 100 Millionen Euro bis 2030 erfolgen oder bereits darin enthalten sind. Gleichzeitig betonen UNOS: Die geplanten Entlastungen bleiben deutlich hinter dem zurück, was Österreichs Unternehmen tatsächlich brauchen.

„Die Senkung der Kammerumlage 2 ist eine langjährige Forderung von UNOS. Dass nun Bewegung in die Sache kommt, zeigt, dass der Druck steigt und unsere Argumente angekommen sind“, sagt Michael Bernhard. „Aber klar ist auch: Die Unternehmen kämpfen jetzt mit hohen Kosten, schwacher Konjunktur und enormer Bürokratie. Dafür sind die angekündigten Schritte noch zu klein und zu langsam.“

Bereits im April hatten UNOS die von WKÖ-Präsidentin Martha Schultz angekündigte Entlastung von 100 Millionen Euro bis 2030 kritisiert. Gemessen an rund 560.000 WKO-Mitgliedsbetrieben entspricht das lediglich rund 36 Euro pro Unternehmen und Jahr – also etwa drei Euro pro Monat. „Das ist keine Reform, das ist eine Beruhigungspille“, so Bernhard. „Wer Unternehmen ernsthaft entlasten will, spricht nicht von Mini-Schritten, sondern von echten strukturellen Reformen, die Betriebe auch tatsächlich spüren.“

Auch die nun angekündigten Senkungen in den Bundesländern seien zwar ein positives Signal, würden aber nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was notwendig wäre. Sowohl in Wien als auch in Niederösterreich hat der Wirtschaftsbund jeweils einen Tag vor den Wirtschaftsparlamentssitzungen dringliche Anträge zur KU2-Senkung eingebracht, während UNOS diese Forderung bereits seit 2014 konsequent vertreten. UNOS fordern daher weiterhin die vollständige Abschaffung der KU2 bis 2029. „Die Kammerumlage 2 belastet Unternehmen unabhängig davon, ob sie Gewinne machen oder nicht. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das völlig aus der Zeit gefallen“, kritisiert Bernhard. „Unser Ziel bleibt klar: die vollständige Abschaffung der Kammerumlage 2 bis 2029.“

UNOS begrüßen, dass die Diskussion über Entlastungen innerhalb der Wirtschaftskammer endlich Fahrt aufnimmt. Nun brauche es jedoch auch Mehrheiten in den jeweiligen Wirtschaftsparlamenten der Bundesländer sowie den politischen Willen, weitere Schritte zu setzen.

„Der Beschluss in Wien ist ein erster Schritt in die richtige Richtung – mehr aber auch nicht“, so Bernhard abschließend. „Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen keine symbolischen Entlastungen, sondern spürbare finanzielle Freiräume.“

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

UNOS – Unternehmerisches Österreich
Mag. Lena Nagl
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