
bank99 Studie: Österreicher*innen zeigen sich bei Krediten zurückhaltend – Vertrauen in traditionelle Banken dominiert
* 88 PROZENT DER ÖSTERREICHER*INNEN VERSUCHEN, KREDITE ZU VERMEIDEN – DENNOCH HABEN ÜBER 40 PROZENT BEREITS MEHRMALS EINEN KREDIT AUFGENOMMEN.
* FÜR DIE GROSSE MEHRHEIT (79 PROZENT) KOMMT NUR EIN FIXER ZINSSATZ IN FRAGE – UNABHÄNGIG VOM HAUSHALTS-NETTOEINKOMMEN.
* 63 PROZENT BEFÜRCHTEN, DURCH KREDITE IN FINANZIELLE SCHWIERIGKEITEN ZU GERATEN – FRAUEN STÄRKER (68 PROZENT) ALS MÄNNER (58 PROZENT).
* DREI VIERTEL (73 PROZENT) VERTRAUEN BEI KREDITFRAGEN KLASSISCHEN BANKEN MEHR ALS ONLINE-ANBIETER*INNEN – DAS GILT AUCH FÜR DIE GEN Z (69 PROZENT).
* DER WOHNKREDIT IST DIE AKTUELL AM HÄUFIGSTEN GENUTZTE KREDITFORM IN ÖSTERREICH – IN VORARLBERG HAT KNAPP EIN DRITTEL (30 PROZENT) EINEN SOLCHEN LAUFEN, GEFOLGT VON SALZBURG (13 PROZENT) UND WIEN (12 PROZENT).
Kredite gehören in Österreich zu den weniger beliebten Finanzierungsformen, das zeigt eine repräsentative Studie von marketagent im Auftrag der bank99 unter 1.500 Befragten im Alter zwischen 14 und 75 Jahren. Demnach versuchen 88 Prozent der Befragten, Kredite möglichst zu vermeiden. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung bei Frauen (91 Prozent) sowie bei Menschen ab 40 Jahren (91 Prozent). Gleichzeitig hat fast jede*r Zweite (42 Prozent) bereits mehrfach einen Kredit aufgenommen. Dies trifft auf knapp die Hälfte der Männer (49 Prozent) und knapp ein Drittel der Frauen (34 Prozent) zu. Die Mehrheit der Österreicher*innen (57 Prozent) hat derzeit keinen laufenden Kredit.
Gleichzeitig zeigt die Studie eine starke Sicherheitsorientierung der Bevölkerung: Für 79 Prozent kommt ausschließlich ein Kredit mit fixem Zinssatz infrage. Wichtigster Entscheidungsfaktor bei der Kreditaufnahme sind niedrige Zinsen (36 Prozent), gefolgt vom Vertrauen in die Bank bzw. das Finanzinstitut (16 Prozent) sowie die persönliche Beratung (11 Prozent). Das Vertrauen der Österreicher*innen in Kreditfragen liegt mit 73 Prozent dabei klar bei klassischen Banken, insbesondere bei Frauen (77 Prozent, Männer: 69 Prozent). Sechs von zehn Befragten würden einen Kredit sogar ausschließlich bei ihrer Hausbank abschließen.
BERNHARD HOHENEGGER, VORSTAND MARKT DER BANK99: „Die Studienergebnisse bestätigen, was wir in der täglichen Beratung sehen: Österreicher*innen gehen Kreditentscheidungen mit großer Sorgfalt an. Das ist grundsätzlich positiv – zeigt aber auch, wie entscheidend eine fundierte und transparente Beratung und echtes Vertrauen in der Kund*innenbeziehung sind. Wer in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine Finanzierung benötigt, braucht nicht nur gute Konditionen, sondern vor allem eine verlässliche Partnerin. Genau das ist unser Anspruch bei der bank99.“
WOHNKREDITE AN ERSTER STELLE
Für 80 Prozent der Befragten sind Kredite für Immobilien deutlich sinnvoller als für Konsumgüter. Entsprechend ist der Wohnkredit die am weitesten verbreitete Finanzierungsform in Österreich: 19 Prozent finanzieren aktuell ihr Zuhause über einen Kredit – am meisten sind es in Vorarlberg (30 Prozent), gefolgt von Niederösterreich (24 Prozent), der Steiermark (23 Prozent) und Tirol (21 Prozent). In Salzburg (13 Prozent) und Wien (12 Prozent) haben deutlich weniger Personen einen Immobilienkredit.
Noch vor dem Konsumkredit (11 Prozent) nutzen Österreicher*innen eher den Disporahmen ihres Girokontos (13 Prozent), Ratenzahlungen und Autokredite haben je sieben Prozent abgeschlossen.
GENDER GAP: FRAUEN DEUTLICH ZURÜCKHALTENDER BEI KREDITEN
Die Studie zeigt auch einen Gender Gap bei Krediten. Frauen tendieren nicht nur dazu, eher Kredite zu vermeiden als Männer – sie nehmen auch seltener Kredite auf (Frauen: 34 Prozent, Männer: 49 Prozent). Darüber hinaus haben sie auch größere Angst davor, durch einen Kredit in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten (Frauen: 68 Prozent, Männer: 58 Prozent). Diese Sorge beschäftigt insgesamt etwa zwei Drittel der Österreicher*innen (63 Prozent).
Zu hohe Zinsen sind für 59 Prozent aller Befragten der Hauptgrund, einen eigentlich benötigten Kredit nicht aufzunehmen. An zweiter Stelle steht Unsicherheit über die eigene langfristige finanzielle Lage (35 Prozent). Die Angst, Kredite nicht zurückzahlen zu können, hemmt Frauen stärker (37 Prozent) als Männer (31 Prozent). Entsprechend fällt das Selbstvertrauen in die eigene Rückzahlungsfähigkeit bei Frauen geringer aus (79 Prozent) als bei Männern (86 Prozent).
MEHRHEIT SIEHT SICH BEI KREDITKOMPETENZ GUT AUFGESTELLT
Rund zwei Drittel der Österreicher*innen (69 Prozent) schätzen ihr Verständnis von Zinsen und Kreditkosten als gut ein – Männer mit 77 Prozent häufiger als Frauen (61 Prozent). Ähnlich verhält es sich beim Wissen über die Konsequenzen ausbleibender Ratenzahlungen (65 Prozent gesamt; Männer: 67 Prozent, Frauen: 62 Prozent). Drei Viertel der Befragten vergleichen vor einem Abschluss verschiedene Angebote, doch weniger als ein Drittel (31 Prozent) nutzt dafür Online-Kreditvergleiche.
Schwächer ausgeprägt ist die Orientierung im Marktangebot: Nur etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) kennt die Unterschiede zwischen verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten. Regional stechen hier Kärntner*innen und Tiroler*innen (je 62 Prozent) hervor, während Wiener*innen (53 Prozent) und Salzburger*innen (48 Prozent) unter dem Schnitt liegen. Beim Verständnis von Kreditkosten führt Oberösterreich (75 Prozent) das Ranking an, während Wien (64 Prozent) und das Burgenland (62 Prozent) das Schlusslicht bilden.
„Die Studie zeigt einen klaren Gender Gap beim Thema Finanzierung, ebenso bei der Einschätzung des eigenen Finanzwissens. Viele Frauen fühlen sich bei Kreditfragen unsicherer als Männer – dessen sind wir uns bewusst, weshalb wir unter anderem durch Informationsangebote auf unseren Kanälen verschiedene Zielgruppen ansprechen wollen. Finanzielle Selbstbestimmung beginnt mit Wissen: Wer die eigene Situation realistisch einschätzt und Angebote vergleicht, trifft bessere finanzielle Entscheidungen. Ein konkretes Beispiel dafür ist der Disporahmen: Wer sein Girokonto regelmäßig überzieht, sollte prüfen, ob ein Konsumkredit mit fixen Konditionen nicht die günstigere und planbarere Alternative ist. Genau solche Fragen beantworten die Mitarbeiter*innen der bank99 – offen, transparent und verständlich, ohne Fachjargon“, erklärt BERNHARD HOHENEGGER, VORSTAND MARKT DER BANK99.
ÜBER DIE STUDIE
marketagent hat im Auftrag der bank99 im Zeitraum vom 16. bis 23. April 2026 1.500 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren zum Thema Kredit & Finanzieren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Gesamt-Bevölkerung.
Fakten auf einen Blick
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