
AIT zeigt Batterietechnologien der Zukunft auf der Battery Show Europe 2026
NACHHALTIGE PRODUKTION, SOLID-STATE-TECHNOLOGIEN SOWIE MODERNSTE CHARAKTERISIERUNGS- UND TESTINFRASTRUKTUR: DAS AIT AUSTRIAN INSTITUTE OF TECHNOLOGY PRÄSENTIERT AUF DER BATTERY SHOW EUROPE IN STUTTGART SEINE FORSCHUNG ENTLANG DER BATTERIE-WERTSCHÖPFUNGSKETTE. BESUCHER:INNEN FINDEN DAS AIT VON 9. BIS 11. JUNI 2026 IN DER MESSE STUTTGART AUF STAND 3-F66.
Die Battery Show Europe zählt zu den zentralen europäischen Treffpunkten für die Batterie-, Elektrofahrzeug- und Energiespeicherbranche. Von 9. bis 11. Juni 2026 bringt die Fachmesse in Stuttgart internationale Expert:innen, OEMs, Zulieferer, Industriepartner und Forschungseinrichtungen zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um Batterien, Elektrifizierung und Energiespeicher zu diskutieren.
Das AIT Austrian Institute of Technology ist auf der Battery Show Europe 2026 vertreten und präsentiert in Halle 3 am Stand 3-F66 aktuelle Forschungsschwerpunkte für leistungsfähige, sichere, langlebige und nachhaltige Batterien. Im Mittelpunkt stehen heuer Materialentwicklung, Charakterisierung und Zellfertigung, sowie Testing, Diagnose, Sensorik und Systemintegration.
NACHHALTIGE BATTERIEN ALS SCHLÜSSELTECHNOLOGIE
Batterien sind eine Schlüsseltechnologie für klimafreundliche Mobilität, erneuerbare Energiesysteme und eine zunehmend elektrifizierte Industrie. Das AIT arbeitet daher an Batteriekonzepten, die den steigenden Anforderungen an technische Performance, Kosten, Lebensdauer, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht werden.
Ein zentrales Ziel ist es, den Einsatz kritischer Rohstoffe zu reduzieren, umweltfreundlichere Herstellungsprozesse zu entwickeln und die gesamte Lebensdauer von Batterien stärker in den Blick zu nehmen – von den eingesetzten Materialien über die Produktion und Nutzung bis hin zu Wiederverwendung und Recycling.
VON NEUEN MATERIALIEN BIS ZUR PILOTFERTIGUNG
Um den steigenden Anforderungen auch künftig gerecht zu werden, forscht das AIT seit vielen Jahren an neuen Batteriematerialien und alternativen Zelltechnologien. Dazu zählen unter anderem Festelektrolytsysteme, Natrium-Ionen- und Magnesium-Ionen-Technologien sowie andere Batteriekonzepte ohne kritische Rohmaterialien. Die Forschungsaktivitäten tragen signifikant dazu bei, Batterien sicherer, kostengünstiger und unabhängiger von kritischen Rohstoffen zu machen.
Ob und in welchem Umfang diese Technologien künftig zum Einsatz kommen, hängt maßgeblich von ihrer Skalierbarkeit ab. Deshalb fertigt das AIT bereits seit 2019 Batteriezellen im industrierelevanten Pilotmaßstab. Die Leistungsfähigkeit dieser Infrastruktur zeigte sich unter anderem im Projekt SENSE: Dort erreichten am AIT gefertigte Zellen eine volumetrische Energiedichte von 750 Wh L-1.
SOLID-STATE-TECHNOLOGIEN UND STRUKTURELLE BATTERIEN
Semi-Solid-State- und Solid-State-Batterien zählen zu den vielversprechenden Zukunftstechnologien für sichere, langlebige und leistungsfähige Energiespeicher. Sie setzen auf feste oder quasi-feste Elektrolyte und können dadurch neue Möglichkeiten bei Sicherheit, Energiedichte und Integration eröffnen. Am AIT werden dazu Materialien, Zellkonzepte, Prozessschritte und Herstellungsverfahren untersucht, um diese Technologien näher an die industrielle Anwendung heranzuführen.
Ein besonders innovativer Ansatz sind strukturelle Batterien: Dabei werden Batteriezellen nicht nur als Energiespeicher betrachtet, sondern in tragende Bauteile integriert, um Gewicht zu sparen und den Energieverbrauch zu senken. Solche multifunktionalen Strukturen können zugleich mechanische Funktionen übernehmen und elektrische Energie speichern. Vor allem für die Luftfahrt eröffnet dieser Ansatz neue Perspektiven, da dort jedes zusätzliche Kilogramm besonders kritisch ist.
SMART CELLS UND INTEGRIERTE SENSORIK
Ein weiteres Zukunftsthema sind sogenannte Smart Cells: Batteriezellen und -module, die mit Sensorik ausgestattet sind und Informationen über ihren aktuellen Zustand liefern. Solche Daten können genutzt werden, um Batteriemanagement, Sicherheit, Lebensdauer und Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern.
Besonders relevant ist diese integrierte Sensorik auch bei neuen Zell- und Strukturkonzepten. Wenn Batterien stärker in technische Systeme eingebettet werden – etwa in Fahrzeug- oder Flugzeugstrukturen –, gewinnen präzise Zustandsüberwachung, Sicherheitsbewertung und datenbasierte Diagnose zusätzlich an Bedeutung.
TESTEN, VERSTEHEN, OPTIMIEREN
Neben Material- und Prozessentwicklung verfügt das AIT über umfassende Kompetenzen in der Charakterisierung, Prüfung und Bewertung von Batterien. Dazu gehören Batterietests, elektrochemische Analysen, Alterungsuntersuchungen, Sicherheitsbewertungen sowie die Entwicklung datenbasierter Methoden zur Diagnose und Zustandsbestimmung.
Diese Verbindung aus Materialwissen, Prozesskompetenz, Prüfinfrastruktur und Systemverständnis macht das AIT zum relevanten Forschungspartner für Industrie und öffentliche Auftraggeber. Ziel ist es, Batterietechnologien schneller, nachhaltiger und zuverlässiger in die Anwendung zu bringen.
AIT AUF DER BATTERY SHOW EUROPE 2026
„Unsere umfangreiche Laborinfrastruktur am AIT ermöglicht es uns, Batterietechnologien vom Labor bis zum Endprodukt zu entwickeln, zu charakterisieren, zu fertigen, zu testen und zu validieren – von neuen Materialien über Zellfertigung bis hin zu Test, Diagnose und Systemintegration. Damit sind wir ein wichtiger Partner für die Industrie, wenn es darum geht, innovative Batteriekonzepte rascher in Richtung Anwendung zu bringen. Wir freuen uns darauf, auf der Battery Show Europe mit Unternehmen, Forschungspartnern und Anwender:innen ins Gespräch zu kommen und laden alle Interessierten herzlich ein, uns am AIT-Stand 3-F66 zu besuchen“, sagt Katja Fröhlich, Head of Competence Unit Battery Technologies am AIT Austrian Institute of Technology.
ÜBER DAS AIT
Mag. Florian Hainz, BA
AIT Communication – Presse & PR
AIT Austrian Institute of Technology
T +43 (0)50550-4518
florian.hainz@ait.ac.at I http://www.ait.ac.at
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