
Grüne Wien/Prack: Zu wenig leistbarer Wohnraum – Wohnungsknappheit droht
Seit SPÖ und Neos in Wien regieren, wird viel zu wenig leistbarer Wohnraum gebaut – Grüne fordern mehr sozialen Wohnbau & ein Ende der Zweckentfremdung der Wohnbauförderbeiträge.
„Seit Rot-Pink in Wien regiert, gibt es einen alarmierenden Rückgang beim sozialen Wohnbau. Die Wiener SPÖ ruht sich auf längst vergangenen Lorbeeren aus und sieht untätig dabei zu, wie Wien auf eine Wohnungsknappheit zusteuert“, kritisiert Georg Prack, Klubobmann Grüne Wien anlässlich des alarmierenden Neubauberichts, der belegt, wovor die Grünen seit langer Zeit warnen. „Entscheidend ist die Zahl der neuen Wohnungen, die leistbar sind – und diese ist seit Jahren viel zu niedrig“, so Prack.
FATALE ZWECKENTFREMDUNG DER WOHNBAUFÖRDERBEITRÄGE
Die Zweckentfremdung der erhöhten Wohnbauförderbeiträge tut ihr Übriges dazu: „Die Stadtregierung sollte die Mittel der Wohnbauförderung für gemeinnützigen und kommunalen Wohnbau verwenden, statt die erhöhten Beiträge zum Stopfen rot-pinker Budgetlöcher zu verwenden“, so Prack. „Wien galt jahrzehntelang als Hochburg des leistbaren Wohnens. Dieses Erbe des Roten Wien hat die Wiener SPÖ verspielt. Erstmals im 21. Jahrhundert droht Wien eine Wohnungsknappheit mit fatalen Folgen, denn nichts ist gefährlicher für die Leistbarkeit des Wohnens als ein Wohnungsmangel“, so Prack.
ROTE BLOCKADE GEGEN LEERSTANDSABGABE
Dass sich die SPÖ in dieser Schieflage weiterhin gegen eine Leerstandsabgabe wehrt, stößt bei den Grünen auf Unverständnis – denn diese könnte auch rasch Abhilfe schaffen, während neue Wohnungen erst gebaut werden müssen. „Die SPÖ weigert sich, eine Leerstandsabgabe einzuführen, sieht der Verteuerung der Wohnkosten lediglich staunend zu und lässt Immo-Haie weiterhin gewähren. Das ist Gift für den Wiener Wohnungsmarkt“, so Prack. Der Bedarf von mindestens 50.000 zusätzlichen Wohnungen bis 2030 könnte teilweise durch die Mobilisierung von ungenutzten oder zweckentfremdeten Wohnungen gedeckt werden. Schätzungen der Statistik Austria gehen davon aus, dass in 80.000 bis 100.000 Wohnungen niemand wohnt. „Eine Leerstandsabgabe würde dazu beitragen, diesen ungenützten oder zweckentfremdeten Wohnraum den Menschen zurückzugeben – anstatt ihn zum Spielball einzelner Immobilien-Spekulant:innen zu machen“, so Prack abschließend.
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