
WKÖ zum Doppelbudget: Lohnnebenkostensenkung bringt Betrieben spürbare Entlastung
Wichtige Impulse für Wirtschaftsstandort – Absage an Erbschaft- und Vermögensteuern – Weitere Strukturreformen bleiben entscheidend für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit
„Wir begrüßen, dass ein weiteres Doppelbudget zustande gekommen ist“, kommentiert WKÖ-Präsidentin Martha Schultz das heute vorgelegte Budget für die Jahre 2027 und 2028. „Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Lage ist es positiv, dass die Bundesregierung den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fortsetzt und gleichzeitig wichtige Impulse für den Wirtschaftsstandort setzt. Mit der Lohnnebenkostensenkung wird eine langjährige Forderung der Wirtschaft umgesetzt, die den Betrieben spürbare Entlastung bringt. Das Budget schafft Planungssicherheit für Unternehmen und ihre Investitionsentscheidungen. Zudem hat die Regierung der Idee einer Einführung von Erbschaft- und Vermögensteuern neuerlich eine klare Absage erteilt. Diese Steuern gefährden Betriebe, Jobs und Wohlstand. Sie sind wirtschaftsfeindlich und kontraproduktiv.“
WETTBEWERBSFÄHIGKEIT NACHHALTIG STÄRKEN
WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger sieht im Budget wichtige Schritte, betont aber auch die Notwendigkeit weiterer Reformen: „Die Sanierung der Staatsfinanzen bleibt eine langfristige Aufgabe. Dafür braucht es neben der Budgetkonsolidierung vor allem Maßnahmen, die Wachstum ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken. Österreichs Unternehmen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und gezielte Entlastungen, um investieren und Arbeitsplätze schaffen zu können.“
Positiv hervorzuheben seien die Entlastungsschritte für Betriebe sowie Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Gleichzeitig werde es in den kommenden Jahren darauf ankommen, die öffentlichen Strukturen weiter zu modernisieren und die Effizienz des Mitteleinsatzes konsequent zu erhöhen.
WACHSTUM BLEIBT SCHLÜSSEL FÜR ERFOLGREICHE BUDGETSANIERUNG
Aus Sicht der WKÖ wird die nachhaltige Sanierung der Staatsfinanzen nur gelingen, wenn die Wirtschaft wieder stärker wächst. „Eine erfolgreiche Budgetpolitik braucht eine ausgewogene Balance zwischen Konsolidierung, Investitionen und Entlastung. Wachstum schafft Arbeitsplätze, sichert Wohlstand und stärkt letztlich auch die öffentlichen Finanzen“, so Danninger.
Auch die angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für energieintensive Betriebe werden von der WKÖ positiv bewertet. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des Produktionsstandorts Österreich und stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen.
„Das Doppelbudget enthält wichtige Signale für den Wirtschaftsstandort. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen: mit mehr Wachstum, mehr Investitionen und weiteren Reformen, die Österreich langfristig wettbewerbsfähig machen. Denn starke Unternehmen sind die Grundlage für Beschäftigung, Wohlstand und solide Staatsfinanzen“, so Schultz und Danninger abschließend. (PWK279/PAT)
Valentin Petritsch, MSC
Wirtschaftskammer Österreich
Sprecher der Präsidentin
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