
KV-Verhandlungen Gastro/Hotellerie: Arbeitgeber fordern Ende des Taktierens der Gewerkschaft am Rücken der Mitarbeiter:innen und Betriebe
Fachverbände übernehmen Verantwortung, halten Letztangebot aufrecht und appellieren an Gewerkschaft
Die Arbeitgeberseite zeigt sich im Zuge der KV-Verhandlungen für Gastronomie und Hotellerie über die jüngste Reaktion der Gewerkschaft enttäuscht. Anstatt auf das vorliegende und faire Letztangebot einzugehen, wurde erneut mit Gegenforderungen, die für die Betriebe der Branche nicht tragbar sind, reagiert.
Die Fachverbände Hotellerie und Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bekennen sich weiterhin zu ihrer Verantwortung gegenüber den rund 220.000 Mitarbeiter:innen der Branche. Vor diesem Hintergrund wird das bereits vorgelegte Letztangebot unverändert aufrechterhalten.
„Wir haben ein ausgewogenes und verantwortungsvolles Angebot auf den Tisch gelegt, das sowohl die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch soziale Aspekte berücksichtigt. Mit einer Erhöhung von 3,4 Prozent in der untersten Lohngruppe kommen wir der Forderung der Gewerkschaft bis auf 0,1 Prozentpunkte nach, gleichzeitig sieht unser Angebot eine durchschnittliche Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter um 3 Prozent vor. Nun liegt es an der Gewerkschaft, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dieses Angebot im Interesse der rund 220.000 Beschäftigten und der Betriebe anzunehmen, anstatt einer ganzen Branche und ihren Mitarbeiter:innen wegen einer Differenz von lediglich 0,1 Prozentpunkten eine faire und rasche Lohnerhöhung zu verwehren“, halten die WKÖ-Obmänner der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, Alois Rainer und Georg Imlauer, fest.
Die Arbeitgeberseite wird ihre Mitgliedsbetriebe über das aufrechte Letztangebot informieren. Sollte die Gewerkschaft dieses weiterhin ablehnen, werden die Betriebe selbst entscheiden können, ob sie die im Letztangebot vorgesehenen Erhöhungen für ihre Mitarbeiter:innen freiwillig umsetzen.
Damit liegt es in der Hand der Gewerkschaft, ob ein flächendeckender Kollektivvertragsabschluss zustande kommt oder die Arbeitgeberseite alleine Verantwortung übernimmt. (PWK287/ES)
Digital Media & Communication
Pressestelle
Wirtschaftskammer Österreich
T 0590 900 – 4462
dmc_pr@wko.at
https://www.wko.at/oe/news/start
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender