FPÖ-Guggenbichler: Schloss Hernstein entwickelt sich zum Millionengrab der Wirtschaftskammer Wien – Ruck ist rücktrittsreif

Schluss mit der Finanzierung von persönlichem Luxus aus Kammergeldern angesichts tausender Firmenpleiten in Wien

„Die jüngsten Enthüllungen über die finanzielle Situation von Schloss Hernstein zeigen einmal mehr den sorglosen und verschwenderischen Umgang der Wirtschaftskammer Wien mit den Geldern ihrer Zwangsmitglieder. Während in Wien täglich rund vier Betriebe in die Insolvenz rutschen und die Wirtschaftskammer bei insgesamt rund 1.400 bis 1.500 Firmenpleiten pro Jahr kaum wirksame Unterstützung leistet, versenkt die Kammerführung unter Präsident Walter Ruck Millionenbeträge in ein Millionengrab“, kritisiert Wiens FPÖ-Wirtschaftssprecher LAbg. Udo Guggenbichler.

Alleine in den Jahren 2023 und 2024 verbucht die Schloss Hernstein Hotelbetriebs GmbH ein negatives Betriebsergebnis von mehr als vier Millionen Euro. Die aufgelaufenen Verluste liegen bei rund 8,2 Millionen Euro. Finanziert werden diese Verluste ebenso wie die millionenschweren Investitionen aus den Rücklagen der Wirtschaftskammer Wien und damit aus den Kammerumlagen der Wiener Unternehmer.

„Der Mindestanspruch an eine Interessenvertretung ist ein wirtschaftlicher, sparsamer und effizienter Umgang mit den Beiträgen ihrer Mitglieder. Präsident Ruck und sein Team liefern das Gegenteil. Während Betriebe reihenweise in die Pleite rutschen, bleibt die Wirtschaftskammer bei Prestigeprojekten, Luxussanierungen und fragwürdigen Investitionen untätig gegenüber der realen Wirtschaftskrise“, so Guggenbichler.

Besonders befremdlich sind die Details rund um das für Ruck adaptierte Büro im denkmalgeschützten Pförtnerhaus sowie die geplante Schlossküche um 2,1 Millionen Euro. Die FPÖ fordert vollständige Transparenz über sämtliche Investitionen, Zuschüsse und Verlustabdeckungen sowie eine lückenlose Offenlegung aller Entscheidungsgrundlagen.

„Wenn Präsident Ruck nicht in der Lage ist, verantwortungsvoll mit den Geldern der Wiener Unternehmer umzugehen und stattdessen weiterhin Millionen für persönlichen Luxus ausgibt, dann ist er rücktrittsreif. Ruck ist Mitglied der Wiener ÖVP-Führung – damit trägt auch die Wiener ÖVP politische Mitverantwortung und kann nicht länger tatenlos zusehen, wenn sie nicht weiter an Glaubwürdigkeit verlieren will. Die Unternehmer brauchen eine Kammer, die sie unterstützt – und keinen Schlossherrn, der ihre Beiträge versenkt“, so Guggenbichler abschließend.

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