
WKÖ-Danninger: Erfreut über hohes Tempo bei Umsetzung der Industriestrategie
Bereits über ein Drittel der Maßnahmen umgesetzt oder in Umsetzung – dieser Weg muss konsequent fortgeführt werden
„Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung zügig an der Umsetzung der Industriestrategie 2035 arbeitet. Mehr als 35 Prozent der 117 Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Umsetzung. In diesem Tempo muss es weitergehen“, sagt Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der ersten Zwischenbilanz der Regierung auf dem Weg zur Verwirklichung der Industriestrategie 2035.
ZWTL.: KLARER FOKUS AUF INNOVATION UND ERHÖHUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
Als zentraler Bestandteil der Industriestrategie angelegt, wurde mit dem im Frühjahr beschlossenen FTI-Pakt die finanzielle Basis der Schlüsseltechnologieoffensive gesichert. Weitere zentrale Umsetzungspunkte aus Sicht der Wirtschaft sind die geplante Lohnnebenkostensenkung ab dem Jahr 2028 sowie entscheidende Schritte zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im Energiebereich. In der zweiten Jahreshälfte sollen Industriestrompreis und Standortabsicherungsgesetz umgesetzt werden. Zudem wurde mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) die Grundlage für schnellere Genehmigungen von Energieprojekten auf den Weg gebracht.
Danninger: „Es ist entscheidend, dass die gesetzten Maßnahmen tatsächlich in den Betrieben ankommen und dort zu besserer Planbarkeit beitragen. So wird auch die Basis für wachstumsnotwendige Investitionen geschaffen.“
ZWTL.: TASK FORCE UNTER EINBINDUNG DER SOZIALPARTNER
Angesichts der geopolitischen und technologischen Veränderungen muss die Resilienz erhöht und bei Bedarf auf neue Gegebenheiten und Rahmenbedingungen reagiert werden. Gerade das ist bei der langfristigen Ausrichtung der Industriestrategie essenziell. Der Task Force Industrie kann hier unter Einbindung der Sozialpartner eine entscheidende Rolle zukommen, indem sie das Monitoring und die Evaluierung der Strategie begleitet.
Gerade für Österreich als kleine Volkswirtschaft sei es zudem unerlässlich, Industriepolitik europäisch zu koordinieren, um das internationale Gewicht des EU-Binnenmarktes optimal nutzen zu können.
„Die langfristige Absicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts ist eine gemeinsame Kraftanstrengung und muss konsequent fortgeführt werden. Tempo ist dabei gerade im internationalen Wettbewerb entscheidend“, so der WKÖ-Generalsekretär abschließend. (PWK299/PAT)
Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
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