
Lopatka zu Montenegro: Bedeutende Fortschritte in Richtung EU
Europaparlament verabschiedet Fortschrittsbericht – Montenegro hat beste Chancen auf baldigen EU-Beitritt
Die Europaabgeordneten haben heute im Plenum den Fortschrittsbericht für Montenegro angenommen. „Wir bestätigen, dass Montenegro von allen Kandidatenländern die besten Chancen auf einen baldigen EU-Beitritt hat. Noch vor der nächsten EU-Wahl im Frühjahr 2029 kann Montenegro der 28. Mitgliedstaat werden“, sagt Reinhold Lopatka, Chefverhandler der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament für die Beitrittsgespräche mit Montenegro. “Die Regierung in Podgorica arbeitet glaubwürdig und konzentriert auf den EU-Beitritt hin. Zuletzt gab es bedeutende Fortschritte in fast allen Verhandlungsbereichen.”
„Die montenegrinischen Verhandler haben den ehrgeizigen Plan, noch heuer alle Verhandlungskapitel abzuschließen. Das kommende EU-Vorsitzland Irland hat ebendieses Ziel in seinem Programm für die kommenden sechs Monate verankert. Wir stehen bereit, gemeinsam mit unseren Partnern in Montenegro die verbliebenen Hürden zu überwinden. Herausforderungen bleiben etwa die Sicherstellung einer unabhängigen Justiz und der Medienfreiheit, der effektive Kampf gegen die Korruption und die Reform des Wahlrechts“, skizziert Lopatka.
„In keinem anderen Kandidatenland sind die Voraussetzungen für den EU-Beitritt besser. Um die 75 Prozent der Montenegriner unterstützen den Weg in die EU. Montenegro nutzt den Euro seit 2002 als De-facto-Währung, nimmt am gemeinsamen Europäischen Zahlungsraum SEPA teil und ist seit 2017 ein zuverlässiger Partner in der NATO. Demnächst beginnen wir die Verhandlungen darüber, dass Montenegriner in der EU keine Roamingaufschläge mehr zahlen müssen, wenn sie nach Hause telefonieren“, erklärt Lopatka.
„An zweiter Stelle kommt Albanien, das seine Beitrittsverhandlungen unter Aufbietung aller Kräfte möglicherweise Ende 2027 abschließen kann. Das ermöglichte im Idealfall einen Beitritt bis 2030“, sagt Lopatka. „Der baldige EU-Beitritt Montenegros und vielleicht auch Albaniens mehr als 13 Jahre nach dem Beitritt Kroatiens wäre ein wichtiges Signal an unsere Partnerländer am Westbalkan. Die EU-Erweiterung ist in unserem Interesse – aus wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Sicht und zur Verankerung unsere europäischen Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.“ (Schluss)
EVP-Pressedienst
Wolfgang Tucek
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