Sportministerium beendet Förderstopp für ÖTTV – Arbeiten an österreichweitem Safe Sport Kodex starten

Das Sportministerium hebt mit sofortiger Wirkung den Förderstopp für den Österreichischen Tischtennisverband (ÖTTV) auf. Vorausgegangen waren umfassende Reformschritte des Verbandes zur Stärkung von Integrität und Prävention. Dazu zählen unter anderem die Einrichtung unabhängiger Vertrauenspersonen, die Schaffung eines Disziplinarausschusses sowie die Aufarbeitung der bekannt gewordenen Vorfälle.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt begrüßt die gesetzten Maßnahmen des Verbandes: „Die Entscheidung über den Förderstopp habe ich nicht leichtfertig getroffen. Denn der Sport braucht öffentliche Förderungen, damit trainiert und gespielt werden kann. Gleichzeitig tragen wir als Sportministerium Verantwortung dafür, dass Sportlerinnen und Sportler in einem sicheren Umfeld trainieren und Wettkämpfe bestreiten können“, so Schmidt. Der ÖTTV habe wichtige Schritte gesetzt und gezeigt, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

AUSARBEITUNG DES SAFE SPORT KODEX BEGINNT

Am heutigen Montag hat die Ausarbeitung eines österreichischen Safe Sport Kodex mit einem Arbeitstreffen im Haus des Sports begonnen. Der Kodex wird gemeinsam mit Sport Austria als Interessenvertretung des organisierten Sports sowie der Expert:innenorganisation 100% Sport ausgearbeitet und wird noch heuer vorliegen.

Die Stärkung von Integrität und Schutzstrukturen im Sport zählt zu den zentralen Anliegen des Sportministeriums. Alle Menschen, die Sport treiben, sollen dies in einem sicheren Umfeld tun können. In den vergangenen Monaten hat das Sportministerium dazu einen umfassenden Analyse- und Austauschprozess gestartet. Sport-Staatssekretärin Schmidt führte dabei insbesondere auch bilaterale Gespräche mit den Sportministerin der Schweiz und Finnlands. Beide Länder gelten europaweit als Vorreiter im Bereich Safe Sport und Integritätsschutz.

Sport-Staatssekretärin Schmidt: „Integrität im Sport ist kein Nebenthema, sondern eine Grundvoraussetzung. Ziel des Kodex ist es, gemeinsame Standards für Prävention, Meldestrukturen, Aufarbeitung und Schutzmaßnahmen im österreichischen Sport zu definieren. Wer Sport treibt, muss darauf vertrauen können, respektvoll behandelt und wirksam geschützt zu werden. Mit dem Safe Sport Kodex schaffen wir eine gemeinsame Grundlage für den gesamten österreichischen Sport.“

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