
Zielsteuerung Gesundheit Wien: Umsetzungsplan RSG Wien 2030 und weitere Schwerpunkte beschlossen
_In der heutigen Sitzung der Wiener Zielsteuerungskommission haben das Land Wien und die Sozialversicherungsträger (ÖGK, SVS, BVAEB) gemeinsam mehrere Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung beschlossen. Im Zentrum steht der Umsetzungsplan des RSG Wien 2030. Darüber hinaus wurden_ _festgelegt, das_ _FEM Med – Info-Point und Drehscheibe für Frauengesundheit fortzuführen und gemeinsam zu finanzieren. Die Evaluierungsergebnisse des Pilotprojekts Diabeteszentrum Wienerberg wurden vorgestellt. _
RSG WIEN 2030 – UMSETZUNGSPLAN
Das Land Wien und die Wiener Sozialversicherungsträger haben sich gemeinsam auf einen konkreten Fahrplan für die Umsetzung des Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) Wien 2030 geeinigt.
Bis 2028 werden 42 weitere Primärversorgungseinheiten (PVE) ausgeschrieben, sodass die wohnortnahe, allgemeinmedizinische Versorgung der Wiener Bevölkerung in allen Bezirken sichergestellt ist. Ergänzend zu den bereits bestehenden 11 Einrichtungen für Kinder- und Jugendgesundheit sind im 3., 20., und 21. Bezirk weitere entsprechende Zentren vorgesehen. Zudem werden in den kommenden Jahren jährlich zwei Frauengesundheits-Zentren ausgeschrieben. Insgesamt sind bis 2030 somit 9 Einheiten vorgesehen. Auch die inklusive zahn- und kieferchirurgische Versorgung wird ausgebaut. In der Spezialversorgung sind u.a. ein Schilddrüsenzentrum und ein Zentrum für die Schrittmacherversorgung in Planung. Ergänzend wird das telemedizinische Service über die Rufnummer 1450 weiter ausgebaut.
FEM MED – INFO-POINT UND DREHSCHEIBE FÜR FRAUENGESUNDHEIT BLEIBT ERHALTEN
Das FEM Med ist seit Herbst 2023 als niederschwellige Drehscheibe für Frauengesundheit in Betrieb. Die Finanzierung wurde nun bis Ende 2028 verlängert. Das multiprofessionelle Team berät in zahlreichen Sprachen zu Diagnosen, Befunden, Medikamenten und unterstützt bei der Orientierung im Gesundheitssystem. Seit der Eröffnung fanden mehr als 12.500 Beratungen statt, 97 % der befragten Klient*innen gaben an, sehr zufrieden zu sein, und für zwei Drittel ist das FEM Med die erste Anlaufstelle statt einer Ordination oder einem Spital. Ab Mitte 2026 werden Präventions- und Vorsorgeangebote als Schwerpunkt gesetzt. Vorsorgeuntersuchungen und Impfaktionen werden regelmäßig in Kooperation mit den mobilen Gesundheitsdiensten der Stadt Wien (MA 15) durchgeführt. Diese Angebote stoßen im FEM Med bereits jetzt auf hohe Nachfrage. Zusätzlich wird die Aktivierung zur Teilnahme an Screening-Programmen (Brustkrebs, Darmkrebs) ausgebaut.
DIABETESZENTRUM WIENERBERG: EVALUIERUNGSERGEBNISSE
Das Diabeteszentrum Wienerberg (DZW) wurde 2023 als österreichweit erstes Pilotprojekt zur multiprofessionellen und patient*innenzentrierten Versorgung von Menschen mit Diabetes eröffnet.
Nun wurde das Zentrum umfassend evaluiert. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, ob das DZW mit seinen innovativen Versorgungsansätzen tatsächlich zur Verbesserung der Qualität der Betreuung und des gesundheitlichen Outcomes beiträgt.
Insgesamt zeigt die Evaluation, dass das Diabeteszentrum in kurzer Zeit zu einer zentralen Einrichtung der regionalen Diabetesversorgung geworden ist. Es erreicht wichtige Zielgruppen, fördert ihre Gesundheitskompetenz und schafft durch seinen multidisziplinären Ansatz einen qualitativ hochwertigen und patient*innenorientierten Versorgungsrahmen. Die Verbesserungen zentraler klinischer Parameter, wie HbA1c, Gesamtcholesterin, Triglyceride, BMI, Blutdruck bestätigen die Erfolge im Krankheitsmanagements der Patient*innen.
Patient*innen schätzen die multiprofessionelle Zusammensetzung des Teams, den wertschätzenden Kommunikationsstil sowie die ausreichend bemessene Gesprächszeit.
Das Angebot der Diabetesversorgung wird erweitert – in den kommenden zwei Jahren sollen zwei weitere Diabeteszentren eröffnen.
Diese und weitere Vorhaben der Wiener Zielsteuerung befinden sich auf folgender Website: https://zielsteuerung-gesundheit.wien/
Öffentlichkeitsarbeiterin Magistratsabteilung 24
Hannah Smole, BA MA
Telefon: +43 1 4000 84216
E-Mail: hannah.smole@wien.gv.at
Österreichische Gesundheitskasse
Mag. Sabine Mlcoch
Pressesprecherin
E-Mail: presse@oegk.at
Website: https://www.oegk.at
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