Extreme Hitze: Sportministerium empfiehlt Vorsicht bei Bewegung im Freien

5 Tipps für Sport bei Hitze

Angesichts der aktuellen Hitzewelle rät das Sportministerium zu besonderer Vorsicht bei Sport im Freien. Hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit können den Körper stark belasten. Besonders bei intensiver Bewegung produziert der Körper zusätzliche Wärme, die durch Schwitzen wieder abgegeben werden muss. Ist diese Wärmeabgabe nicht ausreichend möglich, steigt die Belastung für Herz und Kreislauf deutlich.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt: „Bewegung und Sport sind wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Sport soll guttun, gerade bei großer Hitze müssen wir aber besonders umsichtig sein. Wer sich bewegt, sollte auf den eigenen Körper hören, ausreichend trinken und die heißesten Stunden des Tages meiden.“

Prof. Jürgen Scharhag, Leiter des Österreichischen Instituts für Sportmedizin, weist darauf hin, dass extreme Hitze nicht unterschätzt werden darf. Warnzeichen wie starker Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder Kältegefühl trotz Hitze können Anzeichen dafür sein, dass die Hitzetoleranz des Körpers überschritten wird. In solchen Fällen sollte die Belastung sofort beendet und der Körper gekühlt werden.

FÜNF TIPPS FÜR SPORT UND BEWEGUNG BEI HITZE

1) KÜHLE TAGESZEITEN NUTZEN

Sport im Freien sollte möglichst in die frühen Morgenstunden oder in den späten Abend verlegt werden. Besonders geeignet sind Zeiten vor 8 Uhr oder nach 20 Uhr, wenn die Temperaturen niedriger sind. In der Mittagshitze und bei direkter Sonneneinstrahlung sollte intensive Bewegung vermieden werden.

2.) AUSREICHEND TRINKEN

Bei Hitze verliert der Körper durch Schwitzen besonders viel Flüssigkeit. Deshalb sind regelmäßige Trinkpausen wichtig, auch wenn noch kein starkes Durstgefühl besteht. Geeignet sind etwa Mineralwasser, isotonische Getränke oder verdünnte Säfte.

3.) INTENSITÄT REDUZIEREN

An sehr heißen Tagen sollte das Training bewusst angepasst werden. Das bedeutet: langsamer laufen, kürzer trainieren, mehr Pausen machen und keine Höchstleistungen erzwingen. Wer sich müde, benommen oder ungewöhnlich erschöpft fühlt, sollte die Einheit abbrechen.

4.) FÜR KÜHLUNG SORGEN

Schatten, Fahrtwind, kühles Wasser oder klimatisierte Räume helfen dem Körper, Wärme besser abzugeben. Auch das Befeuchten von Kleidung, Kopf oder Nacken kann entlasten. Bei Pausen können nasse Handtücher, Schwämme oder Kühlpacks unterstützend wirken, wobei Eis nicht zu lange direkt auf der Haut angewendet werden sollte.

5.) DIE RICHTIGE KLEIDUNG UND SONNENSCHUTZ VERWENDEN

Helle, atmungsaktive und UV-schützende Funktionskleidung ist bei Hitze besser geeignet als Baumwollkleidung. Zusätzlich sollte auf Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor geachtet werden. Empfohlen wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30.

Das Sportministerium appelliert an alle Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Veranstalter, angesichts der extremen Hitze verantwortungsvoll zu handeln. Besondere Vorsicht ist auch beim Baden und Schwimmen angesagt. Trainingseinheiten und Wettkämpfe sollten bei Bedarf angepasst, verschoben oder in kühlere Räume verlegt werden. „Sicherer Sport heißt auch Anpassung an die Wetterverhältnisse. Und wichtiger als das Training heute ist langfristige Konstitution. Die Gesundheit muss immer Vorrang haben“, so Sport-Staatssekretärin Schmidt.

Dominik Gries

Pressesprecher der Staatssekretärin

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