
Food4Alps: für nachhaltige, gesunde und klimafitte Ernährung im Alpenraum
Stadt Wien – Umweltschutz koordiniert das neue Projekt im Rahmen des Interreg-Programms Alpenraum
„Wien wird zu einem wichtigen Drehpunkt für nachhaltige, gesunde und klimafitte Ernährung im Alpenraum“, freut sich Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Denn das transnationale Projekt Food4Alps unter der Leitung der Stadt Wien-Umweltschutz wurde für eine EU-Förderung im Rahmen des Interreg-Programms Alpenraum bewilligt. Ziel des Projekts ist die Unterstützung des Wandels hin zu nachhaltigeren, ressourcenschonenderen und gesundheitsfördernden Ernährungssystemen im gesamten Alpenraum.
GRENZÜBERSCHREITENDES PROGRAMM STARTET AM 1. JULI
Das Programm startet bereits am 1. Juli 2026 und läuft bis zum 30. Juni 2029. Food4Alps vereint zwölf Projektpartner*innen aus sechs Alpenländern: Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und die Schweiz. Ergänzt werden diese Partnerschaften durch ein breites Netzwerk von Beobachtern – wie zum Beispiel in Wien der Fonds Soziales Wien und der Fonds Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser – Häuser zum Leben.
Ein wichtiges Motiv für die Projektinitiative war: Das alpine Ernährungssystem ist zunehmend von einer Reihe großer Herausforderungen betroffen. Sei es der Klimawandel und Extremwetter-Ereignisse, die Lebensmittelverschwendung, globalisierte Lieferketten, geschwächte regionale Wertschöpfungsketten zu einem wachsenden Bewusstsein für gesundheitliche oder auch ethische Aspekte der Ernährung.
BESTE VORAUSSETZUNGEN FÜR NACHHALTIGEN WANDEL
Gleichzeitig bietet die Alpenregion hervorragende Ausgangsbedingungen für einen umfassend nachhaltigen Wandel. Dazu gehören eine qualitativ hochwertige regionale Lebensmittelproduktion, vielfältige Esskulturen, etablierte Nachhaltigkeitsinitiativen, innovative Strukturen der öffentlichen Verwaltung und langjährige Erfahrung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Vor diesem Hintergrund wird Food4Alps integrierte Ansätze zur Stärkung nachhaltiger und ressourceneffizienter Ernährungssysteme entwickeln und erproben.
Das Projekt konzentriert sich auf eine Kombination aus praktischen und systemischen Interventionen, die auf die Alpenregion zugeschnitten sind. Dazu gehören die Reduzierung von Lebensmittelabfällen in institutionellen Verpflegungseinrichtungen, die Stärkung nachhaltiger öffentlicher Beschaffungspraktiken sowie eine verbesserte Zusammenarbeit und ein verbesserter Marktdialog zwischen Erzeugern und öffentlichen Abnehmern, um Angebot und Nachfrage nach regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln besser aufeinander abzustimmen.
„Damit leistet das Projekt zugleich einen konkreten Beitrag zur Wiener Kreislaufwirtschaftsstrategie Zirkuläres Wien“, erläutert Klimastadtrat Czernohorszky. Insbesondere in den Bereichen nachhaltige öffentliche Beschaffung, ressourcenschonende Ernährungssysteme, Lebensmittelabfallvermeidung sowie Wissens- und Innovationsaufbau.
UMWELTFOLGEN SICHTBAR MACHEN
Darüber hinaus fördert Food4Alps die Anwendung und Weiterentwicklung von Instrumenten zur Quantifizierung von Umweltauswirkungen, um die Folgen von Lebensmittelentscheidungen für Entscheidungsträger und Gastronomiebetriebe sichtbarer und handlungsrelevanter zu machen. Diese Instrumente unterstützen Einrichtungen dabei, den ökologischen Fußabdruck ihrer Speisepläne und Beschaffungsentscheidungen besser zu verstehen und zu reduzieren sowie fundiertere Planungsprozesse zu ermöglichen.
Das Projekt bringt öffentliche Stellen, institutionelle Lebensmittelanbieter, Produzenten, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen, um gemeinsam praktische Lösungen für einen systemischen Wandel zu entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt auf institutionellen Lebensmittelanbietern wie Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Diese Einrichtungen erreichen täglich große Teile der Bevölkerung und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Ernährungsgewohnheiten und der Förderung gesünderer und nachhaltigerer Lebensmittelentscheidungen.
NACHHALTIGE, WIDERSTANDSFÄHIGE ERNÄHRUNGSSYSTEME
Insgesamt verfolgt Food4Alps das Ziel, einen langfristigen Wandel hin zu nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Ernährungssystemen im Alpenraum zu unterstützen und so zu einer gesünderen Ernährung, geringeren Umweltauswirkungen und einer effizienteren Nutzung der Ressourcen im gesamten Ernährungssystem beizutragen.
ERGÄNZUNG UND ERWEITERUNG ZU SCHOOLFOOD4CHANGE
„Food4Alps ist eine wunderbare Ergänzung und Erweiterung des europäischen Kooperationsprojekt SchoolFood4Change, das auf lokaler Ebene ebenfalls von der Wiener Umweltschutzabteilung koordiniert worden ist“, erläutert Heinz Tizek, stellvertretender Leiter der Stadt Wien – Umweltschutz. Bei SchoolFood4Change sind in den vergangenen vier Jahren alle wichtigen Akteur*innen auf dem Gebiet der Schulverpflegung an einem Tisch versammelt worden: von Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften, Landwirt*innen, Köch*innen und Kantinenbeschäftigten bis hin zu Fachleuten für die nachhaltige Beschaffung von Lebensmitteln, Ernährungswissenschaftler*innen sowie lokalen Unternehmen.
SchoolFood4Change wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 koordiniert von ICLEI – Local Governments for Sustainability und der Stadt Wien – Umweltschutz geleitet.
FAKTEN ZUM PROJEKT FOOD4ALPS:
Projekttitel:
Food4Alps: Ein transformativer Ansatz für ressourceneffiziente Lebensmittelsysteme im Alpenraum mit institutionellen Lebensmittelanbietern als Treiber des Wandels
Förderprogramm:
Interreg Alpenraumprogramm 2021–2027
Laufzeit:
1. Juli 2026 – 30. Juni 2029
Partner:
· Stadt Wien –Umweltschutz (Leitender Partner, AT)
· EuroVienna EU-Beratung & -Management GmbH (AT)
· ZUKUNFT: ESSEN (AT)
· Stadt Freiburg im Breisgau (DE)
· Speiseräume – Büro für angewandte Lebensmittelpolitik gGmbH (DE)
· Stadt Lyon (FR)
· Stadt Mailand (IT)
· Magma srl Sozialunternehmen (IT)
· DEOS Ltd. Umfassende Altenpflege (SI)
· BSC, Business Support Centre, L.t.d., Kranj (SI)
· Industrie- und Handelskammer Sloweniens (SI)
· Zentrum für Entwicklung und Umwelt, Universität Bern (CH)
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81446
E-Mail: michaela.zlamal@wien.gv.at
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