
LR Rosenkranz: „EU vernichtet Existenzen und lässt tausende gesunde Sikahirsche töten“
Tierschutz-Landesrätin fordert sofortiges Aussetzen der Sika-Verordnung
„Wieder einmal zeigt sich, wie realitätsfern die Europäische Union agiert. In Brüssel werden pauschale Vorgaben für alle Mitgliedstaaten beschlossen, ohne Rücksicht auf bereits gut funktionierende regionale Lösungen und die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort“, kritisiert Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz die jüngste Verordnung und die Einstufung des Sikawilds als „invasive Art“.
„Tierschutz bedeutet, Leben zu schützen und dort, wo bewährte Lösungen funktionieren, auf Hausverstand statt auf unsinnige Vorgaben zu setzen. Obwohl das Sikawild in Österreich seit rund 150 Jahren heimisch ist und die Haltung bisher verantwortungsvoll und kontrolliert organisiert wurde, sollen nun tausende gesunde Tiere getötet und Familienbetriebe ruiniert werden. Das ist weder verantwortungsvolle Politik noch ernst gemeinter Tierschutz“, so Rosenkranz.
Bei uns in Österreich werden die Tiere in Gattern gehalten, eine Gefährdung heimischer Wildarten besteht somit nicht. Trotzdem zwingt die neue Brüsseler Verordnung die Halter dazu, ihre Bestände aufzulösen. Bereits ab August dieses Jahres müssen männliche und weibliche Tiere getrennt gehalten werden, um weiteren Nachwuchs zu verhindern. Bis Sommer 2027 sollen sie vollständig verschwunden sein.
„Wer Dinge über die Köpfe der Betroffenen hinweg beschließt, darf sich über die steigende Ablehnung nicht beschweren. Ständige Bevormundung und das Durchdrücken von Einheitslösungen führen zu einem massiven Glaubwürdigkeitsproblem. Die Menschen fühlen sich entmündigt“, so die Landesrätin.
„Wenn Brüssel seine Regelwut über funktionierende regionale Systeme, den Tierschutz und die Existenz von Familienbetrieben stellt, verliert die Europäische Union endgültig den Bezug zur Lebensrealität der Menschen. Österreich darf das nicht tatenlos hinnehmen“, fordert Rosenkranz Bundeslandwirtschaftsminister Totschnig auf, sich entschieden gegen diese EU-Vorgaben einzusetzen.
Christoph Bathelt
Pressereferent
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