
Dekarbonisierung messbar gemacht: Holcim Österreich aktualisiert EPDs für Zemente & Betonzusatzstoffe
Weiterer Meilenstein auf dem Weg zu Net-Zero: Holcim Österreich aktualisiert die Umweltproduktdeklarationen für das Bindemittel Portfolio und senkt den CO2-Fußabdruck seines Sortiments im Schnitt um über 17%.
_Mit der Aktualisierung der Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD) für das gesamte Produktportfolio machen sich bei Holcim Österreich die Leistungen der vergangenen Jahre bezahlt._
Der Bausektor befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Neben rein ökonomischen Faktoren und technischen Parametern bestimmen heute messbare CO₂-Bilanzen und die Lebenszyklus-Rentabilität den Erfolg von Bauprojekten. EPDs für Bauprodukte fungieren hierbei als ökologischer Ausweis: Sie erfassen präzise und unabhängig geprüft die Umweltwirkungen eines Baustoffs über den gesamten Lebenszyklus.
MESSBARER FORTSCHRITT: DEUTLICH GERINGERER CO₂-FUSSABDRUCK ÜBER DAS GESAMTE PORTFOLIO
Mit der Aktualisierung der Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für sämtliche Zementsorten und Betonzusatzstoffe (AHWZ) macht Holcim Österreich die Fortschritte der vergangenen Jahre erstmals transparent sichtbar. Gegenüber der ersten EPD-Generation aus dem Jahr 2023 konnte das durchschnittliche Globale Erwärmungspotential (Global Warming Potential, GWP) des gesamten Portfolios um mehr als 17 PROZENT reduziert werden. Besonders hervorzuheben sind die CEM II/C-ZEMENTE: Mit GWP-Werten von deutlich unter 300 KG CO₂ PRO TONNE ZEMENT setzen sie neue Maßstäbe am österreichischen Markt und unterschreiten die aktuell verfügbaren Vergleichswerte deutlich.
INNOVATION AUS DEN WERKEN MANNERSDORF UND RETZNEI
Diese Verbesserungen sind das Ergebnis konsequenter Investitionen in Produktions- und Prozesstechnologien an den Standorten Mannersdorf und Retznei. Wesentlicher Hebel ist die Kreislaufwirtschaft mit dem Fokus auf verstärkten Einsatz alternativer Rohmaterialien und Ersatzbrennstoffe sowie die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Allein im Jahr 2025 wurden mehr als 400.000 Tonnen Baurestmassen vor der Deponierung bewahrt und stattdessen in der Klinker- und Zementproduktion eingesetzt. Gleichzeitig sind diese Fortschritte Ausdruck des Engagements aller Holcim Mitarbeiter:innen, die den Wandel hin zu einer ressourcenschonenden und klimafreundlichen Baustoffproduktion täglich mitgestalten.
DIE BASIS FÜR CO₂-OPTIMIERTES BAUEN
CO₂-reduzierte Zemente bilden die Grundlage für CO2-optimiertes Bauen mit Beton. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den ECOPLANET-Zementen von Holcim. Sie reduzieren den CO₂-Fußabdruck gegenüber der Branchenreferenz um mindestens 30 PROZENT. Sämtliche Zemente der ECOPlanet-Reihe leisten zudem einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung. Damit schaffen sie die Grundlage für Bauprojekte, die ökologische und wirtschaftliche Anforderungen gleichermaßen erfüllen.
VORTEILE FÜR DIE GESAMTE WERTSCHÖPFUNGSKETTE: VOM ARCHITEKTEN BIS ZUR GEMEINDE
Die Verfügbarkeit spezifischer unabhängig verifizierter Produkt-EPDs schafft notwendige Transparenz und löst zentrale Herausforderungen der wichtigsten Stakeholder:innen im Bauwesen:
* HOLCIM KUND:INNEN profitieren als erste von der EPD Aktualisierung. Da unsere Bindemittel den CO₂-Fußabdruck der Herstellungsprozesse unserer Kund:innen maßgeblich beeinflussen, wandert unser Fortschritt direkt in Ihre Bilanz. Unsere neuen EPDs stehen ab sofort als Inputdaten für die Downstream-EPDs der Produkte unserer Kund:innen (wie Transportbeton oder Betonfertigteile) zur Verfügung. Auch wir speisen die neuen Daten direkt in unsere _On-Demand-EPD-Lösung_ der Holcim Beton ein.
* PLANER:INNEN UND ARCHITEKT:INNEN profitieren von sinkenden GWP-Werten für die verbauten Bauprodukte in den Ökobilanzen ihrer Projekte. Der Fortschritt wird dadurch direkt auf der Gebäudeebene (kg CO2-äq. /m²) sichtbar und unterstreicht das Potential CO2-reduzierten Bauens mit Beton. Gerade dort, wo bislang lediglich Industrie- oder internationale Durchschnittswerte verfügbar waren, schaffen die produktspezifischen Holcim EPDs die notwendige Datengrundlage für eine belastbare Gebäudeökobilanzierung. Somit kommt der Mehrwert CO₂-reduzierter Zemente zur Herstellung CO₂-reduzierter Betone schließlich im Gebäude an – transparent belegt.
* FÜR BAUHERREN UND INVESTOR:INNEN verbessern die EPDs den langfristigen Werterhalt der Immobilie (Total Cost of Ownership, TCO). In Zeiten, in denen Banken und Versicherungen Finanzierungskonditionen (Green Finance) und Risikoprämien an ESG-Kriterien und CO₂-Benchmarks knüpfen, de-riskieren die verifizierten Holcim-Daten das gesamte Investment indem sie die CO₂-Emissionen auf Gebäudeebene reduzieren und tragen zum Schutz vor sogenannten „Stranded Assets“ bei. Eine verbesserte Gebäude-Ökobilanz hilft darüber hinaus bei Gebäudezertifizierungssystemen wie DGNB/ÖGNI/SGNI, LEED oder BREEAM.
* DIE ÖFFENTLICHE HAND profitiert im Hinblick auf bestehende und zukünftige Regularien wie die neue EU-Gebäuderichtlinie (EPBD = Energy Performance of Buildings Directive). Die EPBD verschiebt den Fokus von der reinen Betriebsenergie (Dämmung, Heizung) hin zum gesamten Lebenszyklus-Treibhauspotenzial (WLC = Whole Life Carbon) eines Gebäudes. Unsere transparenten EPD-Daten auf Spitzenniveau entwickeln sich zum unverzichtbaren Optimierungs-Werkzeug und bilden die Grundlage für die Erarbeitung nationaler Benchmarks.
Holcim (Österreich) GmbH
Mag. (FH) Andrea Kaderschabek-Sledz
Head of Communications
Telefon: +43664801301217
E-Mail: andrea.kaderschabek@holcim.com
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