
Die Berufsrettung Wien verzeichnete in der aktuellen Hitzewelle die drei einsatzstärksten Tage ihrer 144-jährigen Geschichte
Nicht nur die Wiener*innen selbst sondern auch die Wiener Rettungsdienste waren in den vergangenen zwei Wochen außerordentlich gefordert. Bereits zu Beginn der Hitzewelle Mitte Juni stiegen die Einsätze an und das hohe Niveau blieb zwei Wochen lang unverändert. Seit Montag wurden sogar die drei einsatzstärksten Tage, die die Berufsrettung Wien jemals hatte, verzeichnet. Von Montagfrüh bis Donnerstagfrüh rückten die Rettungsteams insgesamt 3.975 Mal aus. Der Tagesrekord wurde von Montag auf Dienstag gebrochen – mit 1.398 Einsätzen. Zum Vergleich: Durchschnittlich verzeichnet die Berufsrettung Wien täglich 900 bis 1.000 Alarmierungen.
Das Einsatzaufkommen wurde über die Wiener Rettungsleitstelle – in der alle Notrufe unter 144 eingehen – disponiert. Dort gingen innerhalb dieser 72 Stunden 3.900 Notrufe ein. Das hohe Einsatzaufkommen konnte nur in der bewohnt guten Zusammenarbeit zwischen der Berufsrettung Wien und den privaten Rettungsorganisationen Johanniter, Malteser Hospitaldienst, Samariterbund, Sozialmedizinischer Dienst und Wiener Rotes Kreuz bewältigt werden. „Mein Dank gilt den Mitarbeiter*innen der Berufsrettung Wien sowie den Kolleg*innen der Rettungsorganisation für ihren Einsatz unter diesen extremen Bedingungen“, so Prof. Dr. Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien.
Zu den temperaturbedingten Einsätzen zählten vorwiegend Kreislaufprobleme, Kreislaufkollaps, Überhitzung sowie Herz-Kreislauf-Stillstände.
Gerade in solchen Ausnahmesituationen wie der derzeitigen Hitzewelle zeigt sich, wie wichtig eine funktionierende Notfallversorgung für die Bevölkerung ist. Die Rettungsteams sind täglich für die Wiener Bevölkerung da und können auch außerordentliche Belastungen über einen längeren Zeitraum bewältigen. Ein derart stabiles und verlässliches System in einer Millionenstadt benötigt auch finanzielle Ressourcen. Dies sollte die ÖGK auch in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen für 2026 berücksichtigen. Die ÖGK bietet weiterhin nur eine Abgeltung weit unter der Inflation an, was für die Rettungsdienste in der Bundeshauptstadt die Kostendeckung erschweren wird und es in Zukunft zu Leistungseinschränkungen kommen könnte.
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