Digitalisierung Wehrdienst: Bundesheer bringt Stellungsverfahren aufs Smartphone

Neues Service über bundesheeronline.at erleichtert Stellungspflichtigen den Zugang zum Wehrdienst

Am Donnerstag, dem 2. Juli, präsentierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gemeinsam mit Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung, in Klagenfurt das neue digitale Stellungsverfahren über „bundesheeronline.at“. Mit der neuen Anwendung können Stellungspflichtige künftig freiwillig wesentliche Schritte des Stellungsprozesses digital und ortsunabhängig abwickeln. Nach erfolgreicher Einführung in Kärnten soll das Service bis Oktober 2026 österreichweit ausgerollt werden.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Grundwehrdiener sind das Fundament unseres Bundesheeres. Ohne Grundwehrdiener gibt es keine Kadersoldaten und keine Miliz. Deshalb arbeiten wir seit Jahren – auch vor dem Hintergrund der angespannten sicherheitspolitischen Lage – daran, den Grundwehrdienst attraktiver zu gestalten. Mit der weiteren Digitalisierung setzen wir nun den nächsten Schritt und schaffen ein modernes, zeitgemäßes Angebot für die Stellungspflichtigen.“

Staatssekretär Alexander Pröll: „Die digitale Stellungsstraße zeigt, wie Verwaltung im Jahr 2026 funktionieren soll: einmal Daten eingeben, nicht mehrfach erfassen. Ladung, Infos und Bahngutschein kommen künftig direkt aufs Handy statt per Brief – das spart Zeit für die jungen Menschen und schafft bessere Datenqualität für das Bundesheer. Genau das ist der Anspruch des Digital Austria Act 2.0: Digitalisierung, die spürbar Alltag erleichtert.“

Mit der Digitalisierung des Stellungsverfahrens werden zahlreiche Abläufe vereinfacht. Ab dem Zeitpunkt der Zustellung des Infoschreibens für den digitalen Stellungsprozess können sich Stellungspflichtige in „bundesheeronline.at“ registrieren. Nach der erfolgreichen Registrierung erfolgt die weitere Kommunikation ausschließlich digital. Anträge, wie etwa zur Verschiebung des Stellungstermins oder auf Stellung in Absenz, können ebenfalls elektronisch eingebracht werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bereits vor dem Termin erforderliche Angaben zu Ausbildung, Stammdaten und Gesundheitsinformationen digital bereitzustellen. Weiters werden den Stellungspflichtigen bei freiwilliger Nutzung des Talentetools maßgeschneiderte und weiterführende Informationen über mögliche Einsatzfelder während ihres Grundwehrdienstes zur Verfügung gestellt. Das Tool ermöglicht es, Abläufe zu beschleunigen und die Bearbeitung für Stellungspflichtige sowie Verwaltung zu vereinfachen.

„bundesheeronline.at“ wurde 2023 als eGovernment-Service des Bundesheeres in Betrieb genommen und verzeichnet mittlerweile mehr als 90.000 registrierte Nutzer sowie mehrere Zehntausend digital abgewickelte Verfahren. Das Projekt „Digitalisierung Wehrdienst“ baut auf dieser Grundlage auf und verfolgt das Ziel, den gesamten Stellungsprozess schrittweise zu modernisieren. Zukünftig sollen weitere Funktionen wie die digitale Nachreichung von Dokumenten, die Bekanntgabe des Einberufungswunsches oder die digitale Bereitstellung von Ergebnisdaten umgesetzt werden.

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