
Donauinselfest: Gewerkschaft vida fordert Sicherheitsdienstleistungsgesetz vor nächster Festivalwelle
vida-Kopp: „Die Beschäftigten sorgen für die Sicherheit hunderttausender Menschen – sie verdienen endlich klare Standards, gute Ausbildung und faire Arbeitsbedingungen.“
Während am kommenden Wochenende beim Donauinselfest wieder täglich hunderttausende Besucher:innen erwartet werden, erinnert die Gewerkschaft vida daran, dass das seit Langem angekündigte Sicherheitsdienstleistungsgesetz noch immer auf sich warten lässt. Nach dem Auftakt des Festivalsommers folgen mit dem Electric Love und dem Frequency Festival bereits die nächsten Großveranstaltungen. Auch die Public Viewings der aktuellen Fußball-WM der Herren ziehen derzeit zahlreiche Menschen an.
„Wie lange will uns die Bundesregierung noch hinhalten? Wir alle wollen uns bei Großveranstaltungen auf deren Sicherheit verlassen können. Dafür braucht es endlich klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die Ausbildung, Qualitätsstandards und Verantwortlichkeiten verbindlich regeln“, fordert Gernot Kopp, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement.
Kopp erinnert daran, dass sich die Absage der Taylor-Swift-Konzerte in Wien bald zum zweiten Mal jährt. „Man sollte meinen, dass ein vereitelter Terroranschlag Grund genug wäre, das Sicherheitsdienstleistungsgesetz rasch auf den Weg zu bringen. Doch selbst der vor zwei Monaten angekündigte Gesetzesentwurf liegt bis heute nicht vor. Herr Karner, wie lange wollen Sie noch auf Zeit spielen?“, so der vida-Gewerkschafter.
SICHERHEIT BRAUCHT GUT AUSGEBILDETE BESCHÄFTIGTE
Für die Gewerkschaft vida geht es beim Sicherheitsdienstleistungsgesetz nicht nur um den Schutz von Veranstaltungsbesucher:innen, sondern auch um Schutz und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. „Unsere Kolleginnen und Kollegen tragen enorme Verantwortung. Sie müssen Konflikte entschärfen, Menschen schützen und in kritischen Situationen rasch die richtigen Entscheidungen treffen. Trotzdem fehlen bis heute einheitliche Ausbildungsstandards, verbindliche Qualitätsvorgaben und transparente Regeln bei der Auftragsvergabe“, kritisiert Kopp.
DIE GEWERKSCHAFT VIDA FORDERT DAHER:
* verbindliche Ausbildungsstandards mit mindestens 264 Lerneinheiten,
* regelmäßige verpflichtende Auffrischungsschulungen,
* einen einheitlichen Berufsausweis,
* eine zentrale behördliche Registrierung,
* qualitätsorientierte Vergaben statt Billigstbieterlogik sowie
* ein Verbot von Subunternehmerketten.
„Auf das Donauinselfest folgen bereits die nächsten Großveranstaltungen. Mit jedem Event ohne Sicherheitsdienstleistungsgesetz geht die Bundesregierung ein unnötiges Risiko ein. Die Zeit des Hinhaltens muss vorbei sein. Der Gesetzesentwurf muss jetzt vorgelegt und rasch beschlossen werden“, fordert Kopp abschließend.
Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Cornelia Groiss
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