Grüne Wien/Stark, Hetfleisch: Gefährliche Routenführung und mangelnde Barrierefreiheit beim S80-Schienenersatzverkehr in Hietzing

Die Grünen fordern eine sofortige Nachbesserung beim Schienenersatzverkehr für die S80 in Hietzing: „Die aktuelle Routenführung durch Wohngebiete ist unlogisch und führt an zentralen Kreuzungen zu gefährlichen Verkehrssituationen. Zudem ist es untragbar, dass die eingesetzten Busse nicht barrierefrei sind“, so Christopher Hetfleisch, Klubobmann der Grünen Hietzing.

„Positiv ist, dass es diesmal überhaupt einen Schienenersatzverkehr gibt und dieser während der Sperre im 15-Minuten-Takt fährt. Gleichzeitig zeigt dieser Fall aber einmal mehr, dass Öffi-Fahrgäste in Wien oft nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Ersatzverkehre müssen verlässlich, barrierefrei und gut geplant sein – und zwar bei jeder größeren Öffi-Sperre. Barrierefreiheit ist kein Extra, sondern Voraussetzung dafür, dass ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen, Menschen mit Gepäck oder Rollstuhl den öffentlichen Verkehr selbstverständlich nutzen können. Denn Menschen steigen nur dann gerne auf Bus und Bahn um, wenn auch die Alternativen funktionieren“, ergänzt Kilian Stark, Verkehrssprecher der Grünen Wien.

Besonders kritisch ist die Situation an der Kreuzung Mantlergasse/Auhofstraße: Durch die Änderung der Vorrangregelung (Verschiebung von Stopp-Tafeln) wurde ein Unfallrisiko geschaffen. Da die Verkehrsteilnehmer:innen seit Jahrzehnten die alte Regelung gewöhnt sind, werden die neuen Schilder oft übersehen. Die Folge sind nicht nur gefährliche Beinahe-Unfälle, sondern auch massive Staus in der Mantlergasse mit Auswirkungen auf den Hietzinger Kai sowie Stau in der Auhofstraße. Dass zudem Postbusse ohne Barrierefreiheit im Einsatz sind, widerspricht dem Grundsatz eines inklusiven öffentlichen Verkehrs.

„Der Schienenersatzverkehr geht bis 2027 – eine gute Planung wäre umso wichtiger gewesen. Die Bewohner:innen sind von der aktuellen Routenführung enttäuscht – nicht nur über die mangelnde Barrierefreiheit, sondern auch darüber, dass sie kaum informiert und in keiner Weise in die Planung eingebunden wurden. Es braucht hier schnellstmöglich Nachbesserungen, dazu zählt eine Route des Schienenersatzes stadteinwärts über den Hietzinger Kai und erst dann über die Mantlergasse zur Hietzinger Hauptstraße. Dadurch kann die Kreuzung Mantlergasse/Auhofstraße wieder wie davor erstellt und sicherer gemacht werden“, so Hetfleisch abschließend.

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