Lainzer Straße: umfassende Infrastrukturoffensive in Hietzing ab Sommer 2026 – Gleismodernisierung ab Frühjahr 2027

Synergien nutzen: Vorarbeiten von Wiener Wasser und Wiener Netze starten noch heuer – nach dem Gleisbau folgt die Oberflächengestaltung mit einem knapp 600 m langen Radweg

Die Stadt Wien und ihre Dienststellen investieren laufend in Wiens Infrastruktur, so auch in Hietzing. Im Rahmen der Modernisierungsoffensive „Netz erst recht!“ erneuern die Wiener Linien 2027 rund 2.700 Meter Straßenbahngleise in der Lainzer Straße. Um Synergien optimal zu nutzen, werden diese Arbeiten mit wichtigen Infrastrukturarbeiten von Wiener Wasser sowie Wiener Netze koordiniert und mit zukunftsfitten Oberflächengestaltungen verbunden. Erste Vorarbeiten an den Leitungen starten im August 2026. Im Zuge der Gleismodernisierungen 2027 wird die Oberfläche mit Begrünung und einem neuen Zwei-Richtungs-Radweg aufgewertet.

_„Mit der Neugestaltung der Lainzer Straße schaffen wir nicht nur eine moderne und zuverlässige Öffi-Infrastruktur auf rund 1,4 Kilometer, sondern schließen auch eine wichtige Lücke im Wiener Radwegenetz. Der neue, rund 600 Meter lange Zwei-Richtungs-Radweg sorgt künftig für eine sichere und komfortable Verbindung vom Zentrum Hietzings nach Lainz entlang der Lainzer Straße. Bisher gab es hier keinerlei Radinfrastruktur, Radfahrerinnen und Radfahrer mussten im Mischverkehr knapp neben den Gleisen auf der Hauptstraße mitfahren oder weite Umwege zurücklegen. Mit dem neuen Radweg schaffen wir eine neue durchgängige Verbindung vom Wiental bis nach Lainz. Gleichzeitig nutzen wir die Bauarbeiten, um den Straßenraum klimafit zu gestalten – mit neuen Bäumen, zusätzlichen Grünflächen und einem attraktiven Platzbereich in Alt Hietzing. So schaffen wir im Zuge der Modernisierung von wichtiger Infrastruktur einen weiteren Mehrwert für die Menschen im Bezirk“,_ so Öffi- und Planungsstadträtin Ulli Sima. Stadt und Bezirk werden die AnrainerInnen detailliert über die einzelnen Baumaßnahmen und Verkehrsführungen informieren, im Herbst folgen Infoabende im Bezirk.

Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl: _„Der Gleistausch in der Lainzer Straße ist eines der größten Infrastrukturprojekte in Hietzing seit Jahrzehnten. Die Lainzer Straße ist mit der Linie 60 eine der wichtigsten Verkehrsachsen im 13.Bezirk. Deshalb ist es notwendig, dass neben der Gleisanlage auch die in die Jahre gekommenen Versorgungsleitungen erneuert werden. Für mich steht dabei im Mittelpunkt, dass wir diese Investition in die Zukunft unseres Bezirks bestmöglich für die Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk nutzen. Das Projekt schafft moderne Infrastruktur, Investition in den öffentlichen Verkehr sowie sichere und zukunftsorientierte Straßenraumgestaltung für alle Generationen und besonders für Familien. Mir ist bewusst, dass die Bauarbeiten Einschränkungen mit sich bringen werden. Wir konnten erreichen, dass die Hauptbaustelle erst nach Fertigstellung der Arbeiten in der Maxingstraße beginnt und die Maßnahmen anschließend rasch sowie gebündelt umgesetzt werden, um die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Ich stehe für eine transparente Information, den engen Austausch mit den zuständigen Dienststellen und einer verlässlichen Begleitung der Bürgerinnen und Bürger vor und während der gesamten Bauzeit. Deshalb lade ich im Oktober zu zwei Bürgerinformationsabenden ins Amtshaus ein, bei denen sich Interessierte informieren und mit Expertinnen und Experten austauschen können.“_

Bezirksvorsteher-Stellvertreter Marcel Höckner ergänzt:_ “Mit dem Zwei-Richtungs-Radweg in der Lainzer Straße folgt jetzt das nächste wichtige Radinfrastrukturprojekt, nach der Fahrradstraße in der Auhofstraße. Damit schaffen wir den wichtigen Ausbau der klimafitten Mobilität und eine neue und sichere Radverbindung zwischen Alt Hietzing und Lainz. Gleichzeitig erhöhen wir mit der Erneuerung der Gleisanlagen den Fahrkomfort und die Zuverlässigkeit der Linie 60. Besonders freue ich mich auf den klimafitten Vorplatz für die beliebte Begegnungszone in der Altgasse. Hier werden versiegelte Flächen aufgebrochen, neue Bäume und Hochstammsträucher gepflanzt und die helle, wasserdurchlässige Pflasterung sorgt dafür, dass Regenwasser versickern kann. Das bringt mehr Aufenthaltsqualität für alle Anrainerinnen und Anrainer.”_

WIENER WASSER UND WIENER NETZE STARTEN VORARBEITEN NOCH HEUER

Für die Stadt haben abgestimmte Arbeiten und die Nutzung von Synergien bei der Modernisierung der Infrastruktur oberste Priorität. Ziel ist ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen und Einschränkungen sollen so gering wie möglich gehalten werden_. „Die Wiener Linien setzen bei ihrer Modernisierungsoffensive zunehmend auf _gebündelte und damit_ großflächige Sanierungen. So sind die Verbesserungen für die Fahrgäste deutlich spürbarer als bei mehreren punktuellen Maßnahmen und die Anrainerinnen und Anrainer haben nur einmal eine Baustelle vor der Tür. So halten wir das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt, fit für die nächsten Jahrzehnte“_, erläutert Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien. So werden im 13. Bezirk zuerst Wasserrohre erneuert und Einbauten der Wiener Netze verlegt, um anschließend die Gleise und den Gleisuntergrund zu erneuern und zum Schluss die Neugestaltung der Oberfläche umzusetzen.

Ab August 2026 werden in der Lainzer Straße zwischen Altgasse und Stadlergasse Wasserrohre erneuert, um die Versorgung mit bestem Trinkwasser nachhaltig zu sichern. Die Arbeiten durch die Stadt Wien – Wiener Wasser (MA31) erfolgen abschnittsweise auf einer Länge von insgesamt 1.100 Metern. Der Verkehr bleibt währenddessen in der Lainzer Straße in alle Fahrtrichtungen aufrecht. Die Arbeiten sind bis Mitte März 2027 abgeschlossen.

_„Die Arbeiten in der Lainzer Straße werden von einem umfassenden Verkehrskonzept begleitet, das sowohl den Individualverkehr als auch den öffentlichen Verkehr berücksichtigt. Bei neuen Verkehrsführungen braucht es erfahrungsgemäß eine kurze Eingewöhnungsphase, daher ersuchen wir alle Verkehrsteilnehmenden um etwas Geduld und erhöhte Aufmerksamkeit“,_ erläutert Christian Zant, Baustellenkoordinator der Stadt Wien.

Für die Dauer der Arbeiten von Wiener Wasser wird die Haltestelle „Gloriettegasse“ in Fahrtrichtung stadteinwärts temporär verlegt. In der Lainzer Straße 30 wird ein provisorischer Schutzweg errichtet, jener in der Lainzer Straße 53 wird vorübergehend aufgehoben. Auch die Umlegearbeiten der Strom- und Gasleitungen durch die Wiener Netze starten noch heuer. Die Arbeiten im Bereich Altgasse bis Gloriettegasse werden im Zeitraum November 2026 bis März 2027 durchgeführt. Anfang März starten dann die Gleisbauarbeiten der Wiener Linien.

NEOS Wien Klubobfrau Selma Arapović:_ „Große Infrastrukturprojekte bringen Herausforderungen mit sich. Entscheidend ist, wie man sie umsetzt. Genau deshalb koordinieren wir diese notwendigen Arbeiten so, dass wir die Phase optimal nutzen und Schienen, Radwege sowie den öffentlichen Raum in einem Zug zukunftsfit gestalten. So vermeiden wir jahrelange Einzelbaustellen und investieren einmal – aber nachhaltig – in eine Lainzer Straße, von der Hietzing über Jahre profitieren wird. Genauso wichtig ist uns dabei eine transparente Kommunikation und ein enger Austausch mit den Anrainerinnen und Anrainern während der gesamten Bauzeit.“_

NEUE GLEISE BRINGEN SPÜRBARE VERBESSERUNGEN FÜR DIE ÖFFIS

Zwischen Hietzinger Hauptstraße und Münichreiterstraße müssen 2,7 Kilometer Straßenbahngleise und der Gleisuntergrund erneuert werden, damit die Straßenbahnlinie 60 wieder flott und auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig unterwegs ist. Zusätzlich werden Haltestellen verbessert. Die Arbeiten der Wiener Linien starten Anfang März 2027 und dauern bis Ende des Jahres. Aufgrund des beengten Straßenquerschnittes in der Lainzer Straße kommt es auf die Dauer der Arbeiten zu einer Sperre der Straße für den Öffentlichen Verkehr und für den Individualverkehr. Zufahrtsmöglichkeiten für die unmittelbaren AnrainerInnen bleiben möglich. Um die wichtige Öffi-Anbindung im Bezirk sicherzustellen, wird während der Bauarbeiten ein Ersatzbusverkehr eingerichtet.

MEHR KOMFORT UND BESSERE ANBINDUNG FÜR RADFAHRENDE

Während die Wiener Linien noch an der Gleissanierung arbeiten, startet bereits im Mai 2027 die Stadt Wien – Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) parallel mit der Wiederherstellung der Oberfläche. In Leichtbauweise wird ein komfortabler, rund 600 m langer Zwei-Richtungs-Radweg von Anna-Strauss-Platz bis Gloriettegasse errichtet sowie eine Anbindung darüber hinaus bis zur Wenzgasse geschaffen, um eine optimale Verbindung in das Grätzl und zum dort befindlichen Gymnasium Wenzgasse zu realisieren. Der Radweg wird dabei nicht wie bisher üblich auf erhöhtem Niveau geführt und mit Randsteinen abgetrennt, sondern er bleibt auf Straßenniveau. Die Abgrenzung von der Fahrbahn erfolgt mit Kunststoffschwellen bzw. Baumscheiben, um ein hohes Maß an Sicherheit für Radfahrende zu gewährleisten. Diese Methode funktioniert bereits am Neubaugürtel, auf der Nordbergbrücke oder in der Leopold-Ferstl-Gasse, und wird aktuell auch in der Oberen Donaustraße umgesetzt, wo sicherere Radwege geschaffen wurden.

Am Anna-Strauss-Platz schließt der neue Radweg an die im Jahr 2025 eröffnete Fahrradstraße auf der Auhofstraße an. Über die Dommayergasse und die Eduard-Klein-Gasse kann auch direkt zur U-Bahnstation Hietzing und weiter in die Innenstadt oder entlang des Wienflusses in Richtung Auhof geradelt werden. Am anderen Ende mündet der Radweg direkt in die bestehende Radverbindung auf der Alois-Kraus-Promenade am grünen und ruhigen Hang des Küniglbergs. Am Ende der Alois-Kraus-Promenade soll der Radweg wiederum auf der Lainzer Straße fortgeführt und in den nächsten Jahren bis zum Anschluss an die Veitingergasse verlängert werden. Zusammen mit der bestehenden Geh- und Radverbindung durch die Alois-Kraus-Promenade Richtung stadtauswärts sowie über den verkehrsberuhigten Bereich rund um das Bezirksamt, entsteht mit dem Radweg-Lückenschluss in der Lainzer Straße also eine durchgängige, sichere und komfortable Verbindung vom Wiental bis nach Lainz.

NEUES KLIMAFITTES PLATZERL BEI KREUZUNG ALTGASSE

Im Kreuzungsbereich mit der Altgasse, bei der Straßenbahnhaltestelle „Dommayergasse“, entsteht im Zuge der Umgestaltungsmaßnahmen ein klimafit gestalteter Platzbereich mit neuen Grünflächen, Bäumen und sickerfähiger Pflasterung. Dieser bisher stark versiegelte Straßenabschnitt erhält ein barrierefreies Make-Over, das die Aufenthaltsqualität ganz wesentlich erhöht. Drei neue Bäume und fünf Hochstammsträucher werden hier künftig Schatten spenden und gemütliche Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Die Baumscheiben werden besonders tief ausgeführt, um trotz des begrenzten Raumes möglichst viel Wasser aufnehmen und speichern zu können. Eine automatische Bewässerung stellt sicher, dass die Wurzeln auch während Trockenperioden optimal mit Wasser versorgt werden. Zusätzlich werden in der Lainzer Straße im Bereich der Kreuzung mit der Mittermayergasse fünf neue Grünflächen geschaffen und mit zwei Bäumen und 4 Hochstammsträuchern bepflanzt. Und am Anna-Strauss-Platz kommen ebenfalls eine neue Grünfläche sowie ein weiterer Baum und ein Hochstammstrauch hinzu. So werden insgesamt rund 140 Quadratmeter durch Grünflächen und über 400 Quadratmeter durch sickerfähige Pflasterung entsiegelt.

Die helle Pflasterung im neugestalteten Platzbereich sorgt dafür, dass Regenwasser versickern kann und durch die anschließende Verdunstung zusätzlich zur Kühlung beiträgt. Ein bestehender Hydrant wird zu einem Trinkhydranten umgerüstet und spendet künftig frisches Wiener Hochquellwasser. Die Gestaltung des Platzbereichs greift das neue Erscheinungsbild der Begegnungszone in der Altgasse auf, die bereits vor zwei Jahren mit 19 neuen Bäumen, 18 Grünflächen und einem Brunnen klimafit umgestaltet wurde. So entsteht ein begrüntes und gekühltes Ensemble, das den Stadtraum nachhaltig aufwertet und zu einem Treffpunkt für Anwohnerinnen und Anwohner wie auch Besucherinnen und Besucher in Hietzing wird.

BREITES INFORMATIONSANGEBOT AN DIE ANRAINERINNEN UND ANRAINER

Selbstverständlich werden die Anrainerinnen und Anrainer im Vorfeld der Bauarbeiten informiert. So wird es am 20. und 21. Oktober 2026 Infoveranstaltungen und zusätzlich Postwurfsendungen mit den genauen Verkehrsmaßnahmen 2027 für AnrainerInnen im Bezirk geben.

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/

Wiener Linien Kommunikation
Eunike de Wilde
Telefon: 0664 886 06 864
E-Mail: eunike.dewilde@wienerlinien.at

Ava Farajpoory
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Telefon: 01/4000 81356
Mobiltelefon: 0676/8118 81356
E-Mail: ava.farajpoory@wien.gv.at

Michael Mertl
Büroleiter
Bezirksvorstehung Hietzing
Tel.: 01/4000-13114
E-Mail: michael.mertl@wien.gv.at

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