
SPÖ-Stich zu AK-Jugendmonitor: Materielle Benachteiligung darf jungen Menschen nicht die Zukunft rauben
Der heute veröffentlichte AK-Jugendmonitor 2026 zeigt, wie stark die finanzielle Lage über die Zukunftschancen junger Menschen entscheidet. Während 82 Prozent der finanziell gut abgesicherten Jugendlichen und jungen Erwachsenen optimistisch in ihre persönliche Zukunft blicken, sind es bei den finanziell schlechter gestellten unteren 30 Prozent nur 38 Prozent. Für SPÖ-Jugendsprecher Paul Stich ist klar: „Zuversicht darf keine Frage des Elternhauses oder des Kontostands sein. Wenn junge Menschen aus Geldmangel auf Bildung, eine eigene Wohnung oder gesellschaftliche Teilhabe verzichten müssen, dann ist das nicht individuelles Pech, sondern ein politischer Auftrag.“ ****
Die Zahlen machen deutlich, dass die Teuerung tiefe Spuren hinterlassen hat: 58 Prozent fühlen sich durch die hohen Lebensmittelpreise stark belastet, rund die Hälfte durch Wohn- und Energiekosten. 57 Prozent haben ihre Freizeitaktivitäten aus finanziellen Gründen eingeschränkt. 52 Prozent mussten Ersparnisse aufbrauchen oder sich verschulden. Rund jede fünfte junge Person konnte einen geplanten Umzug oder eine Aus- und Weiterbildung nicht beginnen beziehungsweise fortsetzen.
Besonders alarmierend sei, dass finanzielle Unsicherheit auch die psychische Gesundheit belastet. Junge Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen berichten laut Jugendmonitor rund viermal häufiger als finanziell gut abgesicherte Gleichaltrige, sich oft traurig, verzweifelt oder ängstlich zu fühlen. Gleichzeitig ist die finanzielle Zufriedenheit bei den unteren 30 Prozent innerhalb von zwei Jahren von 27 auf nur noch 16 Prozent gefallen. „Wer ständig rechnen muss, ob sich Essen, Miete oder der Weg zur Ausbildung noch ausgehen, dem fehlt nicht der Optimismus – dem fehlt materielle Sicherheit“, betont Stich.
Die SPÖ habe deshalb in der Bundesregierung konkrete Maßnahmen gegen die Teuerung durchgesetzt. „Mit der Mietpreisbremse begrenzen wir die Erhöhungen bei geregelten Mieten und haben erstmals auch eine Bremse für private Mietverträge geschaffen. Mit dem Strom-Sozialtarif schützen wir einkommensschwache Haushalte vor Energiearmut. Und die Spritpreisbremse entlastet besonders junge Pendler:innen und Lehrlinge am Land, die auf das Auto angewiesen sind“, erklärt Stich.
Die Maßnahmen sind seit April 2026 in Kraft; der Strom-Sozialtarif gilt österreichweit für rund 300.000 einkommensschwache Haushalte, während die Spritpreisbremse über eine Senkung der Mineralölsteuer und eine Begrenzung der Margen wirkt.
„Junge Menschen wollen sich etwas aufbauen und ihren Beitrag leisten. Die Politik muss dafür sorgen, dass Herkunft und Kontostand nicht länger über ihre Zukunft entscheiden. Ein leistbares Leben, gute Bildung und soziale Sicherheit sind keine Privilegien, sondern die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben“, so Stich abschließend. (Schluss) wf/mm
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