
FPÖ – Guggenbichler: Walter Ruck muss sofort weg
Demokratiefeindlichkeit, Frauenhass und Respektlosigkeit vor den Institutionen haben in einer modernen Gesellschaft keinen Platz – ÖVP-Wien ist gefordert
„Die heute veröffentlichten Recherchen von ‚Kronen Zeitung‘ und ‚profil‘ zeichnen ein erschütterndes Bild darüber, wie Macht, Posten und Einfluss im roten Wien offenbar organisiert werden. Demokratiefeindlichkeit, Frauenhass und Respektlosigkeit vor den Institutionen haben in einer modernen Gesellschaft keinen Platz. Walter Ruck muss sofort weg“, erklärt der Wirtschaftssprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Udo Guggenbichler.
„Das Maß ist endgültig voll. Walter Ruck ist als Präsident der Wirtschaftskammer Wien nicht mehr tragbar. Die Wiener ÖVP muss ihn unverzüglich abziehen und ihm das Vertrauen entziehen. Jeder weitere Tag im Amt beschädigt die Glaubwürdigkeit der Wirtschaftskammer und aller Unternehmer, die sie mit ihren Pflichtbeiträgen finanzieren.“
„Wenn laut den veröffentlichten Aufzeichnungen Spitzenkandidaturen organisiert, Loyalitäten eingefordert und Posten offenbar in Weinkellern und beim Skifahren vorbereitet werden, dann ist das die Verhöhnung jedes Unternehmers, der glaubt, Leistung und Qualifikation würden über Funktionen entscheiden“, so Guggenbichler weiter.
Besonders erschütternd seien die veröffentlichten Passagen rund um die politische Karriere des eigenen Sohnes. „Postenschacherei rund um den eigenen Sohn ist der Gipfel des Eisbergs. Wer Politik wie ein Familiensystem organisiert und Loyalität über Leistung stellt, hat jede moralische Autorität verloren.“
Ebenso scharf kritisiert Guggenbichler die veröffentlichten Aussagen über Frauen. „Wer davon spricht, eine Vizepräsidentin habe einen Befehl erhalten und salutiert, und gleichzeitig erklärt, mit Frauen könne man Politik nicht so machen wie mit Männern, offenbart ein Frauenbild aus dem vergangenen Jahrhundert. Das ist respektlos gegenüber der eigenen Vizepräsidentin ebenso wie gegenüber Wiens Vizebürgermeisterin Barbara Novak und völlig unwürdig für einen Präsidenten der Wirtschaftskammer. Das erklärt auch, warum sich die Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz, nach den letzten Skandalen nicht durchsetzen konnte, da das Wort von Frauen für ihn offenbar nichts zählt.“
„Die Wirtschaftskammer gehört den Unternehmern und nicht einem kleinen rot-schwarzen Machtzirkel. Die Unternehmer haben Anspruch auf Transparenz, Fairness und Leistung statt auf Packelei und Hinterzimmerpolitik“, betont der Wiener FPÖ-Wirtschaftssprecher.
„Wenn Ruck glaubt, auch diesen Skandal aussitzen zu können, dann hat er sich getäuscht. Wien hat rund 1.500 Firmeninsolvenzen pro Jahr und Ruck macht nichts anderes, als im Weinkeller seine Machtspiele zur Perfektion zu bringen. Wenn er jetzt nicht sofort zurücktritt, wird er als Totengräber der Wiener Wirtschaftskammer und der Sozialpartnerschaft in die Geschichtsbücher eingehen“, so Guggenbichler.
Klub der Wiener Freiheitlichen
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