ÖGJ: Wer online wirbt, muss offline liefern

Gute Arbeitgeber müssen im Betrieb überzeugen; Tipp an angehende Lehrlinge: noch vor der Bewerbung über die Ausbildung informieren.

Immer mehr Lehrstellen werden auch über Social Media vermittelt. Das soll Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern – aber klar ist auch: Gute Reichweiten allein machen noch keinen guten Arbeitgeber aus.

„Wer junge Menschen gewinnen will, muss im Betrieb mit fairen Bedingungen, guter Betreuung und echter Perspektive überzeugen“, sagt Matthias Hauer, Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).

Hauer empfiehlt angehenden Lehrlingen, sich schon vor der Bewerbung über ihre Rechte zu informieren: „Auf kollektivvertrag.at können Jugendliche nachsehen, welcher Kollektivvertrag für ihren Lehrberuf gilt, welche Lehrlingseinkommen vorgesehen sind und welche Bedingungen ihre Branche bietet. Wer seine Rechte kennt, startet selbstbewusster in die Lehre. Die Gewerkschaftsjugend unterstützt Lehrlinge bei allen Fragen rund um die Lehre.“

Social Media kann Türen öffnen – offenhalten müssen sie die Betriebe. „Gute Ausbildung entsteht nicht durch Likes, sondern durch Verantwortung, Respekt und faire Arbeitsbedingungen“, so Hauer.

DIE ÖGJ FORDERT:

* Faire Bezahlung und hochwertige Ausbildung statt billiger Arbeitskräfte.
* Verlässliche Betreuung und genügend Zeit zum Lernen in jedem Lehrbetrieb.
* Faire Chancen, Respekt und Perspektiven für alle Lehrlinge.

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