
Umweltbundesamt: Nachhaltigkeitsbericht 2026
MIT MEHR ALS 500 MASSNAHMEN HAT DAS UMWELTBUNDESAMT IN DEN LETZTEN ZEHN JAHREN SEINE NEGATIVEN UMWELTAUSWIRKUNGEN DEUTLICH REDUZIERT. DER AKTUELLE NACHHALTIGKEITSBERICHT INFORMIERT ÜBER WEITERE ENTWICKLUNGEN UND NEUE INITIATIVEN.
Erstmals hat das Umweltbundesamt seine gesamten Treibhausgas-Emissionen für die Jahre 2023 bis 2025 vollständig gemäß Greenhouse Gas Protocol erhoben. Erfasst werden dabei nicht nur die Emissionen des Unternehmens selbst, sondern auch die Emissionen, die in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen.
VERBINDLICHER PLAN FÜR MINUS 90 % TREIBHAUSGAS-EMISSIONEN
Im Jahr 2025 fielen knapp über 2.040 Tonnen an Treibhausgas-Emissionen an den vier Adressen des Umweltbundesamts im 9. und 20. Bezirk an, um knapp 7% mehr als 2023. Zurückzuführen ist der Anstieg auf einen stärkeren Verbrauch von Fernwärme und auf Investitionen in Labor und IT-Infrastruktur. Die Entwicklung zeigt, dass Treibhausgas-missionen aus der Beschaffung weiterhin ein wichtiger Hebel sind, um die Klimabilanz zu verbessern. Eine erfreuliche Entwicklung zeigt sich bei den Dienstreisen: Die Umweltbundesamt-Mitarbeiter:innen nutzen für ihre dienstlichen Fahrten die Bahn deutlich mehr als im Jahr 2024 (plus 22 %), während sie Flugreisen um mehr als 26 % reduzierten.
„Mit der erstmaligen vollständigen Erfassung unserer Treibhausgas-Emissionen nach dem Greenhouse Gas Protocol haben wir eine solide Grundlage geschaffen, um unsere Klimawirkung gezielt zu steuern“, erklärt Hildegard (Gitsch) Aichberger, Geschäftsführerin des Umweltbundesamts. „Derzeit entwickeln wir einen verbindlichen Transition-Plan, der konkrete Maßnahmen, Zwischenziele und Verantwortlichkeiten festlegt. Unser Ziel ist es, die Treibhausgas-Emissionen des Umweltbundesamts ausgehend vom Basisjahr 2023 bis 2030 um 42 % und bis 2040 um 90 % zu reduzieren. Damit wollen wir zeigen, dass wir den Anspruch, den wir an andere stellen, auch an uns selbst anlegen.“
Grundlage dafür sind die erstmals vollständig erhobenen Treibhausgas-Emissionen der Jahre 2023 bis 2025. Der Transition-Plan wird die erforderlichen Maßnahmen definieren und die Fortschritte bei der Zielerreichung regelmäßig überprüfen.
UMWELTMANAGEMENTSYSTEM EMAS AUCH AM NEUEN STANDORT
Ab 3. September 2026 lautet die neue Adresse des Umweltbundesamts Drorygasse 1 im 3. Wiener Bezirk. Das Arbeiten verteilt auf vier Gebäude wird ab dann Geschichte sein. Auch am neuen Standort wird das Umweltmanagementsystem EMAS weitergeführt werden. „EMAS ist für uns seit mehr als 20 Jahren ein wichtiges Instrument um unsere Umweltauswirkungen strategisch zu steuern. Unser neuer, nach ÖGNI-Gold zertifizierte Standort trägt wesentlich dazu bei, unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verbessern“, betont Umweltbundesamt-Geschäftsführerin Verena Ehold.
Im neuen Gebäude, in das die Expert:innen-Institution als eine Mieterin einzieht, werden Wiederverwendung alter Büromöbel, Kreislaufwirtschaft und kurze Arbeitswege in einem modernen Arbeitsumfeld, das mit nachhaltiger Energie versorgt wird, großgeschrieben. Nachhaltigkeit ist für das Umweltbundesamt gelebter Erfolg – von der Verringerung negativer Umweltauswirkungen, über familienfreundliche Arbeitsbedingungen, bis zur gelebten Chancengleichheit.
GLEICHE MÖGLICHKEITEN FÜR FRAUEN
Die Chancengleichheit von Frauen ist ein zentrales Ziel der Personalpolitik im Umweltbundesamt. Im Fokus stehen dabei gleiche Karrieremöglichkeiten sowie eine faire Entlohnung. Einkommensunterschiede konnten in den vergangenen Jahren deutlich verringert werden. Auch im Jahr 2025 konnte der Gender Pay Gap weiter gesenkt werden. Er liegt bei 4,8 % und damit deutlich unter dem durchschnittlichen Einkommensunterschied im Bundesdienst im Jahr 2024 (7,2 %).
Der Frauenanteil im Unternehmen ist 2025 im Vergleich zu 2024 leicht gestiegen. Um weibliche Führung gezielt zu fördern, werden seit mehreren Jahren innovative Führungsmodelle umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Führung in Teilzeit, Führungskollektive sowie Shared Leadership. Diese Instrumente zeigen Wirkung: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt bei knapp über 53 % und ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
DAS UMWELTBUNDESAMT
Als Expert:innen-Institution für Umwelt- und Klimaschutz stellt das Umweltbundesamt verlässliches Wissen bereit: qualitätsgesicherte Daten, standardisierte Methoden, evidenzbasierte Analysen und transparente Bewertungen. Damit unterstützt das Umweltbundesamt Politik, Verwaltung und Gesellschaft, informierte und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen, gibt Orientierung und gestaltet eine lebenswerte Zukunft aktiv mit.
Weitere Informationen: Umweltbundesamt | Nachhaltigkeitsbericht 2026
Pressestelle Umweltbundesamt
Sabine Enzinger
Telefon: 0664/9668627
E-Mail: sabine.enzinger@umweltbundesamt.at
Website: https://www.umweltbundesamt.at
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