Sonnenkraftwerk NÖ wächst weiter – Ausbau auf Landesgebäuden vor Abschluss

LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: „Der Ausbau der Sonnenkraft auf den NÖ Landesgebäuden schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran“

Mit dem Projekt „Sonnenkraftwerk NÖ“ haben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Herbst 202 einen ambitionierten Schritt gesetzt, um die Energiewende aktive voranzutreiben. Ein zentraler Baustein ist der konsequente Ausbau von Photovoltaikanlagen auf landeseigenen Gebäuden. Rund 85 Standorte – von Bezirkshauptmannschaften über Kliniken und Pflegezentren bis hin zu Landesschulen – wurden als geeignet identifiziert. Sechs Jahre nach Projektstart steht das Programm kurz vor einem Meilenstein: Bis Ende 2026 werden alle geeigneten Landesgebäude mit PV-Anlagen ausgestattet bzw. erweitert sein, die vollständige Inbetriebnahme erfolgt bis Frühjahr 2027.

„Mit dem Sonnenkraftwerk NÖ haben wir die Energiewende direkt auf die Dächer unserer Landesgebäude gebracht. Dass wir in nur wenigen Jahren rund 85 Standorte mit Photovoltaik ausstatten, ist ein starkes Signal für Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit. Wir reduzieren damit Schritt für Schritt unsere Abhängigkeit von externen Energiequellen und investieren gleichzeitig in eine nachhaltige Zukunft“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Insgesamt werden rund 85 Standorte mit knapp 37.000 Modulen ausgestattet, was einer Leistung von rund 15 MWp entspricht. Jährlich werden so rund 2.700 Tonnen CO2 eingespart. Damit zählt das „Sonnenkraftwerk NÖ“ zu einer der größten Ausbauoffensive im Bereich erneuerbarer Energie im Land.

Parallel dazu wird das Projekt auf Gemeindeebene umgesetzt. Über Bürgerbeteiligungsprojekte können sich auch Menschen ohne eigenes Dach an PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden beteiligen und so aktiv zur Energieunabhängigkeit beitragen. Aktuell gibt es 112 Projekte mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 14,1 MWp. Begleitet werden diese Gemeinde-Projekte von der Energie- und Umweltagentur (eNu) des Landes Niederösterreich.

„Wir sind die Ökostrom-Lokomotive Österreichs, rund 40 Prozent des österreichischen Sonnen- und Windstroms stammen aus Niederösterreich. Aktuell gibt es rund 160.000 PV-Anlagen mit über 3,3 GWh installierte Leistung. Mehr heimische erneuerbare Energie bedeutet mehr Schutz und Sicherheit und weniger Abhängigkeit von Importen aus Russland oder dem arabischen Raum. Das stärkt nicht nur die Unabhängigkeit, sondern auch die regionale Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze. Gleichzeitig trägt es zu stabileren und besser planbaren Preisen bei“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Neben den bestehenden Beteiligungsmodellen wurde zudem ein neues Teilprojekt auf Gemeindeebene gestartet, das den Ausbau von Speichersystemen unterstützt.

„Der nächste Schritt ist, die Energie noch effizienter zu nutzen. Mit Speichern kann Sonnenstrom genau dann eingesetzt werden, wenn er gebraucht wird. Das stärkt die regionale Energieversorgung, erhöht die Unabhängigkeit und bringt einen spürbaren Mehrwert für Gemeinden und Bevölkerung“, unterstreicht Mikl-Leitner.

Das Projekt „Sonnenkraftwerk“ zeigt damit, wie der Ausbau erneuerbarer Energien konsequent und breit umgesetzt wird – von Landesgebäuden bis hin zur aktiven Beteiligung der Bevölkerung.

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Doris Zöger
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