Schumann zum Tod von Bernadette Feuerstein: „Österreich verliert eine starke Stimme für Selbstbestimmung und Menschenrechte“

„Bernadette Feuerstein hat mich beeindruckt und berührt – ihr Vermächtnis wird uns Auftrag sein“

Mit großer Trauer und persönlicher Betroffenheit reagiert Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann auf den Tod von Bernadette Feuerstein: _„Bernadette Feuerstein war eine außergewöhnliche Frau. Sie hat sich über Jahrzehnte mit einer unglaublichen Klarheit, Beharrlichkeit und zugleich mit großer Menschlichkeit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Ihr Tod ist ein großer Verlust für die österreichische Behindertenpolitik und vor allem für all jene Menschen, die ihr persönlich verbunden waren.“_

_„Ich habe Bernadette als Kollegin im Sozialministerium kennengelernt und stets als eine Frau erlebt, die sich nicht mit schönen Worten zufriedengegeben hat. Sie hat eingefordert, dass Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt leben können, dass Barrieren tatsächlich abgebaut werden und dass Menschenrechte nicht nur auf dem Papier stehen. Sie hat dabei nie den Anspruch aufgegeben, dass Politik den Menschen dienen muss. Diese Haltung, ihre Klarheit und ihre Wärme haben mich persönlich tief beeindruckt“_, sagt Schumann.

Feuerstein war seit den frühen 1980er-Jahren eine Vorkämpferin und prägende Stimme der österreichischen Behindertenrechtsbewegung. Als Mitbegründerin von BIZEPS und der WAG Assistenzgenossenschaft sowie als langjährige Vorsitzende von Selbstbestimmt Leben Österreich kämpfte sie für das Recht auf persönliche Assistenz, Barrierefreiheit, Gleichstellung und ein selbstbestimmtes Leben. _„Bernadette Feuerstein hat vieles verändert. Sie hat Türen geöffnet, Barrieren beseitigt, Widerspruch ausgehalten und immer wieder deutlich gemacht, dass es nicht darum geht, Menschen mit Behinderungen etwas zuzugestehen, sondern ihre Rechte zu gewährleisten. Dass heute vieles selbstverständlicher ist als noch vor einigen Jahrzehnten, ist auch ihr Verdienst. Wir werden ihre klare Stimme, ihre Beharrlichkeit und vor allem ihre Menschlichkeit sehr vermissen. Ihr Vermächtnis wird bleiben“_, so Schumann.

_„Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden und bei allen, die Bernadette auf ihrem Weg begleitet haben. Ihnen gilt mein tief empfundenes Mitgefühl. Ich persönlich werde Bernadette als beeindruckende, kluge und warmherzige Frau in Erinnerung behalten. Ich bin dankbar, dass sich unsere Wege gekreuzt haben“_, so Schumann abschließend.

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