Österreicher:innen telefonieren im Ausland immer weniger, aber surfen mehr

RTR Telekom Monitor Jahresbericht 2025 mit internationalen Vergleichen veröffentlicht

Durchschnittlich 10,93 Minuten telefonierten österreichische Kund:innen letztes Jahr pro Monat bei ihren Auslandsaufenthalten in der EU. „Sie telefonierten damit im EU-Ausland um 0,69 Minuten weniger als im Jahr 2024. Auch weniger SMS wurden versendet. 2024 waren es noch 0,71 SMS pro Teilnehmer und Monat, im Jahr 2025 nur mehr 0,59 SMS“, informiert Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post. „Damit folgt das Nutzungsverhalten der Österreicher:innen bei Auslandsaufenthalten den europäischen Trends, auch was den Datenkonsum betrifft. Hier steigt der Verbrauch im europäischen Vergleich wie auch durch Österreicher:innen kontinuierlich an. In der EU wurden im 3. Quartal 2025 von jedem Teilnehmer 2,19 GB pro Monat verbraucht, von Österreicher:innen waren es 2,31 GB, um 0,67 GB mehr als 2024“, ergänzt Steinmaurer.

SURFEN IN NICHT-TERRESTRISCHEN NETZEN (AUF SCHIFFEN, IN FLUGZEUGEN ETC.) IM EU-VERGLEICH FÜR ÖSTERREICHER:INNEN SEHR TEUER

Im Vergleich zeigt sich, dass die Preise für die Nutzung nicht-terrestrischer Netze im europäischen Durchschnitt für Sprache, SMS und Daten weit unter den Preisen liegen, die von österreichischen Teilnehmer:innen im Durchschnitt gezahlt werden. „Auf Schiffen oder in Flugzeugen zahlten österreichische Endkundinnen und Endkunden letztes Jahr für Telefonate durchschnittlich 4,90 Cent pro Minute und 0,34 Cent pro SMS. Richtig teuer wird es, wenn man beispielsweise auf dem Smartphone Datenfresser wie Videostreaming nutzt. Pro verbrauchtem GB waren für Österreicherinnen auf Schiffen oder in Flugzeugen durchschnittlich rund 1.280 Euro zu zahlen, der europäische Vergleichswert für ein GB lag demgegenüber nur bei knapp 150 Euro“, sagt Steinmaurer und beruhigt: „Die Roaming-Verordnung verpflichtet Anbieter dazu, ihre Kund:innen mit einer SMS zu informieren, wenn sie sich mit mobilen Endgeräten in ein nicht-terrestrisches Netzwerk einwählen. Den effektivsten Schutz vor unerwünschtem Roaming in Bereichen, in denen die EU-Roamingverordnung nicht gilt, bieten allerdings Roamingsperren. Der Großteil der österreichischen Anbieter bietet dieses Service an. Damit können sich Nutzer:innen vor hohen Kosten schützen.“

Der RTR Telekom Monitor Jahresbericht 2025 (interaktive Grafiken und PDF-Dokument) ist unter https://www.rtr.at/telekom-monitor-2025auf der Website der RTR veröffentlicht und enthält umfangreiche Marktdaten zu Mobilfunk, Breitband, Festnetz, Mietleitungen und Glasfaser sowie internationale Vergleiche. Die Daten zu den Grafiken sind im Open Data Bereich auf der Website der RTR abrufbar.

ÜBER DIE RTR

Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung des Wettbewerbs auf dem Medien-, Telekommunikations- und Postmarkt sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M. Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at veröffentlicht.

Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH)
MMag. Daniela Andreasch
Pressesprecherin Fachbereich Telekommunikation und Post
Telefon: 0158058401
E-Mail: daniela.andreasch@rtr.at

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