SPÖ-Schieder unterstützt Zumtobel: Fahrer:innenmangel erfordert Kurswechsel auf Straße und Schiene

EU-Abgeordneter unterstützt Tirols Verkehrslandesrat und fordert bessere Arbeitsbedingungen für LKW-Fahrer:innen sowie eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene

In der Europäischen Union fehlen derzeit rund 500.000 LKW-Fahrer:innen, allein in Österreich sind es etwa 8.000. Gleichzeitig wird rund ein Fünftel der Beschäftigten in den kommenden fünf Jahren in Pension gehen. Damit droht sich der bereits bestehende Fahrer:innenmangel weiter zu verschärfen und zunehmend auch die Versorgungssicherheit zu gefährden. SPÖ-EU-Delegationsleiter und verkehrspolitischer Sprecher Andreas Schieder unterstützt daher die Forderungen des Tiroler Verkehrslandesrats René Zumtobel und verlangt bessere Arbeitsbedingungen für Lenker:innen, um dem Fachkräftemangel entschlossen entgegenzuwirken: „Der zunehmende Fachkräftemangel in der Transportbranche ist nicht nur eine Folge des demografischen Wandels, sondern vor allem das Ergebnis jahrelang verschlechterter Arbeitsbedingungen. Lange Arbeitstage, niedrige Löhne, enormer Zeitdruck und die oft wochenlange Trennung von der Familie haben den Beruf für viele Menschen immer unattraktiver gemacht. Wenn wir unsere Versorgungssicherheit gewährleisten und Arbeitsplätze in Österreich erhalten wollen, müssen wir jetzt den Blinker in die richtige Richtung setzen und den Beruf wieder auf eine zukunftsfähige Spur bringen. Dafür braucht es eine gemeinsame europäische Lösung mit verbindlichen und einheitlichen Sozialstandards. Eine faire Bezahlung allein reicht dabei nicht aus. Ebenso entscheidend sind planbare Arbeitszeiten, ausreichend Ruhephasen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Doch auch im konkreten Arbeitsalltag müssen die Rahmenbedingungen spürbar verbessert werden, insbesondere durch den massiven Ausbau sicherer Lkw-Stellplätze und gut ausgestatteter Rastanlagen sowie durch saubere und jederzeit zugängliche Sanitäranlagen.“ ****

Schieder weiter: „Gleichzeitig müssen wir den Realitäten ins Auge sehen, denn nicht jedes Gut gehört heute noch auf die Straße. Die Zukunft der europäischen Verkehrspolitik liegt auf der Schiene. Eine konsequente Verlagerung des Güterverkehrs entlastet nicht nur die Bevölkerung, sondern schützt auch das Klima und wirkt dem Fahrer:innenmangel entgegen. Wir müssen daher zweigleisig vorgehen, indem wir die Arbeitsbedingungen im Straßengüterverkehr deutlich verbessern und zugleich wesentlich mehr Güter auf die Schiene bringen. Nur so sichern wir langfristig unsere Versorgung und verhindern, dass die Beschäftigten unter die Räder geraten.“ (Schluss) ash

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