
ÖVP – Korosec/Hungerländer: Jugendcollege muss messbare und nachhaltige Erfolge liefern
51 Prozent in Arbeit oder Ausbildung vermittelt – Kosten und tatsächlicher Nutzen müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen
Anlässlich der heutigen Präsentation der Evaluierung des Wiener Jugendcollege betonen Sozialsprecherin Ingrid Korosec und Integrationssprecherin Caroline Hungerländer, dass sich das Projekt an seinen konkreten und nachhaltigen Ergebnissen messen lassen müsse. Im evaluierten Zeitraum traten 6.129 Personen in das Jugendcollege ein, 4.702 waren regulär anwesend. Laut Evaluierung konnten 51 Prozent der Teilnehmer in Beschäftigung oder eine weitere Ausbildung vermittelt werden. Fast 3.000 Personen beziehen nach Absolvierung des Programms keine Mindestsicherung mehr.
„Die grundsätzliche Stoßrichtung des Jugendcollege ist richtig. Junge Menschen mit Bleibeperspektive müssen möglichst rasch Deutsch lernen, Qualifikationen erwerben und in Ausbildung oder Arbeit gebracht werden. Wenn mehr als die Hälfte diesen Schritt schafft und fast 3.000 Personen keine Mindestsicherung mehr benötigen, ist das grundsätzlich positiv. Gleichzeitig bedeutet eine Vermittlungsquote von 51 Prozent aber auch, dass bei einem erheblichen Teil der Teilnehmer der entscheidende Schritt in Ausbildung oder Beschäftigung noch nicht gelungen ist“, so Korosec.
Angesichts der erheblichen öffentlichen Mittel, die für das Jugendcollege eingesetzt werden, müsse daher genau geprüft werden, wie nachhaltig die präsentierten Ergebnisse tatsächlich sind. „Teilnehmerzahlen und absolvierte Kurse allein sind noch kein Integrationserfolg. Entscheidend ist, wie viele junge Menschen in Ausbildung oder Beschäftigung bleiben und damit langfristig auf eigenen Beinen stehen. Gerade wenn der zuständige SPÖ-Stadtrat selbst einräumt, dass vier von zehn jungen Menschen noch nicht ausreichend profitieren, besteht weiterhin großer Handlungsbedarf. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen Kosten und nachhaltiger Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen“, betont Hungerländer.
Die Wiener Volkspartei werde die präsentierten Ergebnisse daher genau prüfen. „Wo die Evaluierung Fragen zu Kosten, nachhaltiger Beschäftigung und langfristigem Ausstieg aus der Mindestsicherung offenlässt, werden wir weitere Daten mittels parlamentarischer Anfrage einfordern. Bei derart hohen öffentlichen Ausgaben braucht es volle Transparenz über die tatsächlichen Ergebnisse“, so Korosec und Hungerländer abschließend.
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