
FCG-Deckenbacher: „Leistungsgerechtigkeit statt neuer Belastungen für Arbeitnehmer:innen“
Die aktuelle Pensionsdebatte und Forderungen nach einer Ausweitung der Arbeitszeit zeigen für FCG-Bundesvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin Abg.z.NR Romana Deckenbacher, dass es eine ausgewogene Diskussion über die Zukunft der Arbeitswelt und des Pensionssystems braucht. „Wir brauchen Leistungsgerechtigkeit und Lösungen, die die Lebensrealität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer berücksichtigen. Neue Belastungen dürfen nicht die erste Antwort auf wirtschaftliche und budgetäre Herausforderungen sein.“
Deckenbacher warnt insbesondere davor, die langfristige Finanzierung des Pensionssystems einseitig über ein höheres Pensionsantrittsalter, höhere Beiträge oder strengere Zugangsvoraussetzungen abzusichern. „Die Menschen leisten jahrzehntelang ihren Beitrag. Wer längere Erwerbszeiten anstrebt, muss gleichzeitig sicherstellen, dass ältere Arbeitnehmer:innen tatsächlich Beschäftigung finden und bis zum Pensionsalter gesund arbeiten können.“
Auch eine generelle Ausweitung der Arbeitszeit und die Streichung gesetzlicher Feiertage lehnt Deckenbacher ab. „Mehr Arbeitszeit allein schafft noch keine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend sind Investitionen in Qualifikation, Innovation und Produktivität. Der technologische Fortschritt muss dazu genutzt werden, Arbeit effizienter zu gestalten und Beschäftigte nachhaltig zu entlasten.“
„Leistungsgerechtigkeit bedeutet, dass sich Arbeit lohnt und jene, die über viele Jahre Beiträge leisten, faire Rahmenbedingungen und eine verlässliche soziale Absicherung erhalten. Dafür braucht es ein Gesamtpaket, das Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und soziale Sicherheit gemeinsam denkt“, so Deckenbacher abschließend.
Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
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