EQS-News: EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26

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EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres
2025/26

27.08.2026 / 07:30 CET/CEST
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Highlights

• Solider Geschäftsverlauf trotz stark unterdurchschnittlichen Wind- und
Wasserdargebots
• Operative Ergebnisnormalisierung im Vertriebsgeschäft
• Investitionen auf Rekordniveau: mehr als eine halbe Milliarde Euro im
Berichtszeitraum; davon 80 % in Niederösterreich
• Schrittweiser Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten
• Leistungssteigerung des Windparks Ebenfurth abgeschlossen
• Plangemäße Errichtung der Naturfilteranlage in Reisenberg
• Inbetriebnahme des größten Batteriespeichers der EVN Gruppe in
Probishtip, Nordmazedonien

Energiewirtschaftliches Umfeld

Die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2025/26 waren in Österreich
und Nordmazedonien von deutlich kälterer Witterung geprägt als der
Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Bulgarien hingegen zeigte sich die
Witterung milder als im Vergleichszeitraum.

Die Erzeugungskoeffizienten für Wind und Wasser lagen in der
Berichtsperiode in allen Kernmärkten der EVN unter dem Vorjahresniveau und
dem langjährigen Durchschnitt. Ausnahme war die Wasserführung in
Nordmazedonien, die den langjährigen Durchschnittswert sogar deutlich
übertraf. Die durchschnittlichen Spot-Großhandelspreise für Grundlaststrom
lagen über dem Vorjahresniveau. Auch der Preis für
CO2-Emissionszertifikate zeigte einen Anstieg.

Umsatz, EBITDA und Konzernergebnis über Vorjahresniveau

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten in den ersten drei Quartalen
2025/26 einen Anstieg um 3,1 % auf 2.433,1 Mio. Euro, der vor allem auf
regulatorisch bedingte Preiseffekte bei den Verteilnetzgesellschaften in
Niederösterreich und Bulgarien zurückzuführen war. Positive Mengen- und
Preiseffekte führten auch beim regulierten Energievertrieb in Bulgarien zu
einem Umsatzanstieg. Dieser positiven Entwicklung stand ein preis- sowie
bei Wasserkraft auch mengenbedingter Umsatzrückgang im Bereich der
erneuerbaren Erzeugung gegenüber. Hinzu kam, dass der Vertrag zur
Bereitstellung von Reserveleistung aus dem Kraftwerk Theiß vom
Übertragungsnetzbetreiber APG nicht verlängert wurde und das Kraftwerk
auch nicht für den Markt produziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge zeigten im Jahresvergleich einen
Rückgang um 7,0 % auf 123,0 Mio. Euro. Im Vorjahr war diese Position von
Versicherungsentschädigungen für im September 2024 eingetretene
Hochwasserschäden in Niederösterreich geprägt gewesen. Dem stand ein
bereits im ersten Quartal 2025/26 verbuchter positiver Einmaleffekt aus
einem Unternehmenserwerb gegenüber.

Höhere vorgelagerte Gas-Netzkosten bei der Netz Niederösterreich sowie
gestiegene Beschaffungskosten bei der EVN Wärme führten im
Berichtszeitraum zu einem Anstieg des Aufwands für Fremdstrombezug und
Energieträger. Auch bei der bulgarischen Netzgesellschaft lag der Aufwand
für Fremdstrombezug trotz rückläufiger Bezugskosten für Netzverluste über
dem Vorjahresniveau, das durch staatliche Kompensationszahlungen zur
Abdeckung von Mehrkosten geprägt gewesen war. Geringere Beschaffungsmengen
und -kosten für Erdgas sowie gesunkene Beschaffungskosten in der Erzeugung
konnten diesen Aufwärtstrend allerdings dämpfen. In Summe lag die Position
mit 1.222,7 Mio. Euro um 1,3 % über dem Vorjahresniveau.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen im
Jahresabstand um 4,2 % auf 207,0 Mio. Euro zurück. Der Vorjahreswert war
hier von den – durch Versicherungen gedeckten – Reparaturaufwendungen für
Hochwasserschäden geprägt gewesen.

Kollektivvertragliche Anpassungen führten zu einer Zunahme des
Personalaufwands um 5,9 % auf 363,9 Mio. Euro. Der durchschnittliche
Personalstand reduzierte sich aufgrund des Verkaufs der WTE Wassertechnik
auf 7.547 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 7.699).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahresabstand um 9,7 %
auf 142,7 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem
Charakter verbesserte sich infolge der weiteren operativen
Ergebnisnormalisierung bei der für den Energievertrieb verantwortlichen
EVN KG um 9,1 % auf 128,7 Mio. Euro. Gedämpft wurde dieser Anstieg durch
rückläufige Ergebnisbeiträge der RAG – nach einem außerordentlich hohen
Vorjahresniveau –, der Burgenland Energie sowie der Verbund Innkraftwerke.

Per Saldo lag das EBITDA in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2025/26 mit 748,5 Mio. Euro um 4,9 % über dem Vergleichswert des
Vorjahres.

Das hohe Investitionsniveau der EVN führte zu einem Anstieg der
Abschreibungen inklusive der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 8,1 %
auf 288,1 Mio. Euro. Damit lag das EBIT mit 460,4 Mio. Euro um 3,0 % über
dem Vorjahresniveau.

Das im Vorjahr durch einen Währungseffekt belastete Finanzergebnis der EVN
verbesserte sich in der Berichtsperiode auf 116,0 Mio. Euro (Vorjahr: 93,5
Mio. Euro). Im aktuellen Geschäftsjahr wirkte hier neben den
Veranlagungsergebnissen aus dem R138-Fonds und den Cash-Fonds vor allem
die Dividendenzahlung der Verbund AG positiv.

In Summe ergab sich daraus im Ergebnis vor Ertragsteuern ein Anstieg von
6,6 % auf 576,3 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands
von 49,0 Mio. Euro (Vorjahr: 53,7 Mio. Euro), der mit einer bereits im
ersten Quartal gebuchten Auflösung einer Rückstellung einen Einmaleffekt
enthält, und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile lag das
Konzernergebnis bei 525,1 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies
einem Anstieg um 20,8 %. Im Konzernergebnis ist auch das Ergebnis des
aufgegebenen Geschäftsbereichs gemäß IFRS 5 mit 32,5 Mio. Euro enthalten
(Vorjahr: –10,0 Mio. Euro).

Ambitioniertes Investitionsprogramm und solide Bilanzstruktur

Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine
gute Grundlage für die Umsetzung des umfassenden Investitionsprogramms
bildet. Im Mittelpunkt steht der Beitrag der EVN Gruppe zur Transformation
des Energiesystems als klare Wachstumsperspektive. Im Rahmen ihrer
Strategie wird die EVN bis 2030 jährlich etwa 1 Mrd. Euro investieren.
Davon fließen circa vier Fünftel nach Niederösterreich mit den
Schwerpunkten Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung,
Großbatteriespeicher, E-Ladeinfrastruktur und Trinkwasserversorgung.

Die Nettoverschuldung lag am 30. Juni 2026 bei 942,2 Mio. Euro (30.
September 2025: 1.155,9 Mio. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf
den Eingang des Verkaufspreises für das internationale Projektgeschäft
zurückzuführen. Die EVN legt großen Wert auf eine ausgezeichnete Bonität.
In der Zusammenarbeit mit zwei internationalen Ratingagenturen strebt die
EVN Ratings im soliden A-Bereich an, die dem Unternehmen langfristig den
Zugang zu Kapital zu attraktiven Bedingungen sichern. Im April 2026 bzw.
im Mai 2026 wurden beide Ratings von den Ratingagenturen bestätigt:
Moody’s: A1 (Ausblick stabil), Scope Ratings: A+ (Ausblick stabil).

Energie. Wasser. Leben. – Entwicklungen in der Energie- und
Trinkwasserversorgung

Energiegeschäft

Die Stromerzeugung der EVN lag in der Berichtsperiode mit 2.173 GWh um 4,2
% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die erneuerbare Erzeugung betrug
1.805 GWh (Vorjahr: 1.789 GWh). Das vorherrschende ungünstige Wind- und
Wasserdargebot konnte durch die zusätzlichen Kapazitätserweiterungen im
Bereich der Windkraft und Photovoltaik großteils ausgeglichen werden. Der
Rückgang der thermischen Erzeugung auf 368 GWh (Vorjahr: 480 GWh)
resultierte im Wesentlichen aus dem ausgelaufenen Vertrag mit dem
österreichischen Übertragungsnetzbetreiber zur Netzstabilisierung. Der
Anteil der erneuerbaren Erzeugung lag bei 83,1 % (Vorjahr: 78,8 %).

Die hohe Dynamik im Ausbau der erneuerbaren Erzeugung setzte sich auch im
Geschäftsjahr 2025/26 fort. In der Berichtsperiode wurden mit der
erfolgreichen Inbetriebnahme bzw. Repowering der Windparks in Gnadendorf
und Ebenfurth die Windkrafterzeugungskapazitäten der EVN auf 570 MW
gesteigert. In Probishtip in Nordmazedonien, wurde die Erweiterung des
Batteriespeichers von 20 MWh auf 40 MWh umgesetzt und in Betrieb genommen.
An der Errichtung weiterer Windparks, Photovoltaikanlagen und
Batteriespeichern wird gearbeitet. Batteriespeicher sind eine
Schlüsseltechnologie für einen erfolgreichen Weg in die erneuerbare
Energiezukunft, da mit ihrem Einsatz Stromerzeugung, Verbrauch und
Speicherung optimal aufeinander abgestimmt werden können.

Eine weiterhin gut abgesicherte Projektpipeline gewährleistet, dass die
Ausbauziele für Windkraft (770 MW), Photovoltaik (300 MWp) und
Batteriespeicher (300 MW) bis 2030 erreicht werden können.

Trinkwasserversorgung

Die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich mit der laufenden
Verbesserung der Gewährleistung der Versorgungssicherheit bleibt ein
zentraler Investitionsschwerpunkt der EVN. Die Errichtung der bereits
achten Naturfilteranlage in Reisenberg in Niederösterreich erfolgt
plangemäß. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2026 vorgesehen. Die auf
Membrantechnologie basierende Anlage wird nach ihrer Fertigstellung rund
20.000 Kundinnen und Kunden weiches Trinkwasser liefern.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26

Das Konzernergebnis wird – auch bedingt durch die unbaren positiven
Einmaleffekte – nunmehr in der Bandbreite von etwa 470 Mio. Euro bis 490
Mio. Euro erwartet.

Den Aktionärsbrief über die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres
2025/26 finden Sie unter [1] www.investor.evn.at.

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27.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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