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Halbjahresbericht 2026: STRABAG SE steigert Ergebnis und hebt Guidance für
2026 an
28.08.2026 / 07:00 CET/CEST
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Halbjahresbericht 2026: STRABAG SE steigert Ergebnis und hebt Guidance für
2026 an
• Leistung um 12 % gesteigert, erstmals € 10 Mrd. zum Halbjahr
• Auftragsbestand auf Rekordniveau von € 36 Mrd., +27 %
• EBIT von € 174 Mio. (+35 %), Konzernergebnis bei € 119 Mio. (+25 %)
• Guidance 2026 angehoben: Leistung nahe € 23 Mrd., EBIT-Marge 5,5–6 %
STRABAG SE 6M/2026 6M/2025 Δ %
Leistung 9.982,67 8.905,19 12
Auftragsbestand 35.985,22 28.366,22 27
Mitarbeiteranzahl (FTE) 80.923 79.159 2
NORD + WEST 6M/2026 6M/2025 Δ %
Leistung 4.291,83 3.640,49 18
Auftragsbestand 14.748,44 12.999,89 13
Mitarbeiteranzahl (FTE) 23.837 23.070 3
SÜD + OST 6M/2026 6M/2025 Δ %
Leistung 3.367,08 3.184,46 6
Auftragsbestand 8.671,74 8.534,95 2
Mitarbeiteranzahl (FTE) 25.316 25.538 -1
INTERNATIONAL + SONDERSPARTEN 6M/2026 6M/2025 Δ %
Leistung 2.233,34 1.992,65 12
Auftragsbestand 12.538,22 6.811,49 84
Mitarbeiteranzahl (FTE) 23.492 22.610 4
SONSTIGES 6M/2026 6M/2025 Δ %
Leistung 90,42 87,59 3
Auftragsbestand 26,82 19,89 35
Mitarbeiteranzahl (FTE) 8.278 7.941 4
Leistung / Auftragsbestand in Mio. €
Der börsenotierte europäische Technologiekonzern für Baudienstleistungen
STRABAG SE hat heute Zahlen für das erste Halbjahr 2026 bekannt
gegeben. „Während Straßenbauprojekte aufgrund der kalten Witterung im
ersten Quartal später angelaufen sind, hat die Dynamik im zweiten Quartal
deutlich zugenommen, sodass wir zum Halbjahr erstmals eine Leistung von €
10 Mrd. berichten können. Vor allem die starke Nachfrage im
Infrastrukturbau in Deutschland und international hat den Auftragsbestand
auf einen neuen Rekordwert von € 36 Mrd. steigen lassen. Gleichzeitig
setzt sich unser profitables Wachstum fort und führt zu einer weiteren
Erhöhung der Ergebnisse. Auf dieser Basis heben wir unsere Guidance für
das Gesamtjahr 2026 an“, erklärt Stefan Kratochwill, Vorstandsvorsitzender
der STRABAG SE.
Leistung und Umsatz
Die STRABAG SE steigerte die Leistung im ersten Halbjahr 2026 deutlich um
12 % auf € 9.982,67 Mio. Während Verkehrswegebauprojekte im ersten Quartal
infolge ausgeprägter Kälteperioden in Europa später starteten, legte die
Leistung im zweiten Quartal stark zu. Der größte Zuwachs wurde in
Deutschland erzielt, insbesondere in den Bereichen Energieinfrastruktur
und Bahnbau. Darüber hinaus wurden auch im Vereinigten Königreich, unter
anderem durch die Übernahme von Van Elle, in Tschechien und Kroatien
deutliche Leistungssteigerungen erzielt. Der Konzernumsatz stieg um 15 %
und damit etwas stärker als die Leistung. Als Folge nahm die Relation
Umsatz/Leistung im Jahresvergleich von 89 % auf 92 % zu.
Auftragsbestand
Der Auftragsbestand der STRABAG SE konnte im ersten Halbjahr 2026 erneut
erheblich zulegen und lag per 30.6.2026 bei € 35.985,22 Mio. Dies
entspricht einem Anstieg von 27 % gegenüber dem Vorjahresstichtag bzw. von
15 % gegenüber dem Jahresende 2025. Die größten Zuwächse wurden in
Deutschland, der Region Americas, Australien, Österreich sowie den
osteuropäischen Kernmärkten, insbesondere Polen und Tschechien,
verzeichnet.
Wesentliche Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2026 umfassen
Infrastruktur-Großaufträge in Deutschland, darunter mehrere Vergabepakete
für den Bau des Pfaffensteigtunnels, der Ersatzneubau der Schleuse
Erlangen oder im Bahnbau die Korridorsanierung des Abschnitts
Lehrte-Oebisfelde als Teil der Schnellfahrtstrecke Hannover-Berlin. In
Chile schlagen Mining Aufträge im Umfang von rund € 800 Mio. zu Buche,
während in Australien Bahnbau-Großaufträge im Wert von rund € 490 Mio.
entgegengenommen werden konnten. In Österreich sind Aufträge im
Wohnungsbau und in der Energieinfrastruktur zu nennen, während in
Osteuropa großangelegte Aufträge in der Mobilitätsinfrastruktur gewonnen
wurden.
Ertragslage
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich
im ersten Halbjahr 2026 um 30 % auf € 560,09 Mio. Bei höherem Umsatz
konnte der Anteil der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen
sowie des Personalaufwands am Umsatz von 93 % auf 92 % gesenkt werden. Die
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten
sich im Jahresvergleich auf € 385,66 Mio. (6M/2025: € 301,44 Mio.); darin
enthalten sind im Gegensatz zum Vorjahr Firmenwertabschreibungen in Höhe
von € 50 Mio. im Zusammenhang mit einer Akquisition. Das Ergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT) stieg deutlich um 35 % auf € 174,43 Mio.
Deutliche Ergebnisverbesserungen auf hohem Niveau wurden im Segment Nord +
West erzielt. Im Segment Süd + Ost blieb das Ergebnis aufgrund des höheren
Anteils an Verkehrswegebauprojekten im ersten Halbjahr negativ, fiel
jedoch trotz des kälteren Wetters im ersten Quartal weniger negativ aus
als im Vorjahr. Das Segment International + Sondersparten lieferte trotz
Belastung durch die vorerwähnte Firmenwertabschreibung einen soliden
Ergebnisbeitrag.
Das Zinsergebnis erhöhte sich auf € 29,43 Mio., nach € 15,38 Mio. im
ersten Halbjahr 2025. Während das Zinsergebnis im Vorjahr durch
Kursdifferenzen in Höhe von € -13,04 Mio. belastet war, fielen diese im
Berichtszeitraum mit € 0,1 Mio. kaum ins Gewicht. Außerdem führte die im
Jahresvergleich höhere Liquiditätsausstattung zu höheren Zinserträgen.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag somit bei € 203,86 Mio. und damit
deutlich über dem Vorjahreswert von € 144,75 Mio. Die Ertragsteuern
beliefen sich auf € -83,99 Mio. (6M/2025: € -47,68 Mio.), wodurch sich die
Ertragsteuerquote auf 41 % erhöhte. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist
insbesondere auf die vorerwähnte steuerlich nicht abzugsfähige
Firmenwertabschreibung zurückzuführen. Daraus ergibt sich ein Ergebnis
nach Steuern von € 119,87 Mio., gegenüber € 97,07 Mio. im ersten Halbjahr
2025.
Das auf die Fremdanteilseigner entfallende Ergebnis lag mit € 0,81 Mio. in
absoluten Zahlen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Insgesamt
wurde ein Konzernergebnis von € 119,06 Mio. erzielt (6M/2025: € 94,89
Mio.). Bei einer gewichteten Anzahl von 115.442.696 im Umlauf befindlichen
Aktien im ersten Halbjahr 2026, belief sich das Ergebnis je Aktie auf €
1,03 (6M/2025: € 0,82).
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme lag zum 30.6.2026 mit € 16,8 Mrd. um 6 % über dem Wert zum
Jahresende 2025. Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite ergaben sich
aus dem saisonal bedingten Anstieg der Vorräte und Vertragsvermögenswerte,
dem ein Rückgang der liquiden Mittel gegenüberstand.
Gegenüber dem Jahresende 2025 reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf
32,7 %, blieb damit jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau (31.12.2025:
35,9 %). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Auszahlung der
Dividende für das Geschäftsjahr 2025 im ersten Halbjahr 2026
zurückzuführen.
STRABAG berichtet weiterhin eine solide Netto-Cash-Position. Gegenüber dem
Jahresende 2025 reduzierte sich diese aufgrund des im Baugeschäft
typischen Saisonalitätseffekts und des damit verbundenen Aufbaus von
Working Capital sowie der Investitionen im ersten Halbjahr von € 3.518,26
Mio. auf € 2.606,26 Mio.
Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit drehte mit € 11,16 Mio. in den
positiven Bereich (6M/2025: € -284,44 Mio.). Zurückzuführen ist diese
Entwicklung auf einen höheren Cashflow aus dem Ergebnis sowie auf einen im
Jahresvergleich geringeren Working Capital-Aufbau.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf € -677,99 Mio.
(6M/2025: € -430,31 Mio.). Der gegenüber dem Vorjahr höhere Mittelabfluss
steht im Einklang mit der Umsetzung der Strategie 2030 und ist
insbesondere auf die Unternehmensakquisitionen der WTE-, Van Elle- und
Stumpp-Gruppe zurückzuführen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2026
bei € -245,07 Mio. (6M/2025: € -261,75 Mio.). Damit fiel der Mittelabfluss
trotz einer im Jahresvergleich höheren Dividendenausschüttung geringer
aus. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Aufnahme von
Non-Recourse-Verbindlichkeiten zur Refinanzierung der Erweiterung des
Hold-Estate-Portfolios.
Mitarbeiteranzahl
Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Durchschnitt 80.923 Mitarbeitende (FTE)
beschäftigt, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
entspricht. Die größten Zuwächse waren infolge der Übernahmen von Van Elle
und der WTE Gruppe sowie eines Kapazitätsaufbaus zur Abwicklung von
Großprojekten im Vereinigten Königreich und in Deutschland zu verzeichnen.
In der Region Americas verringerte sich die Anzahl der Mitarbeitenden
aufgrund der Abarbeitung von Großprojekten.
Ausblick 2026
Basierend auf dem anhaltend starken Zuwachs des Auftragsbestands und der
deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Quartal aktualisiert der
Vorstand den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. Er geht nun von einer
Leistung nahe € 23 Mrd. aus; zuvor lag die Einschätzung bei rund € 22 Mrd.
Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr wird die
EBIT-Marge für das Gesamtjahr 2026 nun in einer Bandbreite von 5,5 % bis 6
% erwartet; ursprünglich lag die Prognose bei 5 % bis 5,5 %. Die
Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) werden
unverändert bei höchstens € 1,5 Mrd. erwartet.
STRABAG SE ist ein europäischer Technologiekonzern für
Baudienstleistungen, führend in Innovation und Kapitalstärke. Unser
Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte
Bauwertschöpfungskette ab. Wir schaffen Mehrwert für unsere Kund:innen,
indem wir Bauwerke ganzheitlich, über den gesamten Lebenszyklus betrachten
– von der Konzeption über die Planung und Errichtung, den Betrieb und das
Facility Management bis hin zur Umnutzung oder zum Rückbau. Dabei
übernehmen wir Verantwortung für Mensch und Umwelt: Wir arbeiten an der
Zukunft des Bauens und investieren in unsere derzeit mehr als 250
Innovationsprojekte und 400 Nachhaltigkeitsprojekte. Durch das Engagement
unserer rd. 89.000 Mitarbeiter:innen erwirtschaften wir jährlich eine
Leistung von etwa € 20 Mrd.
Mit einem dichten Netz aus zahlreichen Tochtergesellschaften in vielen
europäischen Ländern und auch auf anderen Kontinenten erweitern wir unser
Einsatzgebiet weit über Österreichs und Deutschlands Grenzen hinaus.
Gemeinsam, im Schulterschluss mit starken Partner:innen, verfolgen wir ein
klares Ziel: klimaneutral und ressourcenschonend planen, bauen und
betreiben.
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