
Blackout-Pläne für alle Gemeinden im Bezirk Zwettl fertiggestellt
LH-Stv. Pernkopf: Wichtig für Sicherheit im Katastrophenfall
Als erster Bezirk Österreichs können nun sämtliche Gemeinden im Bezirk Zwettl auf einen fertigen Sonderkatastrophenschutzplan für einen großflächigen Strom- und Infrastrukturausfall zurückgreifen. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zeigt sich beeindruckt vom Engagement im Waldviertel: „Mit den Blackout-Plänen wurde ein wichtiger Meilenstein für die Sicherheit der Bevölkerung und die Krisenfestigkeit der Region erreicht. Der Bezirk Zwettl beweist eindrucksvoll, wie vorausschauende Katastrophenschutzplanung funktioniert, denn mit den nun vorliegenden Sonderkatastrophenschutzplänen verfügt jede Gemeinde im Bezirk Zwettl über klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen für den Fall eines großflächigen Strom- und Infrastrukturausfalls.“
Koordiniert wurde das umfassende Projekt von der Bezirkshauptmannschaft Zwettl. Unter der Führung von Bezirkshauptmann Markus Peham arbeiteten Gemeinden, Behörden, Einsatzorganisationen sowie Betreiber kritischer Infrastruktur eng und zielorientiert zusammen. „Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Herausforderungen eines möglichen Strom- und Infrastrukturausfalls können nur gemeinsam bewältigt werden. Der Bezirk Zwettl hat hier Pionierarbeit geleistet und eine Vorbildwirkung für ganz Österreich geschaffen“, betont Peham.
Der Zwettler Bürgermeister Franz Mold ergänzt: „Im Bezirk Zwettl waren wir schon öfter von Katastrophen betroffen. Die Hochwasser 2002 und 2024 sowie der Raureif 2014 haben massive Schäden an den Stromleitungen verursacht und zu tagelangen Stromausfällen geführt. Für unsere Gemeinden ist daher eine vorrausschauende Katastrophenschutzplanung ein wichtiges Anliegen. Dank gebührt an dieser Stelle unserem Bezirkshauptmann Markus Peham, der dieses Projekt maßgeblich vorangetrieben hat.“
Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Ewald Edelmaier betont: „Diese gemeinsame Vorbereitung hat sich auch beim Hochwasser 2024 bewährt. Behörden und Einsatzkräfte kannten sich und ihre Abläufe – dadurch konnte im Ernstfall schneller und effizienter gehandelt werden. Das zeigt den Wert der engen Zusammenarbeit im Katastrophenfall.“
Die Bedeutung solcher Vorbereitungen wird durch zahlreiche Ereignisse im In- und Ausland immer wieder bewiesen. Naturkatastrophen, technische Störungen oder geopolitische Entwicklungen machen deutlich, wie rasch kritische Infrastrukturen beeinträchtigt werden können. Eine umfassende Vorsorge und klare Einsatzabläufe sind daher entscheidende Faktoren, um die Versorgung der Bevölkerung auch in Krisensituationen sicherzustellen.
Grundlage für dieses Projekt war ein vom Land Niederösterreich und dem Niederösterreichischen Zivilschutzverband erarbeiteter Leitfaden. Dieser diente den Gemeinden im Bezirk Zwettl als einheitliche und praxisnahe Vorlage für ihre Planungen und stellte sicher, dass alle wesentlichen Maßnahmen und Abläufe systematisch berücksichtigt wurden. Neben den Gemeinden und Behörden waren auch die Einsatzorganisationen sowie Betreiber kritischer Infrastruktur aktiv eingebunden. Dazu zählen unter anderem Kliniken, Pflege- und Betreuungszentren, die gerade im Falle eines länger andauernden Stromausfalls eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung der Versorgung und Betreuung einnehmen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung der Pläne war zudem die große Katastrophenschutzübung im Mai 2024 „TEMPESTAS“, die zahlreiche Verantwortliche im Bezirk für die Herausforderungen eines umfassenden Strom- und Infrastrukturausfalls sensibilisierte. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die Planungen ein und trugen zur Qualität der Vorsorgemaßnahmen bei.
Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, T: +43 2742 9005 – 12704, M: +43 676 812 15283, E: lhstv.pernkopf@noel.gv.at
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