ÖVP-Keri: Neue Zahlen zeigen massiven Handlungsbedarf bei der Wiener Kinder- und Jugendhilfe

Fast jedes dritte fremduntergebrachte Kind Österreichs kommt aus Wien

„Die neuen Zahlen der Statistik Austria zeigen einmal mehr den massiven Handlungsbedarf bei der Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Die MA 11 ist seit Jahren ein einziger Problemfall. Strukturelle Missstände werden regelmäßig aufgezeigt, nachhaltige Verbesserungen bleiben aber aus“, so die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Sabine Keri.

Laut den aktuellen Zahlen finden in der Bundeshauptstadt zwar nur 23 Prozent der eingeleiteten Gefährdungsabklärungen Österreichs statt (12.780 von insgesamt 54.901), jedoch liegt der Anteil der Kinder in der Vollen Erziehung bei 32 Prozent (4.150 von insgesamt 13.029). Damit ist fast jedes dritte fremduntergebrachte Kind Österreichs aus Wien. „Es stellt sich die Frage, ob hier wirklich alles an Familienarbeit sowie an Unterstützung in der Erziehung unternommen wird, um Kindesabnahmen zu verhindern“, so die Familiensprecherin. „Kinder aus ihren Familien zu nehmen, muss immer das letzte Mittel sein. Umso wichtiger ist es, Familien rechtzeitig zu unterstützen und Probleme möglichst früh aufzufangen. Genau hier muss Wien endlich stärker ansetzen“, so Keri.

Für Keri reihen sich die neuen Zahlen in ein seit Jahren bekanntes Bild ein. Volksanwaltschaft, Stadtrechnungshof sowie der Kinder- und Jugendanwalt kritisieren ebenfalls regelmäßig die überlasteten Krisenzentren, fehlende Betreuungsplätze sowie Mängel bei der Kontrolle und Aufsicht der Wiener Kinder- und Jugendhilfe. „Auch die vielen von uns in den letzten Wochen aufgedeckten Skandale haben gezeigt, dass unklar ist, ob das viele Geld auch tatsächlich bei den Kindern ankommt.

„Neos-Stadträtin Bettina Emmerling muss die MA 11 endlich grundlegend neu aufstellen. Im Mittelpunkt muss das Wohl der Kinder stehen und nicht die ineffiziente Verwaltung eines Systems, dessen Probleme seit Jahren bekannt sind“, so Keri abschließend.

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