Aufatmen in Amstetten: Orden rettet das Don-Bosco-Heim – Schwarz-blaue Landesregierung blamiert sich bis auf die Knochen

Große Erleichterung in der Amstettner Jugendarbeit: Das Don-Bosco-Jugendzentrum wird am 1. Jänner seine Türen wieder öffnen. Der Orden der Salesianer Don Boscos unter dem neuen Provinzial P. Peter Rinderer hat sich dazu entschlossen, den Betrieb aus eigenen Stücken und ohne die gestrichene Landesförderung wieder aufzunehmen.

Für den Amstettner Landtagsabgeordneten und Gemeinderat Dominic Hörlezeder (Grüne) ist das ein Grund zur Freude, aber auch ein Anlass für fundamentale Kritik an der Landespolitik:

„Zuerst möchte ich dem Orden der Salesianer meinen tiefsten Dank aussprechen. Dass das ‚JA Don Bosco‘ im Jänner wieder aufsperrt, ist eine fantastische Nachricht für unsere Jugend und ein Beweis für die echte soziale Verantwortung der Kirche. Es ist gut, dass sich in den letzten Wochen auch die Stadtpolitik für Notfallpläne eingesetzt hat. Wenn es um unsere Jugendlichen geht, ist Zusammenhalt gefragt.“

KULTURKAMPF AUF DEM RÜCKEN DER JUGEND

Scharfe Kritik übt Hörlezeder jedoch an der Landesregierung. Dass ein privater Orden nun in die Bresche springen muss, um die Basis-Jugendarbeit in der Region zu retten, sei ein beispielloses politisches Armutszeugnis für das Land Niederösterreich:

„Das Don-Bosco-Heim musste Ende Juli nur deshalb seine Getränke- und Snackvorräte an die Jugendlichen verschenken und schließen, weil die schwarz-blaue Landesregierung komplett versagt hat. Es ist unfassbar: Ein FPÖ-Landesrat streicht 50.000 Euro – und damit 40 Prozent des Jahresbudgets – als Racheaktion wegen eines Aufklärungsworkshops und einer Regenbogenfahne. Dass man einen ideologischen Kulturkampf auf dem Rücken von Jugendlichen austrägt, ist schäbig. Dass die ÖVP auf Landesebene unter LH Mikl-Leitner bei diesem Kahlschlag einfach zusieht, macht sie zur stillen Komplizin.“

LANDESREGIERUNG DARF NICHT AUS DER VERANTWORTUNG ENTLASSEN WERDEN

Hörlezeder sieht seinen Kurs der sachlichen, aber harten Kontrolle bestätigt und fordert eine nachhaltige Lösung:

„Wir können uns als Gesellschaft nicht darauf verlassen, dass immer ein Orden oder private Spender einspringen, wenn das Land Niederösterreich seine Hausaufgaben nicht macht. Die Landesregierung ist und bleibt in der Pflicht, Jugendarbeit strukturell abzusichern. Ich werde im Landtag weiterhin ganz genau hinschauen und jene in die Pflicht nehmen, die für diese Eskalation gesorgt haben. Für heute aber überwiegt die Freude: Die Amstettner Jugend hat ihren Treffpunkt zurück.“

Pressesprecher
Michael Pinnow

Grüner Klub im NÖ Landtag
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