
ÖGB begrüßt Hitzeschutz-Pläne von Ministerin Schumann und fordert Nachbesserungen für Innenräume
Djalinous-Glatz: „Extreme Hitze belastet Beschäftigte enorm, der Arbeitnehmer:innenschutz muss sich an die neuen Gegebenheiten der Klimakrise anpassen.“
Anlässlich des extremen Hitzesommers und zahlreichen Hitzetoten hat Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann heute Morgen auf Ö1 angekündigt, auch die Hitzeschutzverordnung für Arbeiten im Freien weiterentwickeln zu wollen. Das Arbeitsinspektorat habe aufgezeigt, dass in vielen Betrieben bei diesem Thema noch großer Nachholbedarf bestehe. Der ÖGB begrüßt diese angekündigte Nachschärfung ausdrücklich. Gleichzeitig besteht auch dringender Handlungsbedarf beim Hitzeschutz in Innenräumen.
„BEI HITZE BRAUCHT ES WIRKSAMEN SCHUTZ FÜR ALLE BESCHÄFTIGTEN“
„Die angekündigte Nachschärfung bei der Hitzeschutzverordnung ist alternativlos. Wir wissen aus den Rückmeldungen unserer ÖGB-Hitzeumfrage, dass die Belastung der Arbeitnehmer:innen in den letzten Wochen sehr groß war. Hier besteht großer Handlungsbedarf“, sagt Dinah Djalinous-Glatz, Expertin für Arbeitnehmer:innenschutz im ÖGB.
Extreme Hitze ist eine große Belastung für die Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten. Der ÖGB setzt sich daher für wirksame Schutzmaßnahmen ein, die den tatsächlichen Arbeitsbedingungen Rechnung tragen.
HITZEBELASTUNG BETRIFFT AUCH BESCHÄFTIGTE IN INNENRÄUMEN
Auch in Innenräumen kann die Belastung durch hohe Temperaturen sehr groß sein. Je nach baulichen und betrieblichen Gegebenheiten unterscheidet sich die Hitzebelastung in Innenräumen manchmal kaum von jener im Freien.
„Die derzeitige Ausgestaltung der Arbeitsstättenverordnung wird den extremen Arbeitsbedingungen unter Hitze nicht mehr gerecht. Wir brauchen daher dringend auch einen effektiveren Schutz in Innenräumen und damit eine Überarbeitung der Arbeitsstättenverordnung“, betont Djalinous-Glatz.
KLIMAKRISE MACHT ANPASSUNG DES ARBEITNEHMER:INNENSCHUTZES NOTWENDIG
Die Regierung hat in ihrem Programm die Modernisierung des Arbeitnehmer:innenschutzes angekündigt. Im Zuge dieser Modernisierung sollte laut Djalinous-Glatz auch der Hitzeschutz in Innenräumen verbessert werden.
„Das Hitzethema wird die Beschäftigten nicht mehr verlassen. Der Arbeitnehmer:innenschutz muss deshalb an die zunehmenden Belastungen durch extreme Temperaturen angepasst werden. Beschäftigte haben das Recht auf sichere und gesundheitlich vertretbare Arbeitsbedingungen“, so Djalinous-Glatz.
DER ÖGB FORDERT:
* eine rasche Nachschärfung der Hitzeschutzverordnung
* eine Überarbeitung der Arbeitsstättenverordnung für einen wirksameren Hitzeschutz in Innenräumen
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