FCG/GPA: Der erste Schultag gehört den Kindern

Christliche Gewerkschafter:innen fordern freien Tag für Eltern von Taferlklasslern

Kommenden Montag beginnt in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg das neue Schuljahr. Für tausende Kinder steht dabei ein ganz besonderer Tag bevor: der erste Schultag in der Volksschule. Das nimmt die Fraktion Christlicher Gewerkschafter:innen in der Gewerkschaft GPA zum Anlass, um eine bezahlte Freistellung für Eltern von Tafelklasslern zu fordern.

„Der erste Schultag ist ein Meilenstein im Leben eines Kindes. Da sollten die Eltern nicht zwischen Arbeitsplatz und Schule hin- und her hetzen müssen. Wir wollen, dass Eltern diesen wichtigen Moment gemeinsam mit ihrem Kind erleben können – ohne schlechtes Gewissen und ohne die Frage, ob sich das mit dem Urlaub irgendwie ausgeht“, fordert Wolfgang Pischinger, FCG/GPA Vorsitzender. Die Bundesfrauenvorsitzende der FCG/GPA, Karin Zeisel, bekräftigt diese Meinung: „Kinder erinnern sich vielleicht nicht an jede Hausaufgabe, aber sie erinnern sich daran, wer am ersten Schultag dabei war. Diesen Tag sollten wir Familien schenken – und nicht dem Terminkalender.“

ERSTER SCHULTAG BEREITS IN EINIGEN KOLLEKTIVVERTRÄGEN EIN FREIER TAG

Dass eine solche Regelung funktioniert, zeigen bestehende Kollektivverträge. So gibt etwa der Kollektivvertrag für das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe für die Begleitung des Kindes am ersten Schultag der 1. Volksschulklasse durch einen Elternteil einen ganzen Tag frei. In der Tabakwarenindustrie ist ebenso ein Arbeitstag als bezahlte Freizeit vorgesehen. Andere Kollektivverträge kennen ebenfalls entsprechende Regelungen.

„Familienfreundlichkeit darf nicht vom Glück abhängen, in welcher Branche man arbeitet. Wenn wir wollen, dass sich Arbeit und Familie wirklich vereinbaren lassen, müssen wir auch bei solchen wichtigen Lebensereignissen ansetzen. Der erste Schultag ist kein gewöhnlicher Tag“, so Zeisel.

„Wir haben hier nichts Weltfremdes vor. Die Sozialpartner haben in verschiedenen Branchen längst gezeigt, dass eine solche Lösung möglich ist“, betont Pischinger. „Was heute für manche Beschäftigte gilt, sollte künftig für alle Eltern gelten“, so die beiden Vorsitzenden abschließend.

FCG/GPA
Mag. Gertraud Kreiml, MA
Telefon: 0676/817111395
E-Mail: gertraud.kreiml@gpa.at
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