
Übergabe AR-Anwendung des Osaka-Paravents an Schloss Eggenberg
Austria@Expo2025: Wie ein altes Kunstwerk durch österreichische Innovation ein neues Kapitel seiner Geschichte schreibt
Vor rund 400 Jahren entstand in Japan der heute als „Osaka zu byōbu“ bekannte Paravent – eines der bedeutendsten erhaltenen Zeugnisse des Goldenen Zeitalters der japanischen Handelsmetropole Osaka. Das außergewöhnliche Kunstwerk zeigt das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Osakas zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Jahrhunderte später gelangte es nach Europa und wurde in den Sammlungen von Schloss Eggenberg des Universalmuseums Joanneum bewahrt. Erst vor wenigen Jahren wurde seine außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung wiederentdeckt.
Zur Expo 2025 Osaka kehrte der Paravent als originalgetreue Reproduktion symbolisch an seinen Entstehungsort zurück. In der Austria Lounge des österreichischen Pavillons verband sich dieses bedeutende Kulturerbe mit österreichischer Innovation.
Die vom Wiener Unternehmen Artivive entwickelte Augmented-Reality-Anwendung ließ ausgewählte Szenen des Paravents mittels Smartphone oder Tablet lebendig werden. Animationen, Hintergrundinformationen und digitale Inhalte eröffneten den Besucherinnen und Besuchern einen völlig neuen Zugang zu den zahlreichen Details des Kunstwerks und verbanden historische Kultur mit zeitgemäßem Storytelling.
Diese Innovation bleibt nun dauerhaft erhalten: Regierungskommissärin Ursula Plassnik übergab die AR-Anwendung mit Unterstützung von AT&S und Artivive an Schloss Eggenberg. Besucherinnen und Besucher können den Osaka-Paravent künftig nicht nur im Original in einem der Prunkräume des Schlosses betrachten, sondern ergänzend interaktiv entdecken. Die Anwendung erschließt verborgene Details, erklärt historische Zusammenhänge und ergänzt die wissenschaftliche Vermittlung um eine zeitgemäße digitale Ebene.
Ursula Plassnik, Regierungskommissärin der österreichischen Beteiligung an der Expo 2025 Osaka: „Eine Weltausstellung endet nach sechs Monaten – aber ihre Ideen wirken weiter. Der Osaka-Paravent ist dafür ein starkes Symbol: vor 400 Jahren in Japan entstanden, in Österreich bewahrt, 2025 auf der Expo an seinen Ursprungsort zurückgekehrt und nun dank österreichischer Innovation dauerhaft in Schloss Eggenberg erlebbar. Auch so geht heute Wertschöpfung mit einzigartigem, klassischem Kulturgut. Und so wird konsequente Nachnutzung zu einem Gewinn für Kultur und Gesellschaft.“
Sergiu Ardelean, CEO und Co-founder von Artivive: „Artivives Augmented-Reality-Technologie macht Geschichten sichtbar, ohne das Original zu verändern. Der Osaka-Paravent verdeutlicht, wie digitale Technologien historische Kunstwerke um eine zusätzliche Erzählebene erweitern können und Besucherinnen und Besucher dazu einladen, tiefer in ihre Geschichte einzutauchen.“
Gerald Reischl, Sprecher von AT&S: „Wenn Kultur auf künstliche Intelligenz trifft, entstehen neue Formen des Erlebens. Als AT&S sind wir Teil dieses Projekts, weil unsere Technologien die Basis für High Performance Computing und digitale Innovationen bilden. So schlagen wir Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft und machen Geschichte interaktiv erlebbar.“
Paul Schuster, Leiter von Schloss Eggenberg: „Der Osaka-Paravent in Eggenberg zählt zu den wertvollsten Objekten in den Sammlungen des Universalmuseums Joanneum. Er ist der älteste in-situ erhaltene japanische Stellschirm in Europa. Während das Original weiterhin in den Prunkräumen für Faszination sorgt, birgt die Reproduktion in Kombination mit der entwickelten Anwendung neue Zugänge für das Besuchserlebnis unserer Gäste, um in dieses faszinierende Kunstwerk einzutauchen.“
Die Übergabe unterstreicht den nachhaltigen Anspruch der österreichischen Beteiligung an der Expo 2025 Osaka. Exponate, Innovationen und Ideen wirken über die Weltausstellung hinaus weiter und schaffen langfristigen Mehrwert für Kultur, Bildung und internationale Zusammenarbeit.
Und der Osaka-Paravent setzt seine außergewöhnliche Reise fort: entstanden in Japan, bewahrt in Österreich, auf der Expo an seinen Ursprungsort zurückgekehrt – und nun dauerhaft bereichert durch österreichische Kreativität und Technologie in Schloss Eggenberg.
ÖSTERREICH BEI DER EXPO 2025 – WWW.EXPOAUSTRIA.AT
Die Weltausstellung „Expo 2025 Osaka, Kansai, Japan“ fand von 13. April bis 13. Oktober 2025 zum Generalthema „Designing Future Society for Our Lives“ statt. Über 1,2 Mio. Menschen besuchten den Österreich-Pavillon mit dem Motto „Composing the Future“. Der österreichische Beitrag verstand sich als Plattform des Dialogs und präsentierte die Vielfalt und Leistungsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Abwicklung und Finanzierung erfolgte in Zusammenarbeit von Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich.
ARTIVIVE GMBH WWW.ARTIVIVE.COM
Artivive ist eine AR-Plattform, mit der Kreative ihre Werke in nur wenigen einfachen Schritten zum Leben erwecken können – wie Canva für Augmented Reality. Von bildender Kunst über Druckwerke und Ausstellungen bis hin zu Installationen und Street Art macht Artivive es einfach, interaktive Erlebnisse zu erstellen, zu teilen und zu skalieren. Mehr als 700.000 Kreative, Institutionen und Museen weltweit – darunter Universitäten und Kultureinrichtungen – vertrauen bereits auf Artivive, um Kunstwerke und kreative Projekte in einer neuen Dimension erlebbar zu machen.
AT&S – ADVANCED TECHNOLOGIES & SOLUTIONS www.ats.net
AT&S ist ein globales Technologieunternehmen und führender Anbieter von hochwertigen IC-Substraten und Leiterplatten. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Lösungen für digitale Schlüsselindustrien: KI-Infrastruktur, High-Performance-Computing, mobile Endgeräte, Automobil, Luft- und Raumfahrt, Industrie und Medizintechnik. Mit Standorten in Österreich, China, Malaysia und Indien sowie einem europäischen Kompetenzzentrum für R&D und IC-Substrat-Produktion in Leoben gestaltet AT&S den digitalen Wandel aktiv mit.
SCHLOSS EGGENBERG WWW.MUSEUM-JOANNEUM.AT
Schloss Eggenberg in Graz ist UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen Österreichs. Die nach 1625 errichtete Residenz der Fürsten Eggenberg birgt bis heute einen nahezu unverfälschten Zyklus von 24 Prunkräumen mit originaler Ausstattung aus dem Barock und Rokoko. Höhepunkt ist der glanzvolle Planetensaal. Als wichtiger Standort des Universalmuseums Joanneum beherbergt Schloss Eggenberg außerdem die Alte Galerie, das Münzkabinett und das Archäologiemuseum. In Verbindung mit dem umgebenden historischen Garten bietet Eggenberg ein besonderes Besuchserlebnis, das Architektur, Kunst, Geschichte und Natur für Besucherinnen und Besucher auf besondere Weise verbindet. (PWK437/ST)
Fotos von der Übergabe finden Sie zum honorarfreien Download (Credit: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek) unter:
Expo-Büro der WKÖ
Hon.-Prof. (FH) Mag. (FH) Alf Netek, M.A.
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