Voglauer/Grüne zum Grünen Bericht 2026: „Auch für Daten gilt: Verwenden statt verschwenden“

Statistiken und Hagelversicherungsdaten als Grundlage für treffsichere Unterstützung für von Dürre betroffene Bäuerinnen und Bauern zu verwenden, liegt Totschnig offenbar fern

„Es ist schlichtweg unverständlich und erschreckend, dass Landwirtschaftsminister Totschnig mit den umfangreichen Daten und Studien, die seinem Haus vorliegen, anscheinend nichts praktisches anzufangen weiß. Das zeigt sich jetzt anhand der noch immer nicht beschlossenen Dürrehilfen und des aktuellen Grünen Berichts noch offenkundiger“, meint Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, anlässlich der Veröffentlichung des Grünen Berichts 2026.

Sie fährt fort: „Es braucht keine besondere Expertise, um nach diesem Dürresommer festzustellen, dass die Einkommen der heimischen bäuerlichen Betriebe heuer geringer ausfallen werden. Gerade deshalb müssen Unterstützungen vorrangig in jene Sparten fließen, die schon vor diesem Dürresommer nur knapp ein Auskommen gefunden haben und sich keine Rücklagen für solche Ertragseinbußen aufbauen konnten, wie sie die Dürre heuer mit sich brachte.“

„Dem Landwirtschaftsministerium liegt ein dermaßen umfangreicher Datenschatz vor, es verfügt über derart viele öffentlich finanzierte Studien und Forschungsergebnisse zu Klima und Umwelt, umfangreiche Statistiken und Datensätze zu Einkommen und Betriebsstrukturen der heimischen Landwirtschaft. Der Redaktionsschluss für den grünen Bericht war bereits Ende Juli, seit Ende August liegen die fertig gedruckten Ausgaben vor. Aber diese Statistiken zusammen mit den Daten der Hagelversicherung in die Hand zu nehmen und sie als Grundlage für eine treffsichere Unterstützung der von der Dürre besonders betroffenen und in ihrer Existenz gefährdeten Bäuerinnen und Bauern zu verwenden, liegt ihm offenbar fern“, so Voglauer.

Ebensowenig Verständnis hat Voglauer für die Ausflüchte Totschnigs gegenüber den Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern: „Anstatt sich auf EU-Vorgaben herauszureden, sollte Minister Totschnig die Forderungen der Bio-Landwirtschaft ganz besonders ernst nehmen, denn dort findet er das Rückgrat der Umwelt- und Klimaleistungen des gesamten Sektors. Diese Leistungen brauchen eine Abgeltung und darauf muss im Agrarumweltprogramm ganz besonderes Augenmerk gelegt werden. Die Bio-Landwirtschaft ist Vorreiterin in der Klimawandelanpassung. Von einem verantwortungsvollen Minister müssen sich die Bürger:innen und insbesondere die Bäuerinnen und Bauern treffsichere Maßnahmen auf Basis des vorliegenden Datenschatzes erwarten können.“

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