
VÖPE-Herbstkonferenz: „Einfach finanzieren, kräftig bauen“ – mit weniger Komplexität zu mehr Wohnbau und Investitionen
Immobilienbranche diskutierte über Finanzierung, Regulatorik, serielles Bauen, Sanierung, Tourismusentwicklung und schnellere Genehmigungsverfahren
Hohe Baukosten, schwierige Finanzierungen und komplexe Vorgaben bremsen den österreichischen Wohnbau. Auch lange Genehmigungsverfahren verzögern Projekte. Wie diese Hürden abgebaut werden können, stand im Mittelpunkt der VÖPE-HERBSTKONFERENZ AM 16. SEPTEMBER IN WIEN. Unter dem Motto „EINFACH FINANZIEREN, KRÄFTIG BAUEN“ brachte die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) im The Venue in Wien Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Finanzmarkt, Wissenschaft und Immobilienwirtschaft zusammen. Im Fokus standen konkrete Lösungen für einfachere, schnellere und effizientere Bauprozesse.
„Wir müssen wieder mehr bauen. Dafür brauchen wir deutlich einfachere Rahmenbedingungen. Finanzierung, Regulatorik und Genehmigungen dürfen nicht länger zu Bremsklötzen für notwendige Investitionen werden“, betonte MMAG. PETER ULM, MRICS, VIZEPRÄSIDENT DER VÖPE SOWIE GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER ALLORA IMMOBILIEN GMBH. Auch neue Bauweisen und eine schnellere Sanierung des Bestands seien gefragt. „Serielles Bauen, ressourcenschonende Planung und eine effizientere Sanierung können wesentlich dazu beitragen, Wohnraum schneller zu schaffen“, so Ulm.
VÖPE-GESCHÄFTSFÜHRER ALEXANDER PAWKOWICZ fordert ebenfalls einen Abbau unnötiger Hürden: „Jede Verzögerung und jede Überregulierung verteuert Projekte. Das trifft am Ende auch jene, die dringend Wohnraum suchen. Unsere Herbstkonferenz soll deshalb konkrete Lösungen und Stellschrauben aufzeigen.“
FINANZIERUNG UND REGULATORIK IM FOKUS
Den Auftakt der VÖPE-Herbstkonferenz machte MAG. STEFAN BRUCKBAUER, CHEFVOLKSWIRT DER UNICREDIT BANK AUSTRIA, mit einer Keynote zu den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Danach diskutierten Bruckbauer, MAG. NADJA KÖFER-HOLZER, MSC, RA (EM.), Mitglied im Präsidium der VÖPE und Prokuristin der STC-Immobiliengruppe, sowie MAG. ROLAND SALOMON, BA, CPM, CRM, Stv. Abteilungsleiter der Finanzmarktaufsicht (FMA), über Finanzierung und Regulatorik. Die zentrale Frage: WIE KÖNNEN KAPITALMARKT UND REGULIERUNG BESSERE VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN WOHNBAU SCHAFFEN?
SERIELLES BAUEN UND RESILIENTE QUARTIERE
Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft des Bauens. DI MARTA SMAGACZ-JEDLINSKA, PMP, sprach über serielles Bauen. SABINE MÜLLER, Mitglied im VÖPE-Präsidium und Vorständin der Wien 3420 aspern Development AG, widmete sich dem Thema Bodenversiegelung.
Um Fördermöglichkeiten ging es bei CHRISTOPHER PONGRATZ, BSC, MSC. DIPL.-ING. TERESA FINK vom AIT Austrian Institute of Technology zeigte Möglichkeiten einer faktenbasierten Planung resilienter Quartiere auf. In einer anschließenden Podiumsdiskussion, an der unter anderem PHILIPP RESL, MBA, MITGLIED IM PRÄSIDIUM DER VÖPE, teilnahm, ging es um die zentralen Hebel für mehr Effizienz im Bausektor.
TOURISMUS BRAUCHT PASSENDE RAHMENBEDINGUNGEN
Mit dem Themenblock „EINFACH TOURISTISCH“ rückte die touristische Projektentwicklung in den Fokus. DR. SIEGFRIED KAINZ sprach über „Buy to let – touristische Projektentwicklung“. Gemeinsam mit Vertretern aus Tourismus und Immobilienwirtschaft wurde diskutiert, welche Rahmenbedingungen erfolgreiche touristische Projekte brauchen.
SCHNELLERE GENEHMIGUNGEN ALS KONJUNKTURMOTOR
Zum Abschluss stand das Thema „EINFACH SCHNELLER GENEHMIGEN“ auf dem Programm. Peter Ulm zeigte in seiner Keynote am Beispiel des Wiener Zinshauses, wie Sanierungen im Bestand einfacher werden können. Anschließend diskutierten DIPL.-ING. GERALD BECK, MRICS, Mitglied im Präsidium der VÖPE und Geschäftsführer von BIG und ARE, KOMMR MAG. MICHAEL GEHBAUER, Obmann des Österreichischen Verbands Gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) sowie Peter Ulm über schnellere Verfahren.
„Wenn wir Wachstum, Wohnbau und Investitionen wieder ankurbeln wollen, müssen wir dort ansetzen, wo Projekte heute Zeit und Geld verlieren. Schnellere Verfahren, mehr Digitalisierung und standardisierte Prozesse sind entscheidend. Weniger bürokratische Komplexität ist die Voraussetzung dafür, dass Österreich wieder mehr und leistbarer bauen kann“, so VÖPE-Vizepräsident Ulm abschließend.
Fotos der VÖPE-Herbstkonferenz finden Sie hier: https://albacommunications.pixieset.com/voepeherbstkonferenz2026/
Credit: ALBA Communications
_Die VÖPE – Vereinigung Österreichischer Projektentwickler ist ein freiwilliger und parteiunabhängiger Zusammenschluss von gewerblichen Immobilienprojektentwicklern. Sie setzt sich für bessere Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und eine leistbare, zukunftsorientierte Entwicklung des Wohn- und Wirtschaftsstandorts ein. Aktuell besteht die VÖPE aus 90 Mitgliedern mit gesamt 17.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 32 Mrd. Euro._
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