„Rechter Hetze den Geldhahn zudrehen“: Stiftung COMÚN finanziert Briefe an 1.000 deutsche Arztpraxen

Edelweiss Netzwerk informiert, wie Software des Multimillionärs Gotthardt die Verbreitung von Propaganda finanzieren, dieser ist u.a. über „Exxpress“ auch in Österreich aktiv

Von rund 100.000 deutschen Arztpraxen nutzen rund ein Drittel die Software der „CompuGroup Medical“ (CGM), deren Gründer & Verwaltungsratsvorsitzender Frank Gotthardt ist. CGM verdient bis zu 700 Millionen Euro jährlich daran, Gotthardt ist durch seine Firma zum Multimillionär geworden. Sein Geld steckt er dieser Tage in Kampagnen-Plattformen wie das schwer defizitäre Online-Portal „NIUS“ – bereits über 50 Millionen Euro soll er investiert haben.

Das deutsche Edelweiss Netzwerk informiert mit Briefen nun Ärztinnen und Ärzte in Deutschland über diesen Umstand. Die Stiftung COMÚN unterstützt diese Aktion, indem sie mit einer Spende den Versand von 1.000 Briefen finanziert. Denn die Aktivitäten von Gotthardt sind auch in Österreich von Relevanz – und zwar gleich in doppelter Hinsicht.

GOTTHARDT AUCH IN ÖSTERREICH VON GROSSER RELEVANZ

Einerseits ist das österreichische Online-Portal „Exxpress“ zu 75 Prozent im Eigentum von VIUS, der NIUS-Betreiberfirma von Frank Gotthardt. Diese wird geleitet von Vera Regensburger, der ehemaligen ÖVP-Bereichsleiterin für Politik & Strategie in der Zeit von ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Der „Exxpress“ wiederum untersteht der inhaltlichen Leitung der ehemaligen ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner.

Andererseits ist Gernot Blümel, Ex-ÖVP-Finanzminister, aktuell Geschäftsführer der „GT 3 Wien Management GmbH“, einer Firma von Frank Gotthardt. Diese hat ihren Sitz im gleichen Wiener Büro wie die Firmen von Ex-Kanzler Sebastian Kurz und Ex-Ministerin Elisabeth Köstinger. Letztere wiederum inszeniert sich öffentlich gerne mit ihren guten Kontakten zur CDU, etwa zu Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.

GEFAHR FÜR DEMOKRATIE

„_Wir erachten die rechten Propaganda-Aktivitäten von Frank Gotthardt auch als Gefahr für die Demokratie in Österreich. Daher halten wir es für wichtig, dass der Geldfluss dafür gestoppt wird. Ausgerechnet Mediziner*innen, die sich dem hippokratischen Eid verschrieben haben, wollen wohl kaum indirekt ein Projekt finanzieren, das zu gesellschaftlicher Spaltung führt_“ so Veronika Bohrn Mena, Vorsitzende von COMÚN.

“_Wir bedanken uns recht herzlich bei der Stiftung COMÚN, die mit ihrer Spende nun ermöglicht, dass 1.000 weitere Arztpraxen über die Machenschaften von Frank Gotthardt aufgeklärt werden. Wir vom Edelweiss Netzwerk werden zeitnah den Blick auf seine Verbindungen nach Österreich richten und die Menschen auch darüber aufklären_“, so das deutsche Kollektiv.

Mehr Infos finden sich unter https://edelweissnetzwerk.de/aktionen/medical

Stiftung COMÚN
Telefon: +436607038864
E-Mail: vorstand@comun.at

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