
Zukunftsgespräch am IMC Krems: Junge Menschen wollen die Zukunft aktiv mitgestalten
Drittes Zukunftsgespräch der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ widmete sich Demokratie, Jugendbeteiligung und digitalen Räumen
Wie können junge Menschen eine zunehmend digitale Welt mitgestalten? Welche Rolle spielen Demokratie, politische Bildung und soziale Medien für die nächste Generation? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des dritten Zukunftsgesprächs der Initiative „Mein Land denkt an morgen“, das am 17. September 2026 am IMC Krems stattfand. Unter dem Titel „Wer wollen wir morgen sein? Junge Stimmen, digitale Räume und lebendige Demokratie“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Bildung und Jugend mit dem Publikum über die Zukunft Niederösterreichs.
JUNGE MENSCHEN WOLLEN MITENTSCHEIDEN
Die Veranstaltung brachte aktuelle Forschungsergebnisse, Erfahrungen aus der Praxis und die Perspektiven junger Menschen zusammen. Grundlage der Diskussion waren unter anderem Daten aus dem Demokratieradar sowie Ergebnisse einer Befragung niederösterreichischer Schülerinnen und Schüler, die von Politikwissenschafterin Katrin Praprotnik präsentiert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen der Demokratie überwiegend positiv gegenüberstehen: Unter den bis 29-Jährigen stimmen 83 Prozent der Aussage sehr oder eher zu, dass Demokratie trotz ihrer Probleme besser ist als jede andere Regierungsform, zugleich bleibt das Vertrauen in politische Institutionen zurückhaltender.
Für die Sichtweise der jungen Generation sprach Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl. Sie betonte die Bedeutung echter Mitbestimmung und verwies darauf, dass Jugendliche nicht nur bei klassischen Jugendthemen eingebunden werden möchten, sondern bei allen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen.
DIGITALE KOMPETENZEN ALS SCHLÜSSEL FÜR GESELLSCHAFTLICHE TEILHABE
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Einfluss digitaler Medien und künstlicher Intelligenz auf Meinungsbildung und gesellschaftliche Teilhabe. Julia Eisner von der AI Factory Austria unterstrich die Bedeutung von Medien- und KI-Kompetenz als zentrale Voraussetzung für einen selbstbestimmten Umgang mit Informationen und neuen Technologien.
BETEILIGUNG BRAUCHT RÄUME UND VERANTWORTUNG
Michael Stadlmann, Co-Founder des Innovation Circle und ehemaliger europäischer Jugenddelegierter, hob hervor, dass junge Menschen vor allem dort Verantwortung übernehmen, wo Beteiligung niederschwellig möglich ist und Wirkung zeigt. Dafür brauche es Räume für den Dialog zwischen den Generationen.
„Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften sehen wir es als unsere Aufgabe, junge Menschen nicht nur fachlich auszubilden, sondern sie auch dabei zu unterstützen, gesellschaftliche Entwicklungen mitzugestalten. Demokratie lebt von Beteiligung, Neugier und dem offenen Austausch unterschiedlicher Sichtweisen. Die Zukunft Niederösterreichs wird maßgeblich von jener Generation gestaltet, die heute in Ausbildung steht. Deshalb ist es wichtig, jungen Menschen zuzuhören, ihre Anliegen ernst zu nehmen und ihnen echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu eröffnen“, betonte Ulrike Prommer, Geschäftsführerin des IMC Krems.
Das Zukunftsgespräch war Teil einer Reihe von insgesamt fünf Veranstaltungen, die 2026 in den Regionen Niederösterreichs stattfinden. Die Erkenntnisse aus den Diskussionen und Publikumsbeiträgen fließen in die weitere Arbeit der Initiative „Mein Land denkt an morgen“ ein. Ziel ist es, zentrale Zukunftsfragen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren und daraus Impulse für Politik, Verwaltung und Gesellschaft abzuleiten.
_Text in Anlehnung an: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung_
Weitere Informationen: www.meinlanddenktanmorgen.at
IMC Krems University of Applied Sciences
Raphaela Brandstetter, BA
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