
Rückenwind für die Windenergie: „Mehr heimische Energie stärkt Österreichs Unabhängigkeit“
Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer und LH-Stellvertreter Pernkopf besuchen Windpark Großsierning und setzen auf mehr heimische Energie und Versorgungssicherheit
Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer besuchte gemeinsam mit Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf den Windpark Großsierning. Der Standort zeigt, wie bestehende Flächen effizienter für den Ausbau erneuerbarer Energie genutzt werden können: Neun mehr als 20 Jahre alte Windkraftanlagen werden durch fünf moderne Anlagen ersetzt, eine bestehende Anlage bleibt erhalten. Damit erzeugen künftig sechs statt bisher zehn Windräder rund das Zweieinhalbfache an Ökostrom. Die Leistung des Windparks steigt von 16,2 auf 26,5 Megawatt. Nach Angaben der EVN kann damit künftig Strom für rund 22.000 statt bisher 8.000 Haushalte erzeugt werden. Die Fertigstellung ist für Mai 2027 geplant.
Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Energie ist Standortpolitik. Je mehr günstigen Strom wir selbst erzeugen, desto unabhängiger werden wir und desto stärker wird unser Wirtschaftsstandort. Dieser Windpark zeigt, wie der Ausbau funktionieren kann: weniger Anlagen, deutlich mehr Leistung und mehr heimischer Strom. Mit dem EABG schaffen wir die Grundlage für zusätzliche Terawattstunden aus heimischem erneuerbarem Strom bis 2030. Jetzt geht es darum, diesen Ausbau konsequent voranzutreiben – für leistbare Energie, Versorgungssicherheit und einen wettbewerbsfähigen Standort.“
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Mehr Erneuerbare Energie aus der Heimat heißt weniger Abhängigkeit, mehr Versorgungssicherheit und auch mehr Wertschöpfung. Daher müssen wir die Energie-Unabhängigkeit steigern und die Eigenversorgung anheben. Vor allem der Ausbau von Erneuerbarer Energie aus der Heimat muss weiter vorangetrieben werden, das senkt die Kosten und macht uns unabhängiger von unsicheren Weltregionen wie Russland oder dem arabischen Raum. Dabei sind sich bei uns auch alle Parteien einig, denn allein in Niederösterreich wurden in den letzten drei Jahren z.B. über 200 Windkraftanlagen mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ genehmigt und die Ausbauziele für Wind- und Sonnenstrom weiter angehoben.“
Niederösterreich nimmt damit eine zentrale Rolle bei der Energiewende ein. Laut dem EABG des Bundes sollen bis 2030 im Bundesland gegenüber 2020 zusätzlich 6,14 TWh erneuerbarer Strom erzeugt werden. Bei der Windkraft sieht das EABG für Niederösterreich einen zusätzlichen Ausbau von 2,8 TWh vor, der im Landtag von ÖVP, FPÖ, SPÖ und GRÜNE beschlossene NÖ Energiefahrplan sieht sogar 4,1 TWh Zubau von 2020 bis 2030 vor.
Niederösterreich ist bereits heute das größte stromerzeugende Bundesland Österreichs: 17,6 TWh beziehungsweise 22,3 Prozent der österreichischen Stromerzeugung stammen aus Niederösterreich. Deutlich über hundert Prozent der niederösterreichischen Stromproduktion sind erneuerbar. Besonders stark ist das Bundesland bei der Windkraft: Mit 5,4 TWh stammen 58,6 Prozent der gesamten österreichischen Windstromerzeugung aus Niederösterreich.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Einbindung der Bevölkerung. In Haunoldstein werden in einer Bürger-Energiegemeinschaft Windkraft, Photovoltaik und Kleinwasserkraft miteinander kombiniert. In der Pilotphase konnten die Mitglieder laut Energie Zukunft Niederösterreich 92 Prozent ihres Strombedarfs aus der Energiegemeinschaft beziehen.
Weitere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, Pressesprecher Jürgen Maier, Telefon: 02742/9005-12704, Mobil: 0676/81215283, E-Mail: lhstv.pernkopf@noel.gv.at
Amt der NÖ Landesregierung Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
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