ASFINAG und ÖBB zeigen den schnelleren Weg nach Wien

Neue Echtzeit-Anzeigen bei Stockerau machen sichtbar, wann Park & Ride Zeit spart

Im Auto bleiben oder auf die Bahn umsteigen? Diese Entscheidung müssen Tausende Pendlerinnen und Pendler täglich treffen.

ASFINAG und ÖBB liefern darauf künftig eine Antwort in Echtzeit. Neue Überkopfanzeigen auf der A 22 Donau Ufer Autobahn bei Stockerau vergleichen die aktuelle Fahrzeit nach Wien mit dem Auto und mit dem Zug. Zusätzlich wird die Anzahl freier Stellplätze auf der Park & Ride-Anlage sowie die Abfahrtszeit des nächsten Zuges angezeigt. Damit wird erstmals in Österreich direkt auf der Autobahn sichtbar, wann der Umstieg auf die Bahn tatsächlich Zeit spart. Das Projekt startet morgen, 29. September, um 6 Uhr früh.

„Wer täglich pendelt, will vor allem eines: verlässlich und möglichst rasch ankommen. Mit diesem Projekt machen wir sichtbar, welche Verbindung gerade tatsächlich die schnellste ist. Das stärkt die Wahlfreiheit der Menschen und verbindet die Vorteile von Straße und Schiene. Genau dieser multimodale Ansatz prägt mein Verständnis von Verkehrspolitik: Wir müssen die Verkehrsträger gemeinsam denken und nicht gegeneinander ausspielen“, zeigt sich der Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Peter Hanke, überzeugt.

MOBILITÄT BEGINNT MIT INFORMATION

Die neue Lösung verknüpft mehrere Datenquellen in Echtzeit: Verkehrsdaten der ASFINAG, aktuelle Fahrzeiten auf der A 22, Belegungsdaten des Park-&-Ride-Standorts sowie Fahrplan- und Echtzeitinformationen der täglich über 60 Züge, die über Stockerau zum Praterstern fahren. Die Daten werden laufend zusammengeführt und direkt auf den Überkopfwegweisern angezeigt. Pendlerinnen und Pendler erhalten dadurch genau jene Information, die sie für ihre aktuelle Mobilitätsentscheidung benötigen: weiterfahren oder umsteigen.

„Auf der A 22 bei Stockerau sind wochentags rund 65.000 Fahrzeuge unterwegs. Deshalb investieren wir nicht nur in Infrastruktur, sondern auch in intelligente Mobilität. Wer gute Entscheidungen treffen soll, braucht gute Informationen. Genau diese Informationen stellen wir dort bereit, wo sie gebraucht werden: direkt auf der Strecke. Gemeinsam mit den ÖBB zeigen wir, wie moderne Mobilität funktioniert: Straße und Schiene arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander. Das erleichtert die tägliche Entscheidung und hilft, bestehende Infrastruktur bestmöglich zu nutzen. Oder anders gesagt: gescheiter statt breiter“, erklärt ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl.

ASFINAG-Vorstand Herbert Kasser betont: „Moderne Mobilität entsteht nicht mehr innerhalb einzelner Verkehrssysteme. Sie entsteht dort, wo Straße, Park & Ride und Bahn intelligent zusammenwirken. Mit diesem Projekt machen wir erstmals sichtbar, welche Verbindung im jeweiligen Moment die beste ist. Das stärkt den Modal Split und zeigt, wie wir als Mobilitätspartner der Zukunft bestehende Infrastruktur noch besser nutzen können“.

„Park & Ride verbindet die Stärken von Straße und Schiene. Das Auto bietet individuelle Flexibilität, die Bahn eine sichere Verbindung direkt in die Ballungszentren. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, bestehende Infrastruktur noch besser zu nutzen. Mit diesem Pilotprojekt verknüpfen wir Echtzeitdaten aus Straße, Park & Ride und Bahn und schaffen damit einen konkreten Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler. Die neuen Anzeigen machen auf einen Blick sichtbar, wann der Umstieg auf die Bahn Zeit spart, und unterstützen so eine optimale Mobilitätsentscheidung“, ergänzt Silvia Angelo, Vorständin ÖBB Infrastruktur AG.

ERSTMALS DURCHGÄNGIGE INFORMATIONSKETTE ZWISCHEN STRASSE UND SCHIENE

Mit dem Pilotprojekt schaffen ASFINAG und ÖBB erstmals eine durchgängige Informationskette zwischen Straße, Park & Ride und Bahn. Ziel ist es, Pendlerinnen und Pendlern die tägliche Entscheidung zu erleichtern, bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen und Verkehrsströme effizienter zu lenken. Gleichzeitig wird die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs unmittelbar sichtbar und die Vernetzung der Verkehrsträger gestärkt.

Darüber hinaus leistet das Projekt einen Beitrag zu einer effizienteren und nachhaltigeren Mobilität, indem freie Kapazitäten auf der Schiene besser genutzt und Staus auf den Haupteinfahrtsrouten nach Wien reduziert werden können.

DER SCHNELLSTE WEG NACH WIEN BEGINNT MIT DER RICHTIGEN INFORMATION.
Fotos: https://mediendb.asfinag.at/s/hWL6JmXt

ASFINAG
Pressesprecher
Mag. Andreas Steindl, MAS
Telefon: 0664 6010810833
E-Mail: andreas.steindl@asfinag.at
Website: https://asfinag.at

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