Österreich braucht rasch Hybridkraftwerke aus Wind, PV und Batterien: Potenzial für effiziente Netznutzung sichern

E-Control-Verordnung muss jetzt den Grundsatzrahmen ermöglichen

28.9.2026: Batteriespeicher machen Wind- und Photovoltaikparks zum Kraftwerk der Zukunft. Durch die Kombination von Wind, PV und Speicher können bereits errichtete und bereits bezahlte Netzanschlüsse deutlich effizienter genutzt werden. Heimischer, erneuerbarer Strom steht so möglichst rund um die Uhr zur Verfügung, ohne dass zusätzliche Netzinfrastruktur errichtet werden muss.

Im aktuell diskutierten Entwurf der Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung werden solche Hybridkraftwerke allerdings als nicht systemdienlich eingeordnet. Die damit verbundenen Anreize bleiben solchen Kraftwerken also verschlossen. Damit wäre ihre Umsetzung in der Praxis weitgehend nicht möglich, obwohl sie vorhandene Anschlusskapazitäten nutzen und zu einer besseren Auslastung des Netzes beitragen, ohne relevanten weiteren Ausbau auszulösen.

„Aus unserer Sicht wird diese Einordnung dem technischen und wirtschaftlichen Potenzial von Hybridkraftwerken nicht gerecht. Gerade sie können uns rasch und ohne relevantem Infrastrukturausbau weiterhelfen. Damit wird der Druck auf weiteren Netzausbau verlagert,“ so Florian Maringer, WINDKRAFT Österreich-Geschäftsführer. „Wir haben transparente Berechnungen vorgelegt, die zeigen, wo die wirtschaftlichen Herausforderungen liegen und welche Anreize es braucht, damit bereits bezahlte Netzkapazitäten bestmöglich genutzt werden. Wir sind zuversichtlich, dass diese Fakten in die weitere Ausarbeitung einfließen und vor Inkrafttreten der Verordnung notwendige Anpassungen vorgenommen werden. Klar ist, dass wir gerade in der aktuell, ständigen Krise fossiler Energie rasche Lösungen für eine sichere und heimische Energieversorgung brauchen. Hybridkraftwerke sind eine Lösung ohne relevante Ausbaukosten, sie nutzen bestehende Infrastruktur. Pragmatische Lösungen jetzt umgesetzt – helfen bereits morgen durch die Krise.“

ÜBER WINDKRAFT ÖSTERREICH

Die WINDKRAFT Österreich (ehemals IG Windkraft) ist die Interessenvertretung der österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem, unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den Ausbau der Windenergie. Die WINDKRAFT Österreich repräsentiert rund 180 in den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der

Energieform – von der Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000 Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.

WINDKRAFT Österreich
Mag. (FH) Gerhard Maier
Telefon: +43 660 9199010
E-Mail: presse@wind.at
Website: https://wind.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender