Wiener Schulen reduzieren Lebensmittelabfall um 20%!

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September zieht die Stadt Wien eine erfreuliche Bilanz. Schulen der Stadt Wien haben ihre Lebensmittelabfälle innerhalb eines Schuljahres um mehr als 20 Prozent reduziert. Möglich wurde dies durch eine Schwerpunktaktion mit der Initiative United Against Waste (UAW). Die teilnehmenden Schulen erhielten ein Benchmarking ihrer Ergebnisse sowie praxisnahe Unterstützung durch Informationsveranstaltungen und Leitfäden. 2026 wurde die Kooperation auf 50 Standorte ausgeweitet.

Wiener Schulen haben 2025 mit einem regelmäßigen Lebensmitteabfall-Monitoring von 30 Schulstandorten gestartet. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass fast ein Viertel der angelieferten Speisen entsorgt wurde. Die Magistratsabteilung 56 – Schulen ergriff die Initiative: „_Vielen Schulen ist das Ausmaß der Abfallmengen gar nicht bewusst. Wir wollten gemeinsam mit der Initiative United Against Waste Bewusstsein bei den Verantwortlichen schaffen, ihnen aber auch etwas in die Hand geben, um Speiseabfälle zu vermeiden._“, erklärt ANDREA TRATTNIG, Leiterin der Abteilung Stadt Wien – Schulen (MA 56).

Die Auswertung zeigte doch Unterschiede zwischen den Standorten bei vergleichbaren Rahmenbedingungen. Einige Schulen kamen bereits mit einem Verlustgrad von rund 10 Prozent aus, andere lagen bei etwa 40 Prozent. Gerade die gut aufgestellten Standorte lieferten wertvolle Erfahrungen, von denen andere Schulen profitieren konnten.

Aus der Studie „KÖSTLICH“ der Universität für Bodenkultur Wien ging hervor, dass hohe Anteile der angelieferten Suppen und Salate entsorgt werden. Ein Blick auf die Daten bestätigte dies: Schulen, die das Verhältnis zwischen Hauptspeisen und den weiteren Gängen sehr ähnlich beließen, schnitten schlechter ab als jene Standorte, die variantenreicher bestellten.

Eine besondere Herausforderung stellten kurzfristige Abwesenheiten dar. Da die Bestellungen einige Tage im Voraus abgeschickt werden müssen, konnten insbesondere Krankheitswellen nicht immer rechtzeitig in der Planung berücksichtigt werden.

BESTELLVERHALTEN ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Im Zuge von Informationsveranstaltungen für die Essenverantwortlichen wurden Best-Practice-Beispiele vorgestellt: Der größte Hebel ist die Änderung des Bestellverhaltens. Wenn wiederholt mehrere Kilogramm Lebensmittel in der braunen Abfalltonne landen, muss der Speiserücklauf einzelner Gerichte beobachtet und reduziert werden. Bleiben nur einzelne Menübestandteile (wie Suppe oder Salat) übrig, diese aber in größerem Ausmaß, muss dies bei zukünftigen Bestellungen berücksichtigt werden.

Schüler*innenumfragen zur Menüzusammenstellung, Küchendienst, für mehr Bewusstsein unter den Schüler*innen oder flexiblere Essenszeiten mittels „Gleitzeit-Modell“ für weniger Zeitdruck im Speisesaal waren begleitende Maßnahmen, von denen Schulen selbst berichteten. Die direkte Abstimmung und offenes Feedback mit den Essenslieferanten, etwa zu beliebten und weniger beliebten Speisen, ist ein weiterer wichtiger Baustein – Nur so, funktioniert eine gute Kooperation.

EINE ERFOLGSGESCHICHTE

Das Resultat: Pro Semester konnten in den 30 beobachteten Schulen 6.500 kg Lebensmittelabfall vermieden werden. Einige Schulen reduzierten die Mengen der Speisereste sogar um mehr als ein Drittel. Das freut auch Vizebürgermeisterin BETTINA EMMERLING: _„Was die Schulen hier in wenigen Monaten geschafft haben, ist beeindruckend. Der Anteil der weggeworfenen Speisen ist von 24 auf 19 Prozent gesunken, und das verdanken wir den Essensverantwortlichen, den Pädagog*innen und den Kindern selbst. Sie alle haben gezeigt, dass gutes Essen und weniger Verschwendung zusammenpassen. Ich hoffe, dass dieses Beispiel an vielen weiteren Schulen Nachahmer findet.“_

Der Aufwand lohnte sich, denn die gesetzten Schritte verringern nicht nur die anfallende Menge an Speiseresten, sondern auch die Treibhausgas-Emissionen._ „Wir haben es geschafft, in 30 teilnehmenden Schulen jährlich über 25 Tonnen CO2 einzusparen. Es freut mich, dass diese Initiative nun auf 50 Standorte ausgeweitet wird.“, so EMMERLING abschließend_.

Selma Pavic
Öffentlichkeitsarbeiterin Stadt Wien – Schulen
Telefon +43 1 4000 95892
E-Mail: selma.pavic@wien.gv.at

United Against Waste
Mag. Franz Tragner
T +43 1 409 55 81-210
franz.tragner@tatwort.at

www.united-against-waste.at – www.nixübrig.at
facebook.com/unitedagainstwaste
instagram.com/unitedagainstwasteaustria

Marko Knöbl
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
Telefon +43 1 4000 83203
E-Mail: marko.knoebl@wien.gv.at

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