
ORF-Premiere „König Hund & Kaiserin Katze – Das Geschäft mit der Tierliebe“
Doku über den boomenden Markt rund um Hund, Katze und Co. am 30. September in ORF 1 und auf ORF ON
Premium-Fitnessmüsliriegel für einen Kanarienvogel, ein Therapeut, wenn es dem Hund nicht gut geht, und Globuli, wenn Katzen unruhig sind: Für viele Österreicher:innen haben Haustiere zumindest den Status eines Familienmitglieds. Bei Pflege, Ernährung und Zubehör werden keine Kosten und Mühen gescheut. „König Hund & Kaiserin Katze – Das Geschäft mit der Tierliebe“ beleuchtet die gleichnamige Doku, die am Mittwoch, dem 30. September 2026, um 21.05 Uhr erstmals in ORF 1 und auf ORF ON zu sehen ist. Gestalter und Hundebesitzer Martin Grabowski untersucht den boomenden Markt zwischen Milliardengeschäft, Premium-Angeboten und Schattenwirtschaft und setzt sich kritisch mit den verschiedenen Entwicklungen des Heimtiermarktes auseinander.
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„Ich gebe 500 Euro für meinen Dackel im Monat aus: Physiotherapie, Friseur, Futter – das ist er mir wert“, sagt Chiara auf der Wiener Haustiermesse. Dort zeigt sich, wie groß das Geschäft mit der Tierliebe inzwischen ist: Von der Küchenmaschine für den Hund für über 700 Euro bis zum smarten, selbstreinigenden Katzenklo. Der österreichische Heimtiermarkt ist in den vergangenen fünf Jahren stark gewachsen. Neben Teuerung und einer größeren Produktvielfalt gibt es einen weiteren Grund: Rund 30 Prozent mehr Hunde und Katzen leben heute in österreichischen Haushalten als noch 2020.
Für viele Österreicherinnen und Österreicher sind ihre Haustiere vollwertige Familienmitglieder. Doch nicht jedes Angebot dient dem Tierwohl. „Ein Hund mag keinen Duftspray, und eine Katze reinigt ihr Fell selbst“, sagt Eva Persy, Wiener Tierschutzombudsfrau. Sie rät, sich vor der Anschaffung und bei neuen Produkten genau über die Bedürfnisse der Tiere zu informieren. Das könne unnötige Kosten und Leid verhindern.
Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln und Therapien gilt laut der Wiener Tierärztin Marlen Janu: Weniger kann mehr sein. Viele Menschen schauen beim eigenen Liebling angeblich weniger auf den Preis. Ein gesunder Hund brauche jedoch weder teure Futterzusätze noch ständig Abwechslung. Entscheidend sei, was dem Tier tatsächlich guttut.
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