Unabhängige Lehrergewerkschafter:innen der ÖLI-UG begrüßen Impuls für längere gemeinsame Schule: Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit

Die ÖLI-UG begrüßt den Vorstoß für eine längere gemeinsame Schule, fordert jedoch bezahlte Teamstunden, Supervision, dienstrechtliche Absicherung und wissenschaftliche Transparenz.

Mit dem angekündigten Schulversuch zur 6-jährigen Volksschule ab 2027/28 kommt wieder Bewegung in die Debatte über das gemeinsame Lernen. Aus Sicht der Österreichischen Lehrer:innen-Initiative – Unabhängige Gewerkschafter:innen (ÖLI-UG) ist die Verschiebung der Bildungswegentscheidung längst überfällig, um soziale Selektion zu verhindern und den Druck von den Familien zu nehmen.

_„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Endlich gibt es nach Jahrzehnten wieder einen ernsthaften Vorstoß in Richtung einer längeren gemeinsamen Schule“_, betont Claudia Astner, Vorsitzende der ÖLI-UG._ „Dass die Politik das gemeinsame Lernen auf die Agenda setzt, ist ein positives Signal. Aber ein Schulversuch ist noch kein Ziel. Wir lassen uns nicht damit abspeisen, dass das Modell nach den ersten Durchgängen wieder im Sand verläuft. Dieser Versuch muss der Auftakt für die flächendeckende gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen sein.“_

Die Absicherung über zwei Kohorten bis 2033 gibt den Schulstandorten zwar erste Planungssicherheit, die Qualität der Umsetzung steht und fällt jedoch mit den Rahmenbedingungen vor Ort._ „Wir unterstützen das Projekt und die Pilotschulen sehr gerne, aber es gibt noch viele offene Fragen, die vor dem Start glasklar beantwortet werden müssen“_, erklärt Bernhard Hofmann, Vorsitzender der ÖLI-UG. _„Gemeinsamer Unterricht zwischen VS-, AHS- und MS-Pädagog:innen erfordert ab Tag eins bezahlte Teamstunden, Supervision und eine lückenlose dienstrechtliche Absicherung. Zudem verlangen wir eine transparente, partizipative wissenschaftliche Begleitung statt einer politischen Blackbox. Gute Absichten allein reichen nicht – die Arbeitsbedingungen an den Schulen müssen stimmen.“_

Vorsitzendenteam
Claudia Astner, astner@oeli-ug.at , 0650/2468105
Bernhard Hofmann, bernhard.hofmann@oeli-ug.at , 0650/4702948

ÖLI-UG
Mag. DI Dr. Hannes Grünbichler
Telefon: +436509254988

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