
AK Panhölzl zu Antrittsalter: Österreichs Pensionssystem ist durch Reformen stabil aufgestellt
Anhebung des Regelpensionsalters ist reine Pensionskürzung – das tatsächliche Antrittsalter steigt bereits
Die Arbeiterkammer steht für ein stabiles Pensionssystem – auch für junge Menschen. Das Scheitern der deutschen Riester-Rente zeigt, dass kapitalgedeckte Zusatzvorsorge sinkende gesetzliche Pensionen nicht ausgleichen konnte. Laut OECD liegt die Nettoersatzrate in Deutschland bei 53,3 Prozent, in Österreich bei 86,8 Prozent. Dennoch setzt Deutschland erneut auf Kapitalmarktmodelle bei gleichzeitig weiter steigendem Rentenalter.
Forderungen, diesem Weg in Österreich zu folgen, weist die AK zurück. „Wer pauschal ein höheres Antrittsalter verlangt, redet ein stabiles System schlecht und ignoriert die Leistung der Versicherten, die ihre Pensionen überwiegend selbst finanzieren. Österreich setzt auf einen fairen Pensionszugang für Schwerarbeiter sowie Langzeitversicherte und die Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters – dieser Weg hat sich bewährt“, betont Wolfgang Panhölzl, Leiter der AK-Abteilung Sozialversicherung. Mit dem Pensionskonto wurde zudem ein harmonisiertes System für alle Berufsgruppen geschaffen.
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